Donald Trump: "Peinlicher Tiefststand" – US-Präsident lockt nur 91 Zuschauer an

Der von US-Präsident Donald Trump gestartete Livestream "Trump TV" verliert offenbar deutlich an Zuspruch. Laut einer Analyse sanken die Zuschauerzahlen zeitweise auf gerade einmal 91 Menschen.

Erstellt von - Uhr

"Trump TV" floppt offenbar: Zuschauerzahlen auf Tiefstand (Foto) Suche
"Trump TV" floppt offenbar: Zuschauerzahlen auf Tiefstand Bild: picture alliance/dpa/KEYSTONE | Gian Ehrenzeller
  • Zum Start sollen bis zu 8.500 Zuschauer dabei gewesen sein
  • Der Stream zeigt vor allem Wiederholungen von Trumps Auftritten
  • Andere Livestreams aus seinem Umfeld erreichten deutlich mehr Zuschauer

Mehr News rund um US-Präsident Donald Trump finden Sie am Ende des Artikels.

Das von Donald Trump gestartete "Trump TV" stößt offenbar auf wenig Interesse. Der Livestream des Weißen Hauses, der als neue Anlaufstelle für Informationen aus Trumps Regierung dienen soll, erreicht laut einer Analyse des "Daily Beast" teilweise nur noch eine zweistellige Zahl an Zuschauern.

Weniger als 100 Zuschauer

Der Kanal läuft rund um die Uhr über den YouTube-Auftritt des Weißen Hauses. Zu sehen sind vor allem Wiederholungen von Reden und früheren Auftritten des US-Präsidenten. Zum Start sollen noch bis zu 8.500 Menschen gleichzeitig zugeschaut haben. Inzwischen seien die Zahlen jedoch deutlich eingebrochen. Leigh Kimmins vom "Daily Beast" berichtete von einem Tiefpunkt mit lediglich 91 Zuschauern. Die Analystin bezeichnete diesen Wert als "wirklich peinlichen Tiefststand". Zur Einordnung verwies sie auf Trumps frühere Bezeichnung als "König der Einschaltquoten".

Trump wollte eigene Medienplattform schaffen

Hinter dem Projekt steht ein Konflikt zwischen Trump und mehreren Medienhäusern. Der Präsident hatte zuvor unter anderem CNN, Politico und MS NOW den Zugang zum Weißen Haus entzogen. Trump warf den Medien wiederholt die Verbreitung von "Fake News" vor. Mit dem eigenen Livestream sollte offenbar ein direkter Kommunikationskanal zu Trump und seiner Regierung geschaffen werden. Statt eines klassischen Fernsehsenders handelt es sich allerdings um einen digitalen Dauerstream.

Selbst ein versehentlicher Livestream war erfolgreicher

Besonders auffällig wird der geringe Zuspruch beim Vergleich mit anderen Livestreams aus dem Trump-Umfeld. Ein versehentlich gestarteter Instagram-Livestream der damaligen Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, soll zeitweise mehr als 1.000 Zuschauer erreicht haben. Leavitt hatte den Stream offenbar unbeabsichtigt gestartet, als sie ein Video bearbeiten wollte. Anschließend schrieb sie: "Bin gerade versehentlich live gegangen, als ich versucht habe, ein Reel zu bearbeiten, haha."

Auch ein Livestream, bei dem eine Pediküre gezeigt wurde, soll zuvor mehr als 2.000 Zuschauer erreicht haben. Damit lagen beide Übertragungen deutlich über dem von Kimmins beschriebenen Tiefpunkt von "Trump TV".

Kritik an fehlender Attraktivität

Die Analyse des "Daily Beast" kommt zu dem Schluss, dass der Trump-Kanal bislang kaum Inhalte biete, die dauerhaft Zuschauer binden könnten. Statt exklusiver Formate dominierten demnach Wiederholungen bereits bekannter Reden und Auftritte. Wie sich die Zuschauerzahlen langfristig entwickeln und ob das Weiße Haus das Angebot verändern wird, bleibt offen. Die bisherigen Werte zeigen jedoch, dass der digitale Trump-Kanal bislang offenbar nur ein begrenztes Publikum erreicht.

Mehr News rund um US-Präsident Donald Trump finden Sie hier:

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.