Jan van Aken provoziert: Ex-Linken-Chef erklärt Verfassungsschutz für "herzlich egal"
Bei "Maischberger" verteidigt Jan van Aken die Linke gegen schwere Vorwürfe. Mit Literaturkritiker Denis Scheck gerät er wegen eines umstrittenen Vergleichs aneinander. Auch der Verfassungsschutz wird zum Thema.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Van Aken weist Kritik an der Linken zurück
- Denis Scheck sorgt mit einer Spitze für Streit
- Der Umgang mit dem Verfassungsschutz sorgt ebenfalls für Diskussionen
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In der ARD Talkshow "Maischberger" ist die Berliner Linke zum Streitpunkt geworden. Jan van Aken verteidigte seine Partei gegen Vorwürfe wegen Antisemitismus, Kontakten ins Clan-Milieu und ihrer politischen Ausrichtung. Besonders ein Wortwechsel mit Literaturkritiker Denis Scheck sorgte für Spannung.
Van Aken sieht politische Interessen hinter der Kritik
Der ehemalige Linken-Bundesvorsitzende wies "t-online" zufolge die gegen seine Partei erhobenen Vorwürfe weitgehend zurück. Seiner Ansicht nach gehe es bei der aktuellen Kritik auch darum, eine Regierungsbeteiligung der Linken in Berlin zu verhindern. "Die CDU, die Immobilienlobby, die Extremreichen, die wollen verhindern, dass die Linke regiert", sagte van Aken in der Sendung. Im Mittelpunkt standen unter anderem Debatten über antisemitische Äußerungen einzelner Linker, den Umgang mit der Immobilienpolitik sowie den Neuköllner Abgeordneten Ferat Koçak und dessen Kontakte zu einem Mitglied der Remmo-Familie.
Politikwissenschaftler fordert Konsequenzen
Der Politikwissenschaftler Peter Neumann konfrontierte van Aken mit mehreren umstrittenen Vorgängen innerhalb der Partei. Dabei ging es auch um Auftritte von Vertretern pro palästinensischer Organisationen in Berlin. Neumann kritisierte zudem die frühere Mitgliedschaft der Berliner Linken-Politikerin Elif Eralp bei der Roten Hilfe. Der Verein wird vom Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestuft.
Van Aken machte deutlich, dass ihn diese Einstufung nicht von seiner Position abbringe. "Was der Verfassungsschutz sagt, ist mir herzlich egal", erklärte er. Er betonte zugleich, auch Linke hätten Anspruch auf eine angemessene juristische Verteidigung.
Scharfer Schlagabtausch mit Denis Scheck
Für den emotionalsten Moment der Sendung sorgte jedoch Literaturkritiker Denis Scheck. Er hatte die Immobilienpläne der Linken zuvor als "Rattenfängerei" bezeichnet und die Partei wegen ihrer Auseinandersetzung mit Antisemitismus kritisiert. Seinen Rat an SPD und Grüne, die in Berlin mit der Linken über eine gemeinsame Regierung sprechen, formulierte Scheck besonders zugespitzt: "Wer sich mit Hunden zu Bett legt, der braucht sich nicht wundern, wenn er morgens mit Flöhen aufwacht." Van Aken protestierte gegen den Vergleich. Politische Gegner als Hunde zu bezeichnen, gehe "unter jeder Gürtellinie", sagte er. Scheck reagierte darauf mit einer ironischen Entschuldigung und erklärte, er hätte die Linke dann wohl "gleich von einem Floh" sprechen müssen.
Auch Russlands Verhältnis zu Deutschland Thema
Im zweiten Teil der Sendung ging es um die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. CNN-Korrespondent Frederik Pleitgen sprach über die Bedeutung der deutschen Unterstützung für die Ukraine und die Wahrnehmung Deutschlands in Moskau. Das Treffen von Außenminister Johann Wadephul mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow bewertete Pleitgen als relevant. Seine Einschätzung: "Wenn er ihn nicht ernst genommen hätte, hätte er sich nicht mit ihm getroffen."
Zugleich verwies der Journalist auf die Gefahr weiterer feindlicher Aktionen gegen Deutschland. Dabei nahm er Bezug auf den vereitelten Drohnenschlag am Flughafen Leipzig Halle und erklärte, mit ähnlichen Vorgängen müsse weiterhin gerechnet werden.
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mlk/news.de
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