19.04.2021, 08.52 Uhr

Nach dem Tod von Prinz Philip: Royals am Scheideweg! Prinz Charles und Prinz William stellen die Weichen

Der Tod von Prinz Philip († 99) hat das britische Königshaus vor neue Herausforderungen gestellt: Wie geht es in Zukunft mit der Monarchie weiter? Prinz Charles und sein Sohn Prinz William wollen jetzt die Weichen stellen.

In ihren Händen liegt die Zukunft der britischen Monarchie: Prinz Charles (re.) und Prinz William. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Aaron Chown

Seit Jahrzehnten war das britische Königshaus eine Konstante, so turbulent es auch in der Welt zugegangen sein mag. Queen Elizabeth II. als Monarchin auf dem Thron, an ihrer Seite Prinz Philip als Prinzgemahl, der älteste Sohn Prinz Charles als ewiger Thronfolger in der Warteschleife. Doch nun werden seit jeher beschrittene Pfade im Königshaus überdacht und reformiert, wie es in der britischen Presse heißt.

Britisches Königshaus am Scheideweg: Wie geht es ohne Prinz Philip, Prinz Harry und Prinz Andrew bei den Royals weiter?

Binnen kurzer Zeit brachen dem Königshaus wichtige Konstanten weg: Der Abschied von Prinz Harry, der sich mit seiner Ehefrau Meghan Markle aus der ersten Garnitur der Royals verabschiedete, um in Kalifornien ein bürgerliches Leben ohne royale Pflichten zu genießen, war nur eine einschneidende Veränderung. Mit Prinz Andrew fiel eine weitere Säule weg - der zweitälteste Sohn von Queen Elizabeth II. fand sich aufgrund seiner Freundschaft zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein plötzlich inmitten eines Sexskandals wieder und trat von seinen royalen Verpflichtungen notgedrungen zurück. Letztlich war es auch der Tod von Prinz Philip, der das Königshaus in seinen Grundfesten erschütterte. Zwar hatte sich der Herzog von Edinburgh bereits 2017 in die Royals-Rente verabschiedet und seitdem keine öffentlichen Verpflichtungen mehr wahrgenommen, doch mit dem Tod des Herzogs von Edinburgh verlor die Königin ihren wichtigsten Berater, ihren Wegbegleiter nach über 73 Jahren Ehe und das Oberhaupt ihrer Familie.

FOTOS: Queen Elizabeth II. Keiner ist so stilvoll wie die Queen
zurück Weiter Queen Elizabeth II. tritt nie ohne ein wichtiges Accessoire aus dem Haus: ihren Lippenstift. In Kombination mit ihrem strahlenden royalen Lächeln kommt die korallene Lippenfarbe besonders gut zur Geltung. (Foto) Foto: Philip Toscano / dpa Kamera

Prinz Charles und Prinz William legen bei Krisensitzung Royals-Zukunft fest

All diese Veränderungen werden das Leben im Königshaus zwangsläufig umkrempeln - nur wie geht es für die Royals weiter? Dieser Frage wollen sich britischen Medienberichten die Nummer ein und Nummer zwei der Thronfolge stellen. Prinz Charles und dessen ältester Sohn Prinz William wollen dem Vernehmen nach zeitnah eine Krisensitzung einberufen, um den weiteren Weg des Königshauses zu zementieren. Innerhalb der nächsten zwei Wochen soll sich entscheiden, wie das Königshaus im Details weiterarbeitet.

Dringenden Klärungsbedarf gibt es beispielsweise zu den zahlreichen Schirmherrschaften, die der am 9. April 2021 verstorbene Prinz Philip innehatte - wie diese Ämter unter den Vollzeit-Royals verteilt werden, stehe bereits auf der Agenda. Selbiges gilt für die Posten, die zuvor Prinz Andrew und Prinz Harry bekleideten. Mit Queen Elizabeth II. wollen Prinz Charles und Prinz William nun eine Inventur in Sachen Personal in Angriff nehmen: Welche Familienmitglieder bleiben für die Wahrnehmung repräsentativer Pflichten verfügbar, wer darf sich ins Privatleben zurückziehen?

