Von Benedikt von Imhoff, dpa - Uhr

Queen Elizabeth II.: Große Hoffnungen für 2022! Erfüllen sich diese Royals-Wünsche?

Nach dem Tod von Prinz Philip und Megxit-Ärger mit Meghan Markle und Prinz Harry hoffen die britischen Royals auf ein freudiges Jahr 2022. Die Vorzeichen stehen eigentlich gut, doch es hängen düstere Schatten über dem Palast.

Queen Elizabeth II. steht 2022 ein großes Jubiläum ins Haus: Die Monarchin feiert 70 Jahre Regentschaft. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Jacob King

Queen Elizabeth II. (95) hat allen Grund, dem neuen Jahr fröhlich gestimmt entgegenzublicken. 2022 wird die britische Königin seit sagenhaften 70 Jahren auf dem Thron. Geplant sind große Feierlichkeiten zum "Platinum Jubilee", sogar einen einmaligen Feiertag bekommen die Briten zu diesem Anlass spendiert. Hinzu kommt ein runder Geburtstag - Schwieger-Enkelin Herzogin Kate wird 40. Der königlichen Familie winkt ein "annus mirabilis", ein wunderbares Jahr. Dies soll das "annus horribilis" 2021, das Schreckensjahr, möglichst vergessen lassen.

Royale Vorfreude auf 2022: Kommt nach dem Horror-Jahr die große Versöhnung?

Der Tod ihres Ehemanns Prinz Philip kurz vor dessen 100. Geburtstag hat die Queen schwer getroffen. Der ewige Streit um den ausgewanderten Enkel Prinz Harry (37) und seine Ehefrau Herzogin Meghan (40) belastet die Familienbande enorm. 2022 könnte im Zeichen der Versöhnung stehen, so schreiben es jedenfalls die britischen Boulevardblätter - und so sehnt es die von Corona und Brexit erschöpfte Bevölkerung herbei. Prinz Harry und Meghan Markle sollen zu den zentralen Feierlichkeiten des Platin-Jubiläums eingeladen sein.

FOTOS: Queen Elizabeth II. Keiner ist so stilvoll wie die Queen
zurück Weiter Queen Elizabeth II. tritt nie ohne ein wichtiges Accessoire aus dem Haus: ihren Lippenstift. In Kombination mit ihrem strahlenden royalen Lächeln kommt die korallene Lippenfarbe besonders gut zur Geltung. (Foto) Foto: Philip Toscano / dpa Kamera

Zoff um Prinz Andrew geht 2022 weiter: Epstein-Opfer zerrt Herzog von York vor Gericht

Doch längst ist nicht alles eitel Sonnenschein im Hause Windsor. Der Hauptgrund ist Prinz Andrew, zweitältester Sohn der Queen. Seit mehr als zwei Jahren gilt der 61-Jährige als "enfant terrible" des Königshauses und lässt sich kaum noch in der Öffentlichkeit blicken. Denn Andrew ist tief in den Missbrauchsskandal um den verurteilten und mittlerweile gestorbenen US-Millionär Jeffrey Epstein verwickelt, der zahlreiche minderjährige Frauen sexuell missbraucht und an andere Männer weitergegeben haben soll.

Immer wieder fällt der Name Andrew, der einst mit Epstein befreundet war. Die US-Amerikanerin Virginia Giuffre verlangt Schadenersatz von dem Prinzen, weil er sie als 17-Jährige mehrfach missbraucht haben soll. Der Herzog von York weist die Vorwürfe zurück, doch in New York geht der Fall vor Gericht: Das Hauptverfahren könnte im Herbst 2022 beginnen, wie der zuständige Richter Anfang November sagte.

