Wladimir Putin: Bären-Attacken außer Kontrolle - jetzt muss Putin gegen die Bestien vorgehen

Wladimir Putin kämpft gegen die Ukraine – und plötzlich droht im eigenen Land eine ganz andere Gefahr: Immer mehr Bären sorgen für tödlichen Wirbel. Jetzt muss Putin gegen die Raubtiere vorgehen.

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Tödliche Bären-Attacken eskalieren – Putin plant radikale Maßnahmen. (Foto) Suche
Tödliche Bären-Attacken eskalieren – Putin plant radikale Maßnahmen. Bild: picture alliance/dpa/Sputnik Kremlin Pool via AP | Mikhail Metzel
  • Putin kämpft gegen Bärenplage in Russland
  • Seit dem Frühjahr häufen sich tödliche Bärenangriffe in Russland
  • Moskau prüft neue Regeln für Jagd, Bestandskontrolle und regionale Behörden

Russlands Präsident Wladimir Putin führt Krieg gegen die Ukraine – doch im eigenen Land wächst eine ganz andere Bedrohung: Immer mehr Bären geraten mit Menschen aneinander. Laut einem "AOL"-Bericht sind seit dem Frühjahr mindestens 22 Menschen bei Bärenangriffen in Russland ums Leben gekommen. Nun will der Kreml gegen die wachsende Population vorgehen.

Bären-Alarm in Russland – jetzt muss Putin gegen die Raubtiere vorgehen

Der jüngste Fall ereignete sich auf Kamtschatka im russischen Fernen Osten. Ein 23-jähriger Mann war zum Beerensammeln unterwegs, als ein Bär ihn angriff und tötete. Der Mann hatte zuvor noch mit Bekannten telefoniert und von dem Tier berichtet.

Kurz zuvor war eine Frau in Sibirien in ihrem eigenen Garten von einem Bären angegriffen und getötet worden. Besonders dramatisch ist die Lage in der Region Krasnojarsk: Dort starben allein im September sieben Menschen bei Bärenattacken. Gegen die örtlichen Behörden läuft deshalb eine Untersuchung wegen möglicher Fahrlässigkeit.

Kreml plant Maßnahmen gegen die Bären

Die russische Regierung sieht inzwischen Handlungsbedarf. Vize-Premierminister Dmitri Patruschew erklärte: "Es ist klar, dass mit dem Wachstum der Population auch die Zahl der Probleme zunimmt. Es braucht systemische Maßnahmen, um ein sicheres Zusammenleben von Mensch und Tier zu gewährleisten und das nötige Gleichgewicht zu wahren."

Geplant sind unter anderem eine mögliche Aufhebung bestehender Jagdquoten für Braunbären, regionale Obergrenzen für die Population und mehr Befugnisse für lokale Behörden. Auch zusätzliche finanzielle Mittel für besonders betroffene Regionen sollen geprüft werden.

Rund 308.000 Braunbären leben in Russland

Die Dimension des Problems zeigt ein Blick auf die Population: Nach Angaben des russischen Umweltministeriums leben inzwischen rund 308.000 Braunbären im Land – mehr als doppelt so viele wie 1990. Als einen Faktor nennen Experten kürzere und mildere Winter.

Hinzu kommt in diesem Jahr ein Mangel an Nahrung. Ein frühes und trockenes Frühjahr habe dazu geführt, dass im September weniger Beeren verfügbar waren. Die Bären mussten deshalb größere Gebiete nach Nahrung absuchen und kamen dabei häufiger mit Menschen in Kontakt. Auch offen herumliegende Lebensmittelabfälle locken die Tiere an.

Mehr als die Hälfte aller Braunbären weltweit lebt in Russland

Während Moskau seinen Krieg gegen die Ukraine weiterführt, wächst im eigenen Land eine ganz andere Bedrohung: die zunehmende Zahl gefährlicher Bärenkontakte. Russland ist der wichtigste Lebensraum für Braunbären weltweit. Mehr als die Hälfte der globalen Population lebt in den Wäldern, in Sibirien und im Fernen Osten. Mit der wachsenden Zahl der Tiere verschärft sich auch der Konflikt zwischen Mensch und Bär.

Das Umweltministerium betont allerdings, die Zahl der Bärenangriffe liege landesweit weiterhin ungefähr im Bereich von 20 bis 30 Fällen pro Jahr. Die aktuelle Häufung erscheine durch soziale Medien und Smartphones lediglich besonders sichtbar.

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/fka/news.de

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