Dmitri Medwedew: Medwedew droht "Eurobastarden" - und fordert radikale Vergeltung

Dmitri Medwedew teilt brutal gegen Europa aus! Putins Vertrauter beschimpft europäische Politiker als "Krüppel" und "Elende", fordert die Enteignung westlicher Firmen und droht mit militärischer Abschreckung.

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Neue Drohung aus Moskau: Medwedew will westliche Konzerne enteignen. (Foto) Suche
Neue Drohung aus Moskau: Medwedew will westliche Konzerne enteignen. Bild: picture alliance/dpa/Lehtikuva | Jussi Nukari
  • Medwedew beschimpft Europa und wirft dem Westen Krieg gegen Russland vor
  • Putin-Vertrauter fordert die entschädigungslose Enteignung westlicher Firmen
  • Neue US-Sanktionen erhöhen den Druck auf Russland und seine Ölexporte

Dmitri Medwedew, ehemaliger russischer Präsident und enger Vertrauter Wladimir Putins, hat in einer Telegram-Tirade schwere Geschütze gegen Europa aufgefahren. Der heutige Vizechef des russischen Sicherheitsrats bezeichnete europäische Staatenlenker als "Krüppel" und "Elende" und warf ihnen vor, einen "direkten Krieg gegen Russland" zu führen.

Dmitri Medwedew teilt in Wut-Tirade gegen Europa aus

Konkret beschuldigte Medwedew die europäischen Staaten, Moskaus Gegner mit allem Erdenklichen zu versorgen – von Raketen über Geheimdienstinformationen bis hin zu direkter Finanzierung. Die umfassenden Wirtschaftssanktionen hätten die Interessen von Millionen russischer Bürger getroffen, etwa durch die Sperrung von Kreditkarten und das Kappen kultureller Verbindungen.

Gleichzeitig empörte sich Medwedew dem britischen "Express" zufolge darüber, dass europäische Regierungen ihre eigenen Unternehmen in Russland als unantastbar betrachteten. Bereits die vorübergehende staatliche Verwaltung ausländischer Firmenwerte per Präsidentenerlass habe "eine Welle der Panik unter europäischen Regierungen" ausgelöst.

Medwedew will ausländische Unternehmen nach sowjetischem Vorbild entschädigungslos enteignen

Doch Medwedew, der zuletzt auch Deutschland mit direkten Angriffen gedroht hatte, beließ es nicht bei verbalen Attacken – er formulierte eine unmissverständliche Forderung. Russland solle über die bloße Zwangsverwaltung ausländischer Vermögenswerte hinausgehen und sich an den "ersten Akten der Sowjetmacht" orientieren. Damals seien "ausländische Fabriken und Werke zwangsweise und unentgeltlich beschlagnahmt und in Staatseigentum überführt" worden, erinnerte er auf Telegram.

Als Beispiele für betroffene Unternehmen nannte er ausdrücklich den Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé und die französische Einzelhandelskette Auchan, die Russland "anständige Gewinne" eingebracht hätten. Dass jemals etwas zurückgegeben worden sei, habe es nicht gegeben, so Medwedew weiter. Seine Begründung für die Radikalforderung: Die "Eurobastarde" verstünden – wie schon vor hundert Jahren – "nur rohe Gewalt".

Washington dreht Russland den Ölhahn zu

Parallel zu Medwedews Eskalation verschärfen auch die USA ihren wirtschaftlichen Kurs gegenüber Moskau. Neue Sanktionen richten sich gezielt gegen russische Regierungsvertreter, Finanzinstitute sowie die sogenannte "Schattenflotte" – jene Tanker, mit denen Russland trotz bestehender Strafmaßnahmen weiterhin Öl auf den Weltmarkt bringt.

Besonders brisant: Die Gesetzgebung stattet Präsident Donald Trump mit der Befugnis aus, Zölle von bis zu 100 Prozent gegen Staaten zu verhängen, die in großem Stil russisches Öl und Gas beziehen. Im Fadenkreuz stehen dabei vor allem China und Indien als größte Abnehmer russischer Energielieferungen.

Ziel der Maßnahmen ist es, den ökonomischen Druck auf den Kreml massiv zu erhöhen und Moskau an den Verhandlungstisch zu zwingen.

Nach US-Sanktionen: Medwedewdroht den USA mit militärischer Antwort

Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus hat Trump versucht, Putins diplomatische Isolation im mittlerweile seit mehr als viereinhalb Jahren andauernten Ukraine-Konflikt aufzubrechen und Gespräche zur Beendigung des Krieges voranzutreiben. Die neuen Sanktionen sollen dabei als wirtschaftlicher Hebel dienen, um Moskau zu Zugeständnissen zu bewegen.

Medwedew hingegen sieht in den westlichen Maßnahmen das genaue Gegenteil von Verhandlungsbereitschaft. In einem Nachsatz seiner Telegram-Botschaft machte er deutlich, dass auch die USA "nur die Sprache direkter militärischer Abschreckung" verstünden. Dies sei die angemessene Antwort auf "russophobe Abscheulichkeiten wie den Dead Terrorist Graham Act" – ein Gesetz, das offenbar den Rahmen für die verschärften Sanktionsbefugnisse bildet.

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/news.de/stg

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