Drama über Israel: Israels Verteidigungsminister spricht bei Flydubai-Flug von Anschlagsversuch
Auf einem Flug von Dubai nach Tel Aviv soll ein Copilot den Piloten angegriffen haben. Die Boeing geriet in einen steilen Sinkflug, während Passagiere und weitere Crewmitglieder offenbar um die Kontrolle über die Maschine kämpften.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Der Copilot soll den Kapitän im Cockpit angegriffen haben
- Die Boeing verlor innerhalb kurzer Zeit Tausende Meter an Höhe
- Die Maschine landete schließlich sicher in Saudi Arabien
Auf einem Flug von Dubai nach Tel Aviv ist es zu einem schweren Zwischenfall im Cockpit gekommen. Nach ersten Erkenntnissen soll der Copilot den Kapitän angegriffen und versucht haben, die Kontrolle über die Boeing 737 Max zu übernehmen. Die Maschine geriet daraufhin in einen steilen Sinkflug und musste in Saudi Arabien landen.
A violent altercation and stabbing in the cockpit of a FlyDubai flight over Saudi Arabia this morning caused the 737-8 to plummet 18,400 feet in just under two minutes, exceeding its maximum operating speed by nearly 100 kts.
— OSINTtechnical (@Osinttechnical) September 30, 2026
The aircraft landed safely in Tabuk. pic.twitter.com/POg0WCN1WS
Passagiere greifen offenbar ein
An Bord des Flydubai-Fluges befanden sich mehr als 180 Menschen, darunter überwiegend Israelis. Während des Fluges kam es nach Angaben von Passagieren zu einem Kampf im Cockpit. Der Copilot soll den Kapitän dabei mit einem Messer verletzt haben. Mehrere Passagiere und weitere Piloten, die sich an Bord befanden, sollen daraufhin eingegriffen haben. Ein Augenzeuge berichtete "Bild" zufolge: "Plötzlich hörte ich einen Kampf. Etwas wie eine Auseinandersetzung kam aus dem Cockpit."
Nach dem Zwischenfall verlor die Boeing deutlich an Höhe. Flugaufzeichnungen zeigen, dass die Maschine innerhalb kurzer Zeit von etwa 34.000 auf rund 17.000 Fuß sank. Die Crew konnte das Flugzeug anschließend wieder stabilisieren.
Notruf löst Alarm aus
Während der dramatischen Minuten setzte die Maschine einen Notrufcode ab, der unter anderem auf eine mögliche unrechtmäßige Einflussnahme auf das Flugzeug hindeutet. Israelische Kampfjets wurden daraufhin gestartet. Die Boeing wurde schließlich nach Tabuk in Saudi Arabien umgeleitet und landete dort sicher. Der Kapitän und der Copilot wurden nach der Landung medizinisch versorgt. Die Passagiere blieben nach bisherigen Angaben unverletzt.
Netanyahu spricht von versuchtem Anschlag
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte, der Copilot habe offenbar versucht, die Maschine zum Absturz zu bringen. Nach seiner Darstellung hätten Passagiere und Besatzungsmitglieder dadurch eine Katastrophe verhindert. Auch Verteidigungsminister Israel Katz wertete den Vorfall als möglichen terroristischen Angriff. Er sprach von einem "dschihadistischen Terroranschlagsversuch" und erklärte, dieser sei nur durch das Eingreifen israelischer Passagiere verhindert worden.
Allerdings waren die Hintergründe zunächst noch nicht abschließend geklärt. Israelische Sicherheitskreise untersuchten neben einem möglichen Terroranschlag auch andere Erklärungen für den Angriff.
Copilot soll aus Oman stammen
Nach israelischen Medienberichten handelt es sich bei dem verdächtigen Copiloten um einen omanischen Staatsbürger. Saudi Arabien nahm ihn nach der Landung zur Befragung fest. Die Ermittlungen sollen nun klären, warum es zu dem Angriff kam und welches Motiv dahinterstand. Die Fluggesellschaft Flydubai bestätigte zunächst lediglich, dass es während des Fluges zu einer "Auseinandersetzung im Cockpit" gekommen sei. Die genauen Umstände werden weiterhin untersucht. Für die Passagiere endete der Zwischenfall schließlich glimpflich. Eine Ersatzmaschine wurde nach Tabuk geschickt, um die gestrandeten Reisenden nach Israel zurückzubringen.
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mlk/news.de
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