Wladimir Putin: Kreml plant neue Massenmobilisierung – Hunderttausende sollen in den Krieg ziehen
Wolodymyr Selenskyj warnt vor einer neuen russischen Mobilisierungswelle: Nach der Parlamentswahl im September könnte Wladimir Putin laut Kiew Hunderttausende Männer für den Krieg einziehen lassen.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Selenskyj nennt den Herbst als möglichen Startzeitpunkt
- Kiew spricht von mehreren Hunderttausend neuen Rekruten
- Die Angaben lassen sich bislang nicht unabhängig überprüfen
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Wolodymyr Selenskyj schlägt erneut Alarm. Nachdem der ukrainische Präsident erst kürzlich davor gewarnt hatte, dass Wladimir Putin neben der Ukraine auch ein weiteres Land angreifen könnte, erhebt Selenskyj nun einen weiteren schweren Vorwurf. Er beschuldigt den russischen Präsidenten, nach der russischen Parlamentswahl eine neue großangelegte Rekrutierung vorzubereiten. Dabei soll es um Hunderttausende Menschen gehen.
Rekrutierung nach der Wahl?
Nach Darstellung Selenskyjs könnte die nächste Mobilisierungswelle bereits im Herbst beginnen. In einer Videobotschaft erklärte der ukrainische Präsident laut "Focus", Kiew verfüge über entsprechende Hinweise aus Geheimdienstquellen und russischen Dokumenten. Seinen Angaben zufolge könnte Russland bis zum Jahresende mehrere Hunderttausend Menschen einziehen. Für das darauffolgende Jahr sei eine ähnlich große Zahl vorgesehen. Die Aussage folgt nur kurz auf das Bekanntwerden weiterer Unterstützung für Russland durch Nordkorea, das Moskau mit Waffen und Soldaten unterstützt.
Selenskyj wirft dem Kreml zugleich vor, mit der Maßnahme innenpolitische Ziele zu verfolgen. Putin wolle den Eindruck vermitteln, dass die russische Bevölkerung weiterhin hinter dem Krieg stehe.
Russen wählen im September ein neues Parlament
Zeitlich fällt die von Selenskyj beschriebene mögliche Mobilisierung mit der russischen Parlamentswahl zusammen. Diese ist für den Zeitraum vom 18. bis 20. September angesetzt. Kurz vor der Wahl wurde zudem die liberale Partei Jabloko ausgeschlossen. Sie gilt als einzige zugelassene politische Kraft, die den russischen Angriffskrieg offen ablehnt. Ob tatsächlich unmittelbar nach der Wahl eine neue Einberufungswelle startet, bleibt allerdings offen.
Kiews Angaben nicht unabhängig bestätigt
Die von Selenskyj genannten Zahlen lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Bereits in der Vergangenheit hatte die ukrainische Führung mehrfach vor einer bevorstehenden russischen Mobilisierung gewarnt. Eine neue landesweite Einberufung blieb bislang jedoch aus. Gleichzeitig beschäftigt das Thema auch westliche Beobachter. Russland hatte bereits im Herbst 2022 eine große Mobilisierung durchgeführt. Damals wurden nach offiziellen Angaben rund 300.000 Männer eingezogen. Sollten sich Selenskyjs aktuellen Angaben bestätigen, könnte Moskau damit vor einer erheblichen personellen Verstärkung seiner Streitkräfte stehen.
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mlk/sfx/news.de
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