Donald Trump in der Krise: Umfrage-Desaster für Republikaner – jetzt droht dem US-Präsidenten der Machtverlust
Donald Trump verliert offenbar zunehmend die Unterstützung unabhängiger Wähler. Neue Umfragewerte setzen die Republikaner unter Druck. Für die Zwischenwahlen im Herbst könnte das gravierende Folgen haben.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- 68 Prozent der Wähler sind laut einer zitierten Erhebung mit Trumps Amtsführung unzufrieden
- Selbst in traditionell republikanischen Bundesstaaten könnten Demokraten aufholen
- Der schwindende Rückhalt könnte die Mehrheitsverhältnisse im US-Kongress gefährden
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Donald Trump gerät vor den anstehenden Zwischenwahlen in den USA zunehmend unter Druck. Besonders eine Wählergruppe könnte für den Präsidenten und seine Republikaner zum Problem werden: politisch unabhängige Amerikaner. Der Journalist Greg Sargent sieht darin ein Warnsignal mit weitreichenden Folgen. Seiner Einschätzung nach wird die Bedeutung dieser Entwicklung in der öffentlichen Berichterstattung bislang unterschätzt.
Umfrage zeigt massive Unzufriedenheit mit Trump
Wie stark die Unterstützung für Trump unter parteiunabhängigen Wählern nachgelassen hat, verdeutlicht laut Sargent eine Erhebung der "New York Times". Demnach sind 68 Prozent der Befragten aus dieser Gruppe mit der Amtsführung des Präsidenten unzufrieden. Besonders auffällig sei zudem, dass eine große Zahl der Befragten seine Politik ausdrücklich ablehne.
"Seine Umfragewerte bei den Unabhängigen sind einfach nur katastrophal", sagte Sargent in einem Interview mit "Public Notice", das gemeinsam mit Aaron Rupar und Thor Benson geführt wurde.
Der Journalist hält diese Zahlen für politisch besonders bedeutsam. Anders als überzeugte Anhänger der Republikaner oder der Demokraten könnten unabhängige Wähler bei knappen Abstimmungen den Ausschlag geben. Wenn sich diese Gruppe von Trump abwende, könne das die Kräfteverhältnisse bei den Kongresswahlen erheblich verändern.
Warum unabhängige Wähler für Trump entscheidend sind
Bei den Zwischenwahlen im Herbst steht für die Republikaner viel auf dem Spiel. Die Abstimmungen entscheiden darüber, wie stark Trumps Partei künftig im Kongress vertreten sein wird und wie viel politischen Handlungsspielraum der Präsident behält. Sargent sieht die Entwicklung deshalb nicht bloß als vorübergehenden Rückgang der Beliebtheit. Vielmehr deute sie auf eine grundsätzlichere Ablehnung des Präsidenten und seiner politischen Vorstellungen hin. "Unabhängige Wähler sind bei den Zwischenwahlen entscheidend", betonte er. Der Verlust dieser Wählergruppe könne für die Republikaner entsprechend schwerwiegende Konsequenzen haben. Zugleich kritisierte Sargent, dass die Entwicklung seiner Ansicht nach in politischen Analysen nicht genügend Aufmerksamkeit erhalte. Gerade angesichts der möglichen Folgen für die Mehrheitsverhältnisse im Kongress sei es wichtig, die Stimmung unter den parteiungebundenen Wählern genauer zu betrachten.
Demokraten wittern Chancen in konservativen Bundesstaaten
Die veränderte Stimmung könnte auch den Demokraten zugutekommen. Wie "Public Notice" berichtet, ergeben sich dadurch neue Möglichkeiten in Bundesstaaten, in denen die Republikaner traditionell stark sind. Dazu zählen Nebraska, Kansas und South Carolina. In diesen Regionen könnten demokratische Kandidaten nach Einschätzung der Autoren plötzlich konkurrenzfähiger werden. Noch vor zwei Jahren wären solche Erfolgsaussichten vielerorts kaum vorstellbar gewesen.
Entscheidend wird sein, ob sich die Unzufriedenheit mit Trump tatsächlich in Stimmen für die Demokraten übersetzt. Unabhängige Wähler bilden keine einheitliche politische Gruppe. Ihre Wahlentscheidungen hängen auch von regionalen Themen, den jeweiligen Kandidaten und der wirtschaftlichen Lage ab.
Republikaner müssen um wichtige Senatssitze kämpfen
Die Warnsignale kommen für Trumps Partei zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Vor den Wahlen versuchen die Republikaner, wichtige Mandate zu verteidigen. "Raw Story" zufolge setzt die Partei dafür erhebliche finanzielle Mittel ein, unter anderem im Kampf um Senatssitze in Texas und South Carolina. Sollte sich der negative Trend in den Umfragen bis zum Wahltag fortsetzen, könnte das die Ausgangslage für die Republikaner deutlich verschlechtern. Besonders enge Rennen würden dann zu einer Herausforderung.
Sargent sieht hinter den aktuellen Zahlen eine Entwicklung, die über einen gewöhnlichen Stimmungseinbruch hinausgehen könnte. "Wenn man sich die Daten selbst ansieht, deutet alles darauf hin, dass wir gerade eine ziemlich massive Ablehnung von Trump und den tieferliegenden Ideologien, die er vertritt, erleben", erklärte er. Ob diese Einschätzung durch die Wahlergebnisse bestätigt wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Die Unterstützung der unabhängigen Wähler könnte darüber mitentscheiden, wie viel Macht Trump nach den Zwischenwahlen im Kongress behält.
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mlk/news.de
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