Christa Pike: Schwerwiegende Folgen – Freundin packt über Zustand von Mörderin aus

Christa Pike überlebte ihre Hinrichtung, doch die Folgen sind schwer. Ihre Freundin berichtet von Angst vor Schmerzen und Wut. Ob die zum Tode verurteilte Mörderin erneut hingerichtet wird, ist unklar.

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Christa Pike nach gescheiterter Hinrichtung: Freundin berichtet von Wut und Angst vor Schmerzen Bild: AdobeStock/ sudok1
  • Christa Pike soll nach der gescheiterten Giftspritze unter körperlichen Folgen leiden
  • Enge Freundin Marcy Wilson berichtet von Pikes Angst vor Schmerzen
  • Nach einer unabhängigen Untersuchung bleibt offen, ob es einen neuen Hinrichtungstermin gibt

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Christa Pike hat ihre geplante Hinrichtung überlebt, doch die Folgen des gescheiterten Eingriffs sind offenbar gravierend. Die 50 Jahre alte Todeskandidatin wird weiterhin medizinisch betreut und kämpft laut ihrem Anwaltsteam mit körperlichen und geistigen Problemen. Eine enge Freundin berichtet nun, wie Pike sich vor ihrem vermeintlich letzten Tag fühlte und wie sie heute auf die Ereignisse blickt.

Freundin wartet auf ein Wiedersehen mit Christa Pike

Marcy Wilson, die seit Jahren mit Pike befreundet ist, hatte die Verurteilte kurz vor dem geplanten Hinrichtungstermin besucht. Damals versuchte sie, ihrer Freundin Mut zu machen und ihr Hoffnung auf eine mögliche Begnadigung zu geben. Pike selbst habe jedoch damit gerechnet, sterben zu müssen. Wilson erinnert sich an die letzten Gespräche vor dem 30. September. Ihre Freundin habe keine grundsätzliche Angst vor dem Tod geäußert, sondern vor dem Sterben selbst. "Ich habe nur Angst vor dem Prozess", soll Pike gesagt haben. Besonders die Vorstellung möglicher Schmerzen habe sie belastet. Nach dem missglückten Hinrichtungsversuch ist Wilson nun unsicher, wie das erste Wiedersehen verlaufen wird. "Ich kann mir nicht einmal ansatzweise vorstellen, was in unserem ersten Gespräch passieren wird", sagte sie laut "Daily Mail". Zugleich betonte sie, dass sie sich darauf freue, ihre Freundin wiederzusehen.

Giftspritze verursacht offenbar schwere Verletzungen

Am 30. September sollte Pike im US-Bundesstaat Tennessee durch eine tödliche Injektion hingerichtet werden. Sie erhielt zwei Dosen des Mittels Pentobarbital, überlebte jedoch. Nach Angaben ihrer Anwälte gab es möglicherweise Probleme beim Zugang zu einer Vene. Dadurch könnte das Medikament teilweise ins Gewebe gelangt sein und schwere Schäden verursacht haben.

Laut dem Bericht der "Daily Mail" leidet Pike unter anderem an einem Blutgerinnsel. Ihre Hände seien stark angeschwollen und wiesen Verletzungen auf, die auf chemische Verbrennungen hindeuten könnten. Gleichzeitig gibt es erste Anzeichen einer körperlichen Erholung: Pike habe wieder angefangen zu essen und könne sich inzwischen auch zu Fuß bewegen. Ihr Anwaltsteam bezeichnete die Fortschritte als bemerkenswert. Dennoch sei unklar, ob bleibende Schäden zurückbleiben. Die Verteidigung berichtet von Schwierigkeiten mit Konzentration und Gedächtnis. Bis sich das Ausmaß möglicher kognitiver Beeinträchtigungen feststellen lasse, könnten Monate vergehen.

Christa Pike: Verurteilt wegen brutalen Mordes an einer Mitschülerin

Pike war wegen des Mordes an der 19 Jahre alten Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. Die Tat ereignete sich im Januar 1995. Pike war damals 18 Jahre alt und soll gemeinsam mit zwei weiteren Personen ihr Opfer in ein Waldgebiet gelockt und dort getötet haben. Slemmer wurden ein Pentagramm und weitere Verletzungen zugefügt. Pike soll zudem ein Stück des Schädels ihrer Mitschülerin als makabres Andenken behalten haben. Die Mutter des Opfers hatte die Hinrichtung verfolgen wollen und zeigte sich nach dem gescheiterten Versuch tief erschüttert. Sie forderte eine Entschuldigung des Staates.

Neue Hinrichtung bleibt vorerst ungewiss

Nach dem Vorfall hat Tennessees Gouverneur eine unabhängige Untersuchung angeordnet. Zudem wurden weitere Hinrichtungen im Bundesstaat für den Rest des Jahres ausgesetzt. Was genau bei Pikes Exekution schiefging, muss noch geklärt werden. Auch die Frage, ob ein neuer Termin angesetzt wird, ist bislang offen. Pikes Anwälte fordern, das Todesurteil in eine lebenslange Haftstrafe umzuwandeln. Sie verweisen auf die körperlichen Folgen der gescheiterten Hinrichtung, Pikes junges Alter zur Tatzeit und ihre schwierige Kindheit. Bis eine rechtliche Entscheidung fällt, bleibt sie weiterhin zum Tode verurteilt.

Für Wilson steht unterdessen vor allem die Sorge um ihre Freundin im Vordergrund. Sie hofft, Pike bald wieder besuchen zu dürfen. Ihre Worte über die Frau, die sie trotz des grausamen Verbrechens ins Herz geschlossen hat, fasst sie schlicht zusammen: "Sie ist eine Überlebende."

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