Elon Musk: "Selenskyj ist zu weit gegangen" – Tech-Milliardär spielt Putin in die Karten
Nach Donald Trumps Angriff auf Wolodymyr Selenskyj legt Elon Musk nach. Seine scharfe Kritik am ukrainischen Präsidenten sorgt in Moskau für Jubel. Nun wächst die Sorge um Starlink und die Folgen für Kiew.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Der Tech-Milliardär wirft Selenskyj vor, zu weit gegangen zu sein
- Putin-Vertrauter Kirill Dmitrijew spricht von einem "Wendepunkt"
- Ein möglicher Ausfall des Satellitennetzwerks könnte die Kommunikation der ukrainischen Streitkräfte erheblich beeinträchtigen
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Wolodymyr Selenskyj gerät zunehmend unter Druck. Nachdem US-Präsident Donald Trump einen Wechsel an der Spitze der Ukraine ins Spiel gebracht hat, stellt sich nun auch Tech-Milliardär Elon Musk öffentlich gegen den ukrainischen Präsidenten. In Moskau sorgt der Vorstoß für Begeisterung. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass der Konflikt auch Auswirkungen auf die Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte haben könnte.
???????????????? ELON MUSK: ZELENSKYY HAS “GONE TOO FAR.” Do you agree with Musk’s criticism of Ukraine’s president? A) Yes ???? B) No ???? https://t.co/xOUPzxLWhK
— ???????????????? ???????????????????? ???????????????????? (@ElonAfterH0ur) October 11, 2026
Elon Musk stellt sich hinter Donald Trump
Auslöser der neuen Auseinandersetzung ist ein Streit über russische Erdölprodukte und deren mögliche Rückkehr auf westliche Märkte. Selenskyj hatte die Entscheidung, Russland wieder entsprechende Verkäufe zu ermöglichen, scharf kritisiert. Aus seiner Sicht würde Moskau dadurch zusätzliche Mittel für seinen Angriffskrieg erhalten. Trump reagierte darauf mit einer Forderung nach einem politischen Wechsel in Kiew. Der US-Präsident erklärte, es sei an der Zeit, dass die Ukraine einen neuen Staatschef bekomme. Elon Musk schloss sich dieser Haltung auf seiner Plattform X an. Der Unternehmer, dessen Satellitennetzwerk Starlink von ukrainischen Einheiten genutzt wird, schrieb über Selenskyj: "Selenskyj ist zu weit gegangen."
Damit verschärft sich der öffentliche Konflikt zwischen dem ukrainischen Präsidenten und zwei einflussreichen Persönlichkeiten aus dem Umfeld der US-Regierung. Für Kiew ist die Entwicklung besonders heikel, weil die Unterstützung aus den Vereinigten Staaten für die Verteidigung gegen Russland eine wichtige Rolle spielt.
Kreml-Vertrauter spricht von einem "Wendepunkt"
In Russland wurden die Äußerungen Musks mit Genugtuung aufgenommen. Kirill Dmitrijew, ein enger Vertrauter von Kremlchef Wladimir Putin und Leiter des russischen Direktinvestitionsfonds, verbreitete den Beitrag des Tech-Milliardärs weiter. Dmitrijew bezeichnete die Entwicklung "Bild" zufolge als einen "Wendepunkt". Seine Reaktion verdeutlicht, dass die öffentliche Auseinandersetzung zwischen Musk, Trump und Selenskyj in Moskau als politischer Erfolg wahrgenommen wird.
Besonders brisant ist die Frage, ob die Spannungen Folgen für die Starlink-Versorgung der Ukraine haben könnten. Bislang gibt es in den vorliegenden Angaben jedoch keine Bestätigung dafür, dass Musk eine Abschaltung des Dienstes angekündigt hätte.
Ein Ausfall könnte für die ukrainischen Streitkräfte dennoch erhebliche Konsequenzen haben. Das Satellitennetzwerk ermöglicht in vielen Gebieten die Kommunikation zwischen Einheiten und unterstützt die Koordination militärischer Einsätze. Auch bei der Steuerung von Drohnen spielt die Verbindung eine wichtige Rolle.
Ex-US-General nimmt Selenskyj in Schutz
Widerspruch zu der Kritik an Kiew kommt unter anderem von Keith Kellogg, einem früheren US-Sonderbeauftragten für die Ukraine und ehemaligen Berater Trumps. In einem Interview mit Fox News verteidigte er ukrainische Angriffe auf militärische Ziele in Russland. "Es herrscht Krieg, sie greifen ordnungsgemäß an", erklärte Kellogg. Zugleich verwies er auf russische Angriffe auf zivile Einrichtungen. Seiner Einschätzung nach stehe auch Putin militärisch unter erheblichem Druck.
Mit dieser Position widerspricht Kellogg der Darstellung, die Ukraine müsse ihre Angriffe grundsätzlich einstellen, während Russland weiterhin Krieg führt. Die Auseinandersetzung zeigt, wie unterschiedlich selbst innerhalb des politischen Umfelds der USA die ukrainische Verteidigungsstrategie bewertet wird.
Streit um Ölpreise verschärft Konflikt mit der Ukraine
Hinter der Auseinandersetzung steht auch die angespannte Lage auf den Energiemärkten. Trump begründet seine Forderung nach einer Begrenzung ukrainischer Angriffe auf russische Ölraffinerien unter anderem mit möglichen Folgen für die weltweite Versorgung mit Kraftstoffen. Zugleich spielen die gestiegenen Spritpreise in den USA eine wichtige Rolle. Die Hoffnung, zusätzliche russische Lieferungen könnten die Kosten senken, ist allerdings umstritten. Experten bezweifeln, dass die verfügbaren Mengen ausreichen, um die Preisentwicklung spürbar zu beeinflussen.
Für Selenskyj entsteht damit eine schwierige Situation. Einerseits will die Ukraine Russland militärisch unter Druck setzen und dessen Einnahmen aus dem Energiesektor begrenzen. Andererseits muss Kiew mit wachsender Kritik aus Washington umgehen. Ob Musks Äußerungen konkrete Folgen für die militärische Unterstützung haben werden, bleibt offen. Klar ist jedoch, dass die öffentliche Konfrontation die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen der Ukraine und wichtigen Akteuren in den USA weiter belasten könnte.
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mlk/news.de
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