Wladimir Putin: Russland unter Druck - Putin holt "General Armageddon" zurück

Wladimir Putin holt offenbar seinen "General Armageddon" aus der Versenkung zurück. Nach Jahren im Abseits soll Sergei Surowikin wieder in Moskau sein – und könnte schon bald eine neue Rolle im Ukraine-Krieg übernehmen.

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Nach zahlreichen Rückschlägen im Ukraine-Krieg holt Wladimir Putin nun offenbar seinen gefürchteten "General Armageddon" zurück. (Foto) Suche
Nach zahlreichen Rückschlägen im Ukraine-Krieg holt Wladimir Putin nun offenbar seinen gefürchteten "General Armageddon" zurück. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Mikhail Metzel
  • Putin holt offenbar gefürchteten "General Armageddon" zurück
  • Sergei Surowikin soll aus seinem Einsatz in Afrika nach Moskau zurückgekehrt sein
  • Nach dem Wagner-Aufstand 2023 war der General ins Abseits geraten
  • Nun wird über einen neuen Einsatz an der Ukraine-Front spekuliert

Der als "General Armageddon" berüchtigte russische Militärkommandeur Sergei Surowikin ist nach Jahren im afrikanischen Exil offenbar nach Moskau zurückgekehrt. Der 59-Jährige war nach dem gescheiterten Wagner-Putschversuch im Sommer 2023 in Ungnade gefallen, weil der Kreml ihn verdächtigte, in die Meuterei des Söldnerführers Jewgeni Prigoschin verwickelt gewesen zu sein. Prigoschin kam später bei einem verdächtigen Flugzeugabsturz ums Leben.

Putin holt seinen "General Armageddon" aus der Versenkung zurück

Als Strafe wurde Surowikin nach Nordafrika versetzt, wo er russische Militäroperationen beaufsichtigte. Nun deutet alles darauf hin, dass Wladimir Putin den als rücksichtslos geltenden Feldherrn rehabilitiert – offenbar als Reaktion auf zunehmende Rückschläge an der Front und einen dramatischen Anstieg ziviler Opfer in der Ukraine. Wie "The Sun" berichtet, soll Surowikin erneut im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt werden.

Warum Surowikin als "General Armageddon" gefürchtet wird

Surowikin erwarb sich seinen düsteren Beinamen durch sein skrupelloses Vorgehen in den Kriegen in Syrien und Tschetschenien. Er gilt als wagemutiger Stratege, zugleich aber als einer der brutalsten Befehlshaber der russischen Streitkräfte. Berichten zufolge diskutierte er 2022 den möglichen Einsatz taktischer Atomwaffen.

Von Oktober 2022 bis Januar 2023 leitete er die gesamte russische Kriegsführung in der Ukraine. Dann entzog ihm Putin das Kommando – der Kreml hatte das Vertrauen in ihn verloren, weil er im Verdacht stand, in die geplante Meuterei Prigoschins verstrickt zu sein. Seitdem wartete der 59-Jährige in Nordafrika auf eine mögliche Rehabilitierung.

Wohin könnte Surowikin geschickt werden?

Über den konkreten Einsatz des zurückgekehrten Generals wird bereits intensiv spekuliert. Eine Möglichkeit wäre, dass er die Eroberung der ukrainischen Festungsstädte Slowjansk und Kramatorsk vorantreiben soll – Gebiete, in denen Russlands Truppen zuletzt an Boden verloren haben. Andere Beobachter halten eine neue Offensive auf Kiew überdie Region Tschernihiw für denkbar.

Der russische Militärkommentator Oberst Viktor Baranez bestätigte Surowikins Rückkehr nach Moskau und betonte: "Solche Generäle liegen nicht auf dem Sofa herum. Russland und seine Armee brauchen solche Generäle." Im Kreml und im Verteidigungsministerium werde intensiv darüber nachgedacht, wie man Surowikin – "einen harten, entschlossenen und mächtigen Militärkommandeur" – in die aktuelle Lage auf dem Schlachtfeld einbinden könne.

"General Armageddon" zurück in Moskau – was hat Putin wirklich mit Sergei Surowikin vor? (Foto) Suche
"General Armageddon" zurück in Moskau – was hat Putin wirklich mit Sergei Surowikin vor? Bild: picture alliance / Pavel Golovkin/AP/dpa | Pavel Golovkin

Russland verschärft Angriffe auf die ukrainische Zivilbevölkerung

Die mögliche Rückkehr von Putin "General Armageddon" fällt in eine Phase, in der die Gewalt gegen die ukrainische Zivilbevölkerung drastisch zunimmt. Laut dem UN-Menschenrechtsbüro wurden in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 insgesamt 15.280 Zivilisten getötet oder verletzt. Das entspricht einem Durchschnitt von mehr als 400 zivilen Opfern pro Woche – ein Anstieg um 55 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025.

Hinter den Zahlen steht offenbar eine bewusste Strategie des Kremls. Wo seine Armee nur langsam vorankommt, sollen Raketen und Drohnen den Gegner zermürben.

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