Donald Trump: Christa Pike überlebt zweifache Giftspritze – US-Präsident reagiert entsetzt

Die geplante Hinrichtung von Christa Pike in Tennessee scheiterte gleich zweimal. Die Todeskandidatin überlebte die Giftspritzen und liegt in kritischem Zustand im Krankenhaus. Donald Trump reagiert fassungslos.

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Trump fassungslos nach gescheiterter Hinrichtung: "Das sollte doch ganz einfach sein" Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Christa Pike überlebte zwei Dosen des tödlichen Medikaments
  • Ihr Anwalt berichtet von mindestens sieben Einstichen bei der Suche nach einer Vene
  • Gouverneur Bill Lee ordnete eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls an

Die geplante Hinrichtung der Todeskandidatin Christa Pike ist in Tennessee gescheitert. Die 50-Jährige überlebte zwei verabreichte Dosen des tödlichen Medikaments und befindet sich inzwischen in kritischem Zustand im Krankenhaus. Besonders makaber ist, dass Christa Pike zuvor bereits einen Antrag gestellt hatte, nicht per Giftspritze, sondern durch Erhängen hingerichtet zu werden, weil sie Angst vor der Inkompetenz der Gefängnismitarbeiter hatte. US-Präsident Donald Trump zeigte sich angesichts des Vorfalls überrascht.

Trump versteht den Fehlschlag nicht

Auf den misslungenen Hinrichtungsversuch angesprochen, äußerte sich Trump verwundert über die Schwierigkeiten bei der Verabreichung der Medikamente. "Wie soll das denn gehen?", fragte der Präsident laut "New York Post". Anschließend fügte er hinzu: "Das sollte doch ganz einfach sein. Das sollte doch nicht besonders schwierig sein." Zu den weiteren Konsequenzen wollte Trump keine Stellung beziehen. Die Entscheidung liege beim Bundesstaat Tennessee. Dort wurde inzwischen eine Untersuchung des Vorfalls angeordnet.

Christa Pike hat zwei Dosen überleben

Pike sollte am 30. September in der Haftanstalt Riverbend Maximum Security Institution in Nashville hingerichtet werden. Nach Angaben ihrer Anwälte überlebte sie jedoch zwei Versuche mit Pentobarbital. Sie wurde später in ein Krankenhaus gebracht und erhielt dort lebensrettende medizinische Versorgung. Nach Angaben ihres Verteidigers Randy Spivey wurden allein an ihrem linken Arm mindestens sieben Nadeln eingesetzt. Eine davon soll nach einem erfolglosen Versuch verbogen gewesen sein. Pike hatte bereits vor der Hinrichtung auf Schwierigkeiten mit ihren Venen hingewiesen.

Gouverneur stoppt weitere Hinrichtungen

Der Vorfall hat unmittelbare Konsequenzen für Tennessee. Gouverneur Bill Lee setzte die für den Rest des Jahres geplanten Hinrichtungen aus und kündigte eine unabhängige Untersuchung an. Lee bezeichnete das Geschehen als Tragödie. Auch das zuständige Justizministerium erklärte, das vorgeschriebene Hinrichtungsprotokoll sei eingehalten worden. Gleichzeitig ist laut Berichten nicht eindeutig geregelt, wie nach einer zweiten erfolglosen Medikamentendosis weiter vorzugehen ist.

Pike bleibt in kritischem Zustand

Pike war wegen des Mordes an der 19 Jahre alten Colleen Slemmer im Jahr 1995 zum Tod verurteilt worden. Sie wäre die erste Frau seit mehr als 200 Jahren gewesen, die Tennessee hinrichtet. Der Fall sorgt nun erneut für Fragen zum Vorgehen bei Hinrichtungen durch die Giftspritze. Es war bereits der zweite gescheiterte Hinrichtungsversuch in Tennessee im Jahr 2026. Im Mai war die geplante Hinrichtung von Tony Carruthers ebenfalls nach Problemen bei der Verabreichung des Medikaments abgebrochen worden.

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