Ukraine-Krieg aktuell: Ukraine legt Moskauer Flughäfen lahm – auch Putins Flieger kann nicht landen

Ukrainische Drohnen sorgen über Moskau für Chaos: Mehrere Flughäfen werden zeitweise gesperrt, Hunderte Flüge sind betroffen. Auch Putins Regierungsmaschinen müssen offenbar Warteschleifen drehen.

Erstellt von - Uhr

Ukraine-Drohnen über Moskau: Putins Regierungsflieger müssen plötzlich umdrehen (Foto) Suche
Ukraine-Drohnen über Moskau: Putins Regierungsflieger müssen plötzlich umdrehen Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Alexander Kazakov
  • Moskau meldet den Abschuss von 15 ukrainischen Drohnen
  • Mehr als 370 Flüge verspäten sich, rund 62 Verbindungen werden gestrichen
  • Eine Regierungsmaschine soll nach Sankt Petersburg ausgewichen sein

Mehr News zum Ukraine-Krieg finden Sie am Ende des Artikels.

Ukrainische Drohnen haben den Flugverkehr über Moskau massiv gestört. Während Wladimir Putin von einem Gipfeltreffen in Turkmenistan zurückkehrte, konnten mehrere Regierungsmaschinen zunächst nicht wie geplant landen. Berichten zufolge musste mindestens ein Flugzeug nach Sankt Petersburg ausweichen.

Drohnenalarm legt Moskauer Flughäfen lahm -auch Putin kann nicht landen

Am Freitag, dem 9. Oktober, schränkten die russischen Luftfahrtbehörden den Betrieb an allen vier großen Moskauer Flughäfen ein. Betroffen waren laut "The Sun" Wnukowo, Scheremetjewo, Domodedowo und Schukowski. Hintergrund war die Gefahr durch ukrainische Drohnen. Nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin wurden 15 Drohnen abgefangen. Die Einschränkungen hatten erhebliche Folgen für den Flugverkehr: Es verspäteten sich mehr als 370 Flüge, weitere 62 Verbindungen wurden gestrichen. An den Terminals mussten zahlreiche Reisende warten.

Putins Regierungsmaschinen kreisen über der Hauptstadt

Besonders brisant war die Situation für die russische Führung. Mehrere Flugzeuge der staatlichen Spezialeinheit Rossija, die Präsident und hochrangige Regierungsvertreter transportiert, konnten zunächst nicht landen. Flugverfolgungsdaten zeigten, dass Maschinen über der Region Moskau Warteschleifen flogen. Mindestens drei Flugzeuge waren zuvor aus Turkmenistan gestartet. Putin hatte dort an einem Gipfeltreffen ehemaliger Sowjetrepubliken teilgenommen. Berichten zufolge wurde eine Maschine nach Sankt Petersburg umgeleitet. Ob der russische Präsident in diesem Flugzeug saß, blieb zunächst unklar. Auch der Kreml bestätigte die genauen Umstände seiner Rückkehr zunächst nicht.

Auch mysteriöse Ballons gemeldet

Neben den Drohnen sorgten Berichte über kleinere Flugkörper für zusätzliche Unruhe. Behörden in der Region Jaroslawl meldeten, dass Aufklärungsballons zerstört worden seien, die aus der Ukraine gekommen sein sollen. Ob diese Objekte direkt mit den Störungen im Moskauer Luftraum zusammenhingen, war zunächst nicht unabhängig geklärt. Der Vorfall verdeutlicht, wie stark ukrainische Angriffe inzwischen den Luftverkehr tief im russischen Hinterland beeinträchtigen können. Wiederholte Sperrungen treffen nicht nur den zivilen Flugverkehr, sondern erschweren auch die Bewegungen staatlicher Maschinen.

Während Moskau unter Beschuss steht, leidet auch die Ukraine

Parallel zu den Angriffen auf russisches Gebiet setzte Russland seine Luftangriffe auf die Ukraine fort. Nach Angaben aus der Vorlage wurden zahlreiche Städte getroffen, darunter Kiew. Dort führten die Attacken auf Teile der Infrastruktur zeitweise auch zu Einschränkungen im U Bahn Betrieb. Berichte über schwere Verluste unter der Zivilbevölkerung und zerstörte Reisebusse verschärften die internationale Kritik an den russischen Angriffen. Die jüngsten Ereignisse zeigen erneut die Eskalation des Krieges auf beiden Seiten der Grenze. Die konkreten Folgen der Angriffe und die Verantwortung für einzelne Schäden müssen anhand unabhängiger Informationen geprüft werden.

Mehr News zum Ukraine-Krieg finden Sie hier:

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.