Ukraine-Krieg aktuell: Bittere Klatsche für Selenskyj – Putin verweigert Gespräche und macht klare Ansage

Wladimir Putin lehnt ein Treffen mit Wolodymyr Selenskyj beim G20-Gipfel in Miami ab. Der Kreml signalisiert Gesprächsbereitschaft, stellt dafür jedoch eine brisante Bedingung: Selenskyj soll nach Moskau kommen.

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Bittere Putin-Absage für Selenskyj – Moskau diktiert die Bedingungen (Foto) Suche
Bittere Putin-Absage für Selenskyj – Moskau diktiert die Bedingungen Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Alexander Kazakov
  • Putin lehnt ein Treffen mit Selenskyj in Miami ab
  • Der Kreml stellt Gespräche in Moskau in Aussicht
  • Neue Verhandlungen zwischen USA, Russland und Ukraine könnten im Oktober folgen

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Wolodymyr Selenskyj setzt auf ein direktes Gespräch mit Wladimir Putin. Beim G20-Gipfel im Dezember in Miami möchte der ukrainische Präsident nach eigener Darstellung die Möglichkeit nutzen, persönlich mit seinem russischen Amtskollegen über den Krieg und einen möglichen Weg zum Frieden zu sprechen. Selenskyj machte dabei deutlich, dass es ihm vor allem um konkrete Ergebnisse gehe. "Was zählt, ist das Ergebnis", erklärte der ukrainische Präsident laut "Bild". Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 sind sich Selenskyj und Putin nicht mehr persönlich begegnet.

Moskau weist Vorschlag zurück

Aus dem Kreml kommt allerdings eine klare Absage. Ein Treffen zwischen Putin und Selenskyj in Miami sei nicht möglich, erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Russland sei grundsätzlich zu einem Gespräch bereit, allerdings nur unter einer Bedingung. Selenskyj müsse dafür nach Moskau kommen. "Es gibt eine Bereitschaft, ihn (Selenskyj) in Moskau zu treffen", sagte Peskow. Damit bleibt der grundlegende Streit über mögliche Friedensgespräche bestehen. Während Kiew auf ein Treffen auf internationaler Bühne setzt, knüpft Moskau seine Gesprächsbereitschaft an einen für die Ukraine kaum akzeptablen Ort.

Neue Gespräche bereits im Oktober möglich

Unabhängig vom möglichen G20-Treffen rechnet die Ukraine mit einer Fortsetzung der Gespräche im kommenden Monat. Kyrylo Budanow, Stabschef von Selenskyj, erklärte, man bereite sich auf weitere Verhandlungen im Oktober vor. Dabei soll erneut ein Format mit drei Beteiligten im Mittelpunkt stehen. Gemeint sind Gespräche zwischen den USA, Russland und der Ukraine. Ein konkreter Termin und ein Veranstaltungsort stehen bislang allerdings nicht fest. Auch der Kreml geht davon aus, dass die Gespräche mit amerikanischer Beteiligung bald wieder aufgenommen werden könnten. Peskow stellte zugleich infrage, wie erfolgreich ein solcher Dialog angesichts der militärischen Entwicklung sein könne.

Währenddessen gehen die Angriffe weiter

Die diplomatischen Bemühungen finden vor dem Hintergrund einer weiterhin angespannten Lage statt. Bei neuen russischen Angriffen auf die Ukraine wurden nach Angaben aus Kiew mehrere Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Unter den beschädigten Zielen befanden sich demnach auch ein Standort des Stahlkonzerns ArcelorMittal in Krywyj Rih sowie ein Wohngebäude in Saporischschja. Der Krieg setzt damit auch während der diplomatischen Annäherungsversuche seinen blutigen Verlauf fort.

Trump bemüht sich um Bewegung

Die USA versuchen unterdessen weiter, zwischen den Kriegsparteien zu vermitteln. Die amerikanischen Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner führten Gespräche in Moskau und Kiew. Anschließend telefonierte Donald Trump mit Putin. Der Kreml bezeichnete den Austausch als besonders offen. Selenskyj plant nach eigenen Angaben zudem ein persönliches Treffen mit Trump in New York. Trotz der schwierigen militärischen Lage gibt sich der ukrainische Präsident zuversichtlich. Die Ukraine befinde sich derzeit in einer "sehr guten Verhandlungsposition".

Ob daraus tatsächlich neue Bewegung in den festgefahrenen Friedensbemühungen entsteht, bleibt offen. Ein persönliches Treffen zwischen Selenskyj und Putin scheint zumindest beim G20-Gipfel in Miami vorerst ausgeschlossen.

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