Queen Elizabeth II. stärkt Prinz Andrew den Rücken - und lässt gegen Herzogin Meghan ermitteln

Doch auf seine Mutter kann Prinz Andrew allen Eskapaden zum Trotz zählen. Demonstrativ verbrachte er Wochen an ihrer Seite auf dem königlichen schottischen Landsitz Balmoral, in einem tragikomischen Versuch, die Zustellung der Klage aus den USA zu verhindern. Auch die britischen Medien, die regelmäßig vom Hof mit Informationen gefüttert werden, wissen von keinem bösen Wort der Queen. Dieser Rückhalt bietet aber auch Anlass für Kritik: Denn die schweren Vorwürfe gegen Andrew werden bisher nicht vom Königshaus untersucht. Als anonyme Quellen in der "Times" Mobbingvorwürfe gegen Herzogin Meghan erhoben, ließ der Palast hingegen sofort ermitteln.

Wie lange schwelt der Streit zwischen Prinz Harry und Prinz William weiter?

Und damit zum nächsten Unruheherd: Der Streit um Prinz Harry und Herzogin Meghan ist beileibe noch nicht ausgestanden. Harrys Beziehung zu seinem älteren Bruder Prinz William (39) sowie zu Vater Prinz Charles (73) gilt als äußerst angespannt. Die Rassismusvorwürfe und Anschuldigungen von Harry und Meghan, der Palast habe sich nicht um die suizidale und überforderte Herzogin gekümmert, hängen noch immer als dunkle Wolke über dem Palast. Direkte Angriffe gegen Charles folgten.

Kann Baby Lilibet die zerstrittenen Royals versöhnen?

Noch immer haben weder Urgroßmutter Elizabeth noch Opa Charles die im Juni geborene Tochter Lilibet kennengelernt. Die junge Familie lebt mit Lilibets älterem Bruder Archie in den USA, die Pandemie verhinderte bisher einen Familienurlaub in der alten Heimat. Immerhin: Dass das Paar sein zweites Kind nach dem familieninternen Spitznamen der Queen benannte, gilt als Friedensgeste. Nun warten die Briten gespannt, ob das Mädchen denn auch in Gegenwart der Königin getauft wird. Das wäre nur in Großbritannien möglich.

Sorge um Queen Elizabeth II.: Wie geht es der Monarchin vor dem großen Thronjubiläum?

Damit zum dritten Thema, das das Jubiläumsjahr zu überschatten droht. Wie es der Queen tatsächlich geht, ist weitestgehend unklar. Mittlerweile ist die Monarchin 95 Jahre alt, und langsam machen sich Sorgen um die Gesundheit des Staatsoberhaupts breit. Zwar zeigen Fotos der wenigen persönlichen Audienzen die Queen stets lächelnd und aufrecht, sie wirkt äußerst rüstig. Doch Auftritte vor TV-Kameras oder sogar vor der Öffentlichkeit gab es längere Zeit nicht.

Erst zeigte sich Queen Elizabeth II.ohne akute medizinische Gründe mit Gehstock, das gab es noch nie. Dann verbrachte sie sogar eine Nacht im Krankenhaus, angeblich aus praktischen Gründen. Mehrere Reisen wurden abgesagt, ihre Ärzte verordneten Ihrer Majestät wochenlang Ruhe. Doch dann musste sie auch einen der wichtigsten Termine im royalen Kalender streichen, die traditionelle Gedenkfeier in Erinnerung an die gefallenen Weltkriegssoldaten.

Zuletzt gab es hoffnungsvolle Berichte: Die Queen habe ihrer Familie mitgeteilt, dass sie wie gehabt das gemeinsame Weihnachtsfest ausrichten werde. Die Royals wollen dafür auf ihrem ostenglischen Landsitz Sandringham zusammenkommen - so lauteten jedenfalls die Pläne, bevor die Queen ein vorweihnachtliches Essen im erweiterten Familienkreis kurzerhand absagen ließ.

Queen Elizabeth II. schont sich zu Jahresbeginn

Doch ansonsten startet die Königin aktuellen Plänen zufolge äußerst ruhig ins neue Jahr - die Ratschläge ihrer Leibärzte, sich möglichst viel Ruhe zu gönnen und Kraft zu schöpfen für das bevorstehende Thronjubiläum, scheint sich Queen Elizabeth II. geflissentlich zu Herzen zu nehmen. Erst im Februar, so ist zu hören, wolle sie wieder Termine wahrnehmen.

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loc/news.de/dpa