Deutschlandticket wird teurer: Millionen Nutzer müssen ab Januar noch tiefer in die Tasche greifen
Das Deutschlandticket wird ab Januar erneut teurer. Statt bisher 63 Euro kostet der bundesweit gültige Fahrschein künftig 66,80 Euro im Monat. Millionen Nutzer müssen damit tiefer in die Tasche greifen.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Der Monatspreis steigt um 3,80 Euro
- Rund 14,5 Millionen Menschen nutzen das Ticket
- Bund und Länder finanzieren das Angebot weiterhin mit Milliardenbeträgen
Für Millionen Fahrgäste wird die Nutzung von Bus und Regionalbahn erneut teurer. Der Preis für das Deutschlandticket steigt zum Jahreswechsel von derzeit 63 auf 66,80 Euro im Monat. Damit müssen Nutzer künftig 3,80 Euro mehr bezahlen. Die Erhöhung entspricht rund sechs Prozent.
Neuer Preis erstmals nach Kostenformel berechnet
Der neue Tarif wurde laut "Bild" vom Koordinierungsrat Deutschlandticket festgelegt. Anders als bei den bisherigen Preisentscheidungen kam erstmals eine Kostenformel zum Einsatz. Dabei werden unter anderem die Entwicklung der Personal, Energie und Betriebskosten berücksichtigt. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, derzeit Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz, erklärte zur neuen Berechnung: "Das ist das Ergebnis der neuen Kostenberechnung."
14,5 Millionen Menschen nutzen das Ticket
Das Deutschlandticket wurde im Mai 2023 als 49 Euro Ticket eingeführt. Seit Januar 2026 kostet es 63 Euro monatlich. Mit dem Fahrschein können Reisende bundesweit Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen sowie Regionalzüge nutzen. Fernzüge wie ICE und IC sind grundsätzlich ausgeschlossen. Nach Angaben der Bundesregierung nutzen derzeit rund 14,5 Millionen Menschen das Angebot. Das entspricht etwa einem Fünftel der Bevölkerung.
Bund und Länder finanzieren weiterhin mit
Die Verkehrsunternehmen können die Kosten des günstigen Einheitstarifs nicht vollständig über die Fahrgeldeinnahmen decken. Deshalb unterstützen Bund und Länder das Deutschlandticket weiterhin mit jeweils 1,5 Milliarden Euro jährlich. Die Finanzierung ist bis 2030 abgesichert. Verkehrsminister Patrick Schnieder hatte bereits im vergangenen Jahr betont, dass der Fortbestand des Tickets trotz der höheren Preise gesichert werden solle. "Die gute Nachricht ist, dass wir endlich eine längerfristige Perspektive haben", sagte er damals mit Blick auf die Finanzierung.
Erneute Preiserhöhung sorgt für Diskussionen
Mit dem neuen Preis summieren sich die monatlichen Kosten für Nutzer auf knapp 802 Euro im Jahr. Seit dem Start des Tickets im Jahr 2023 hat sich der reguläre Preis damit deutlich erhöht. Trotz der höheren Kosten bleibt das Deutschlandticket ein bundesweit einheitliches Angebot für den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr. Die Bundesregierung verweist zudem auf die hohe Zahl der Nutzer und auf die durch das Ticket erreichten Einsparungen beim CO2 Ausstoß.
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mlk/news.de
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