Ferat Koçak: Linke-Politiker gibt Sitz im Innenausschuss wegen Remmo-Kontakten auf
Der Berliner Linke-Politiker Ferat Koçak zieht Konsequenzen aus der Kritik an seinen Kontakten zum Umfeld der Remmo-Familie. Er gibt seinen Sitz im Innenausschuss des Bundestages nun endgültig ab.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Koçak beendet seine Mitarbeit im Innenausschuss
- Zuvor hatte er seine Tätigkeit dort bereits ruhen lassen
- Sein Bundestagsmandat will der Linken Politiker behalten
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Der Linke-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak zieht Konsequenzen aus der Kritik an seinen Kontakten zum Umfeld der Berliner Remmo-Familie. Der Neuköllner Politiker gibt seinen Sitz im Innenausschuss des Bundestages vollständig ab. Zuvor hatte er seine Mitarbeit in dem Gremium bereits vorübergehend ausgesetzt.
Mir ist wichtig, dass Die Linke ihre Arbeit im Innenausschuss des Deutschen Bundestages unbelastet von der Debatte um meine Person fortsetzen kann. Deshalb gebe ich meinen Sitz im Innenausschuss ab. Ich möchte nicht, … 6/9
— Ferat Koçak (@der_neukoellner) September 30, 2026
Koçak will Arbeit der Kollegen nicht belasten
Koçak erklärte seinen endgültigen Rückzug in einer Nachricht auf X. Er begründete den Schritt mit den anhaltenden Diskussionen um seine Person. "Ich möchte nicht, dass meine Kolleginnen und Kollegen und ihre wichtige parlamentarische Arbeit durch Angriffe auf meine Person zusätzlich belastet werden", schrieb der Linken Politiker.
Sein Bundestagsmandat will Koçak nach Angaben mehrerer Medien behalten. Der Rückzug betrifft damit konkret seine Funktion im Innenausschuss und nicht seine gesamte parlamentarische Arbeit.
Chats mit Remmo Sohn lösten Kritik aus
Auslöser der Debatte waren bekannt gewordene Nachrichten zwischen Koçak und Firas Remmo, einem Sohn von Issa Remmo. Koçak hatte eingeräumt, dass der Kontakt ein Fehler gewesen sei, und sich dafür entschuldigt. Nach Bekanntwerden der Chats hatte er zunächst angekündigt, seine parlamentarischen Funktionen ruhen zu lassen.
Besonders kritisch wurde bewertet, dass Koçak seinen Gesprächspartner unter anderem um die Verbreitung eines Videos zu seinen politischen Positionen gebeten hatte. Koçak erklärte nach den Berichten, er habe zum Zeitpunkt des Austauschs nicht gewusst, mit wem er kommuniziere.
Linke wollte zunächst Transparenz abwarten
Die Linksfraktion hatte nach dem Bekanntwerden der Kontakte zunächst auf eine vollständige Aufklärung gesetzt. Co-Fraktionschef Sören Pellmann erklärte damals laut "ZDF heute": "Ferat Koçak hat uns mitgeteilt, dass er sich bis auf Weiteres, bis volle Transparenz hergestellt ist, zurückziehen wird." Nun geht Koçak einen Schritt weiter und gibt seinen Sitz im Innenausschuss dauerhaft ab. Welche Person seinen Platz übernimmt, war zunächst nicht bekannt.
Debatte über Berliner Linke hält an
Der Fall fällt in eine politisch schwierige Phase für die Berliner Linke. Nach ihrem Erfolg bei der Abgeordnetenhauswahl steht die Partei wegen verschiedener Kontroversen unter besonderer Beobachtung. Neben den Vorwürfen rund um Koçak geht es unter anderem um den Umgang mit Antisemitismus und um die Anwesenheit von Personen aus umstrittenen politischen und gesellschaftlichen Milieus bei einer Wahlparty.
Koçaks Rückzug dürfte die Debatte über den Umgang der Partei mit den Vorwürfen jedoch nicht beenden. Die Linke hatte angekündigt, die Vorgänge intern weiter aufzuarbeiten.
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mlk/news.de
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