Wladimir Putin: Nordkorea rüstet Russland auf – Kim Jong Un verstärkt Putins Kriegsmacht

Neue Vorwürfe gegen Kim Jong Un und Wladimir Putin: Nordkorea soll Russland mit ballistischen Raketen, Raketenwerfern und Soldaten unterstützen. Die Ukraine warnt vor einer deutlich größeren Bedrohung.

Erstellt von - Uhr

Wladimir Putin: Kim Jong Un soll Russlands Kriegsmaschine weiter aufrüsten (Foto) Suche
Wladimir Putin: Kim Jong Un soll Russlands Kriegsmaschine weiter aufrüsten Bild: picture alliance/dpa/Sputnik Kremlin Pool via AP | Alexander Kazakov
  • Kim Jong Un soll Russland Raketen und Soldaten zur Verfügung stellen
  • Ukraine warnt vor wachsender Gefahr durch ballistische Raketen
  • Berichte über die Militärhilfe konnten bislang nicht unabhängig bestätigt werden

Mehr News rund um Kreml-Chef Wladimir Putin finden Sie am Ende des Artikels.

Die militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea sorgt für neue Besorgnis. Nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes soll Machthaber Kim Jong Un Russland nicht nur mit ballistischen Raketen beliefern, sondern auch eine nordkoreanische Raketeneinheit nach Westrussland geschickt haben. Die Informationen konnten bislang allerdings nicht unabhängig bestätigt werden.

Ukrainischer Geheimdienst erhebt schwere Vorwürfe

Laut dem ukrainischen Geheimdienstchef Andrij Tschernjak soll Nordkorea eine Einheit mit 90 Soldaten, sechs Raketenstartrampen und 120 ballistischen Raketen in der russischen Region Woronesch stationiert haben. Von dort aus könnten die Waffen für Angriffe auf ukrainisches Gebiet eingesetzt werden.

Bereits seit Monaten warnen westliche Beobachter vor einer immer engeren militärischen Kooperation zwischen Moskau und Pjöngjang. Nach Einschätzung Südkoreas hat Nordkorea seit dem vergangenen Jahr rund 15.000 Soldaten nach Russland entsandt und zudem umfangreiche Waffenlieferungen geleistet.

Selenskyj sieht Hinweise auf nordkoreanische Raketen

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuletzt erklärt, es gebe erste Hinweise darauf, dass Russland bei einem Angriff auf ein ukrainisches Dorf eine Rakete aus nordkoreanischer Produktion eingesetzt habe. Dabei kamen nach seinen Angaben sechs Menschen ums Leben. Eine offizielle Bestätigung dafür liegt bislang jedoch nicht vor.

Experte warnt vor wachsender Gefahr

Sorge bereitet vor allem der mögliche Einsatz zusätzlicher ballistischer Raketen. Diese gelten als besonders schwer abzufangen und stellen die ukrainische Luftverteidigung vor große Herausforderungen.

Der Militärexperte Rob Lee vom Foreign Policy Research Institute sagte laut "Metro": "Die Raketenabwehr ist eine der größten Schwachstellen der Ukraine." Jede zusätzliche ballistische Rakete erhöhe deshalb den Druck auf die Verteidigung erheblich.

Mit Blick auf den bevorstehenden Winter warnte Lee zudem vor einer möglichen neuen Angriffswelle auf die ukrainische Energieversorgung. Russland hatte bereits in den vergangenen Jahren gezielt Kraftwerke und Stromnetze attackiert.

Moskau und Pjöngjang schweige

Weder das russische Verteidigungsministerium noch die nordkoreanische Vertretung bei den Vereinten Nationen äußerten sich zunächst zu den Vorwürfen. Auch Reuters, das über die Angaben des ukrainischen Geheimdienstes berichtete, erklärte, die Informationen bislang nicht unabhängig überprüfen zu können.

Sollten sich die Berichte bestätigen, würde dies die militärische Zusammenarbeit zwischen Kim Jong Un und Wladimir Putin auf eine neue Stufe heben und den Druck auf die Ukraine weiter erhöhen.

Mehr News rund um Kreml-Chef Wladimir Putin finden Sie hier:

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.