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Personalnot im Königshaus! Gräfin Sophie von Wessex und Prinz Edward müssen einspringen

Nachdem sich Prinz Harry und Meghan Markle qua Megxit von den royalen Pflichten losgesagt haben, ist "Personalnot" ausgebrochen. Um die Lücke zu füllen, die der Herzog und die Herzogin von Sussex hinterließen, sollen Prinz Edward und dessen Ehefrau Gräfin Sophie von Wessex nachrücken und den Kreis der Vollzeit-Royals komplettieren. Völlig untätig waren der jüngste Sohn der Queen und seine Gattin bislang freilich nicht: Bevor die Corona-Pandemie die Royals-Termine stark dezimierte, nahm das Paar mehr als 500 Verpflichtungen pro Jahr im Namen der Krone wahr.

Prinz Charles will die britische Monarchie verschlanken und modernisieren

Dass Prinz Charles die Strukturen des Königshauses umkrempeln will, steht schon länger zur Debatte. Nach dem Vorbild des schwedischen Königs Carl XVI. Gustaf, der die offizielle Königsfamilie drastisch zusammenschrumpfen ließ, soll auch bei den Briten "aufgeräumt" werden. Demnach könnten nach der personellen Verschlankung lediglich Prinz Charles und Herzogin Camilla Parker Bowles, Prinz William und Kate Middleton sowie die Queen selbst übrigbleiben, um das Königshaus offiziell zu repräsentieren - fraglich ist, ob die Royals dann nach wie vor tausende Termine jährlich wahrnehmen könnten.

Überlässt Queen Elizabeth II. ihrem Sohn Charles jetzt den Thron?

Und schließlich stünde bei den Verhandlungen noch ein sprichwörtlicher Elefant im Raum: Wie lange wird Queen Elizabeth II. noch als Königin auf dem Thron sitzen? Der Tod von Prinz Philip dürfte der Königin einen schweren Schicksalsschlag versetzt haben, mit 95 Jahren ist die Königin zudem selbst nicht mehr die Jüngste - wäre es nun also an der Zeit, das Zepter abzugeben und der nächsten Generation den Vortritt zu lassen?

Der althergebrachten Thronfolge entsprechend wäre Prinz Charles als nächster Monarch an der Reihe, sobald seine Mutter Queen Elizabeth II. stirbt oder abdankt - letzteres käme für die Königin jedoch niemals infrage, zu tief sitzt das Pflichtbewusstsein, dass die Queen nach der Abdankung ihres Onkels König Edward VIII. verinnerlicht hat. Um die trauernde Königin zu entlasten, seien Adelsexperten zufolge jedoch Szenarien denkbar, die die Königin auch ohne offiziellen Rücktritt spürbar entlasten könnten.

Prinz Charles könnte in Kürze ungekrönter König werden - auch ohne Abdankung der Queen

Im britischen "Mirror" zeichnete Royals-Biograf Robert Johnson eine Strategie nach. So könnte Prinz Charles, der nach dem Tod von Prinz Philip der neue Herzog von Edinburgh und gleichzeitig das älteste männliche Mitglied der Königsfamilie ist, als neuer Patriarch die Fäden in der Hand halten und als eine Art Prinzregent seiner betagten Mutter offizielle Aufgaben wie Staatsbesuche abnehmen. Somit wäre Prinz Charles, der im vergangenen November seinen 72. Geburtstag feierte, praktisch König, ohne je gekrönt worden zu sein. Für Prinz Charles wäre es ein weiterer Schritt in Richtung Thron, nahm der Prinz von Wales in den vergangenen Jahren doch kontinuierlich mehr Pflichten wahr, um sich auf sein zukünftiges Amt als König vorzubereiten.

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loc/news.de

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