Donald Trump: US-Präsident verschärft Streit ums Kennedy Center – Foto entfacht neue Spekulationen
Donald Trump sorgt erneut für Wirbel um das Kennedy Center. Ein Foto löst Spekulationen über mögliche Abrisspläne aus, während zugleich ein Gericht die umstrittene Schließung des Kulturzentrums prüft.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Foto von Trump löst Spekulationen über Abrisspläne aus
- Kennedy Center wegen Bauarbeiten geschlossen
- Gericht verlangt Aufklärung von Trumps Regierung
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Donald Trump sorgt erneut für Aufregung rund um das Kennedy Center in Washington. Auf einem Foto, das den US-Präsidenten an Bord der Air Force One zeigt, ist im Hintergrund ein Plan oder Plakat mit der Aufschrift "Kennedy Center" zu erkennen. Darunter sind die Buchstaben "DEM" sichtbar.
In sozialen Netzwerken wurde daraufhin spekuliert, ob es sich bei dem unvollständigen Schriftzug um einen Hinweis auf einen möglichen Abriss handeln könnte. Eine Bestätigung dafür gibt es bislang nicht. Tatsächlich sehen vor allem Kritiker in dem Bild jedoch einen weiteren Hinweis auf die weitreichenden Umbaupläne für das Kulturzentrum.
as someone pointed out to me, it looks like the placard could read "Kennedy Center DEMOLITION" https://t.co/RwGhgxHnC4
— Aaron Rupar (@atrupar) September 17, 2026
Kennedy Center bereits geschlossen
Die Debatte kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Kennedy Center tatsächlich vor einer umfangreichen Veränderung steht. Der von Trump geführte Vorstand hat für die Schließung des Hauptgebäudes gestimmt. Geplant sind Renovierungsarbeiten, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken könnten. Als Begründung werden "Raw Story" zufolge erhebliche bauliche und sicherheitsrelevante Probleme genannt. Nach Angaben des Zentrums haben sich die Infrastrukturmängel über Jahrzehnte verschärft. Sprecherin Roma Daravi erklärte, das Gebäude müsse deshalb aus Sicherheitsgründen umgehend geschlossen werden. Die Renovierung soll sich auf ein Volumen von rund 257 Millionen Dollar belaufen. Das Geld wurde vom Kongress für Sanierungsarbeiten bereitgestellt.
Gericht prüft Vorgehen der Trump-Regierung
Parallel zur Schließung eskaliert der juristische Streit. Die demokratische Abgeordnete Joyce Beatty, die dem Vorstand des Kennedy Centers angehört, hat eine dringende Anhörung beantragt. Sie hält die Schließung für einen möglichen Verstoß gegen eine frühere gerichtliche Anordnung. Bundesrichter Christopher Cooper verlangte daraufhin eine Stellungnahme der Trump-Regierung. Sie soll erklären, ob die geplante Schließung mit den bisherigen Vorgaben des Gerichts vereinbar ist. Beattys Anwälte werfen dem Vorstand vor, eine "klare und unmissverständliche Anordnung des Gerichts" zu missachten. Der Richter hatte eine frühere geplante Schließung bereits eingeschränkt, zugleich aber notwendige Sanierungsarbeiten grundsätzlich nicht untersagt.
Streit um Trumps Namen geht weiter
Hinter dem Konflikt steht auch der Versuch, Trump dauerhaft mit dem Kennedy Center zu verbinden. Ein von ihm kontrollierter Vorstand hatte mehrfach darauf gedrängt, seinen Namen am Gebäude anzubringen. Richter Cooper stellte sich zuletzt erneut dagegen. Nach seiner Entscheidung darf der Vorstand weder den Namen des Zentrums entsprechend ändern noch das Gelände nach Trump benennen. Eine solche Änderung erfordere die Zustimmung des Kongresses. Trump hatte zuvor erklärt, die Renovierung könne erst vorangetrieben werden, wenn die rechtlichen Fragen geklärt seien. Seine Regierung verwies außerdem auf den schlechten Zustand des Gebäudes. In einem früheren Gerichtsverfahren wurde sogar vor einem möglichen Abriss gewarnt, falls die notwendigen Arbeiten ausblieben.
Gabelstapler sorgen für zusätzliche Aufregung
Für weiteren Wirbel sorgten am Mittwoch Berichte über Bauarbeiten rund um das Gebäude. In einer eidesstattlichen Erklärung schilderte eine Mitarbeiterin laut "Raw Story", sie habe gesehen, wie ein Gabelstapler gegen Säulen des Kennedy Centers gefahren sei. Gleichzeitig seien rund um das Gebäude massive Absperrungen errichtet worden. Ob die beobachteten Arbeiten mit einem möglichen Abriss zusammenhängen, ist bislang nicht belegt.
Zukunft des Kulturzentrums bleibt offen
Damit stehen sich derzeit zwei Positionen gegenüber. Das Trump-Lager verweist auf den Sanierungsbedarf und die Sicherheitsprobleme des Gebäudes. Kritiker sehen dagegen die Gefahr, dass die Renovierung mit den politischen Plänen des Präsidenten für das Kennedy Center verknüpft wird. Trump hatte bereits früher erklärt, das Zentrum umfassend erneuern zu wollen. Nun muss zunächst das Gericht klären, ob die aktuelle Schließung zulässig ist. Einen bestätigten Plan, das gesamte Kennedy Center abzureißen, gibt es bislang nicht.
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