Wladimir Putin: Kreml-Propagandist droht Europa mit Vernichtung – unfassbare Szene im Staats-TV

Im russischen Staatsfernsehen werden erneut drastische Drohungen gegen Großbritannien laut. Wladimir Solowjow und Igor Markow diskutieren sogar mögliche Angriffe mit russischen Atomwaffen.

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Wladimir Putin: Kreml-Propagandist droht Europa mit Vernichtung – Atomschlag wird zum Thema Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Alexander Kazakov
  • Wladimir Solowjow diskutiert im Staatsfernsehen mögliche Angriffe auf Großbritannien
  • Igor Markow bringt einen britischen Militärstützpunkt als Ziel ins Gespräch
  • Russische Propagandisten sprechen offen über den möglichen Einsatz von Atomwaffen

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Die ohnehin angespannte Lage zwischen Russland und dem Westen wird von neuen Drohungen aus dem russischen Staatsfernsehen begleitet. Der bekannte Kreml-Propagandist Wladimir Solowjow diskutierte gemeinsam mit dem ehemaligen ukrainischen Abgeordneten Igor Markow über mögliche Angriffe auf Großbritannien. Dabei ging es "Express" zufolge nicht nur um konventionelle Militärschläge. In der Sendung wurden auch russische Atomwaffen als mögliche Option angesprochen. Besonders Großbritannien wurde dabei als angeblicher Hauptgegner Moskaus dargestellt.

Solowjow fragt nach einer britischen Stadt

Solowjow stellte in der Sendung eine provokante Frage und brachte dabei sogar die Zerstörung einer britischen Stadt ins Spiel. "Welche Stadt mögen Sie am wenigsten? Welche Stadt sollte vom Angesicht der Erde getilgt werden?", fragte der Moderator.

Markow ging in seiner Antwort zwar nicht direkt auf die Vernichtung einer Stadt ein. Stattdessen sprach er sich für einen Angriff auf einen britischen Militärstützpunkt aus. Dabei nahm er insbesondere die britische nukleare Abschreckung ins Visier.

"Wir müssen einen Militärstützpunkt zerstören, vorzugsweise einen britischen, zusammen mit allen seinen U-Booten", erklärte Markow.

Britische Atomwaffen im Mittelpunkt der Diskussion

Hinter den Äußerungen steht die britische nukleare Abschreckung. Sie basiert auf U-Booten der Vanguard-Klasse, die mit ballistischen Raketen ausgerüstet sind. Markow bezeichnete Großbritannien als den entscheidenden Gegner Russlands im Westen. Die britische Politik sei aus seiner Sicht bewusst gegen Moskau gerichtet. "Die Hauptschlange im Gras dort im Westen sind die Briten", sagte er. Anschließend deutete er an, dass Russland Großbritannien notfalls mit militärischer Gewalt zum Einlenken zwingen müsse.

Mehrere russische Atomwaffen genannt

Solowjow selbst verwies während der Diskussion auf verschiedene russische Waffensysteme. Genannt wurden unter anderem Sarmat und Poseidon. Beide Systeme stehen für Russlands strategische beziehungsweise nukleare Fähigkeiten. Auch das Raketensystem Burewestnik wurde von Markow ins Gespräch gebracht. Das System wird wegen seines vorgesehenen nuklearen Antriebs besonders kontrovers diskutiert. Die Äußerungen blieben damit nicht bei allgemeiner Kriegsrhetorik. Vielmehr wurde im russischen Fernsehen konkret darüber gesprochen, welche Waffen gegen britische Ziele eingesetzt werden könnten.

Drohungen verschärfen die ohnehin angespannte Lage

Die Aussagen sind vor allem deshalb brisant, weil Großbritannien zu den entschiedensten Unterstützern der Ukraine gehört. Russland betrachtet London seit Beginn des Krieges als einen besonders konfrontativen Gegner. Die Diskussion im Staatsfernsehen ist jedoch nicht automatisch mit einem konkreten Beschluss der russischen Führung gleichzusetzen. Solowjow und Markow vertreten eine besonders aggressive Linie und sind für scharfe antiwestliche Rhetorik bekannt. Dennoch zeigen die Äußerungen, wie weit die Kriegspropaganda inzwischen geht. Statt über diplomatische Lösungen zu sprechen, werden im russischen Fernsehen Szenarien mit Angriffen auf einen Nato-Staat und dem möglichen Einsatz von Atomwaffen öffentlich diskutiert.

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