Wladimir Putin: Putin setzt auf Zerstörung - "General Armageddon" soll Kiew lahmlegen

Wladimir Putin will Kiew lahmlegen! Jetzt soll "General Armageddon" die Zerstörung wichtiger Brücken planen. Droht der ukrainischen Hauptstadt ein folgenschwerer Schlag? Der Kreml setzt offenbar auf eine neue Eskalation im Ukraine-Krieg.

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Ukraine-Krieg aktuell: Putin setzt offenbar auf Zerstörung von Kiews Brücken. (Foto) Suche
Ukraine-Krieg aktuell: Putin setzt offenbar auf Zerstörung von Kiews Brücken. Bild: picture alliance/dpa/AP | Pavel Bednyakov

Wladimir Putin hat offenbar General Sergei Surovikin damit beauftragt, die Brücken über den Dnipro in Kiew zu zerstören. Das Ziel: die ukrainische Hauptstadt soll lahmgelegt werden. Das berichtet der "Telegraph".

Putin beauftragt "General Armageddon" mit Zerstörung der Kiewer Brücken

Surovikin trägt nicht ohne Grund den Beinamen "General Armageddon". Der russischeMilitärangehörige, den Putin erst vor wenigen Tagen aus der Versenkung zurückgeholt hatte, war bereits zuvor für die Koordination großangelegter Angriffe auf zivile Infrastruktur in der Ukraine verantwortlich. Nun wird er erneut in die Operationsplanung eingebunden. 

Der Schritt des Kremls kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Russlands Streitkräfte an der Front mit erheblichen Schwierigkeiten kämpfen. Statt militärischer Durchbrüche im Donbas setzt Moskau offenbar zunehmend auf die systematische Zerstörung städtischer Lebensadern – mit Kiew als zentralem Ziel.

Ukraine-Krieg: Donbas-Offensive bleibt hinter Erwartungen zurück

Der Hintergrund für diesen strategischen Schwenk: Russlands monatelange Offensive im Donbas hat die vom Kreml erhofften Ergebnisse schlicht nicht geliefert. Sowohl im Raum Pokrowsk als auch bei Lyman leisten die ukrainischen Streitkräfte hartnäckigen Widerstand – und fügen der russischen Armee dabei erhebliche Verluste zu.

Hinzu kommt ein wachsendes Personalproblem. Moskau fällt es zunehmend schwer, genügend freiwillige Vertragssoldaten anzuwerben, um die Ausfälle an der Front zu kompensieren. Die Rekrutierungslage verschärft sich offenbar zusehends.

Angesichts dieser doppelten Krise – militärisches Stocken und schrumpfende Reserven – scheint Putin nach alternativen Wegen zu suchen, um das Blatt zu wenden. Die Antwort des Kremls: Bleibt der Durchbruch an der Front aus, soll der Druck auf die Städte verlagert werden.

Zermürbungstaktik statt Frontdurchbruch - so will Putin die Ukraine in die Knie zwingen

Die Strategie dahinter geht über bloße Zerstörung hinaus. Dem "Telegraph" zufolge verfolgt der Kreml mit den anhaltenden Angriffen auf zivile Infrastruktur ein kalkuliertes Ziel: Die ukrainische Bevölkerung soll durch Dauerbeschuss erschöpft und demoralisiert werden. Der daraus resultierende Druck soll sich letztlich gegen die eigene Regierung in Kiew richten – und diese zu Verhandlungen über ein Kriegsende zwingen.

Surovikins erneute Einbindung in die Operationsplanung unterstreicht diesen Kurs. Der General war bereits in früheren Kriegsphasen das Gesicht einer Strategie, die gezielt auf die Lebensgrundlagen der Zivilbevölkerung abzielte. Dass Putin ausgerechnet jetzt wieder auf ihn setzt, verdeutlicht: Moskau betrachtet die systematische Attacke auf Städte nicht als Nebenkriegsschauplatz, sondern als zentrales Druckmittel.

Schwache Luftabwehr der Ukraine als Einfallstor

Dabei könnte Russland gezielt eine Achillesferse der ukrainischen Verteidigung ins Visier nehmen. Denn die Kapazitäten der ukrainischen Flugabwehr sind begrenzt – und Moskau dürfte seine Angriffstaktiken entsprechend anpassen, um genau diese Lücken auszunutzen.

Der "Telegraph" betont deshalb die Dringlichkeit westlicher Unterstützung. Die Verbündeten der Ukraine müssten ihre Lieferungen von Raketen, Radarsystemen, Drohnen und elektronischen Kampfsystemen deutlich aufstocken, um der wachsenden Bedrohung durch russische Infrastrukturangriffe etwas entgegenzusetzen.

Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob Surovikins Rückkehr in die Operationsplanung tatsächlich eine neue Eskalationsstufe im russischen Luftkrieg gegen ukrainische Städte einläutet – und ob der Westen schnell genug reagiert, um Kiews Verteidigungsfähigkeit zu stärken.

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