Neue Putin-Gefahr für Europa?: Ex-Google-Chef warnt vor Angriff auf Nato-Staaten
Eric Schmidt schlägt in München Alarm. Der Ex-Google-Chef warnt vor einem möglichen russischen Angriff auf Nato-Staaten – und sieht Europa bei Verteidigung und Technologie unter Druck.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Ex-Google-Chef Eric Schmidt warnt vor einem möglichen russischen Angriff auf NATO-Staaten
- Besonders das Baltikum bereitet dem Tech-Milliardär Sorgen
- Gleichzeitig sieht Schmidt in KI eine große Chance für Deutschlands Wirtschaft
Ex-Google-Chef Eric Schmidt schlägt Alarm! Auf der Gründerkonferenz Bits & Pretzels in München warnte der 71-Jährige eindringlich vor Russland. Sollte Moskau weiter an Stärke gewinnen, könnte Putin irgendwann Nato-Staaten ins Visier nehmen, so seine Befürchtung. Als besonders gefährdet nennt Schmidt das Baltikum. Damit steht er mit seiner Warnung nicht allein: Bereits zuvor hatte der dänische Geheimdienst vor einem möglichen russischen Angriff auf die Nato gewarnt.
Ex-Google-Chef Eric Schmidt warnt Europa vor Russland
"Ich mache mir sehr, sehr große Sorgen um Europa", sagte Schmidt am Mittwoch auf der Münchner Gründerkonferenz, wie "Bild" berichtet. Seine Befürchtung: Je stärker Russland werde, desto wahrscheinlicher sei ein Angriff auf ein Nato-Land – "am offensichtlichsten im Baltikum". Zugleich hält er die europäischen Streitkräfte für zu klein und begrüßt höhere Verteidigungsausgaben.
Auch der Krieg in der Ukraine ist für den Tech-Veteranen ein Warnsignal. "Die Ukraine ist der Test für Europa. Es geht darum, ob ihr bereit seid, für die Freiheit zu kämpfen", sagte Schmidt. Entscheidend sei künftig zudem die Geschwindigkeit moderner Kriegsführung. Russland habe beim Hochskalieren neuer Technologien deutlich aufgeholt: "Russlands Geschwindigkeit hat zugenommen."
Ex-Google-Chef warnt vor KI-Risiken
Nicht nur Russland bereitet Schmidt Sorgen. Auch bei Künstlicher Intelligenz sieht er enorme Risiken. "Diese Technologie ist enorm, enorm mächtig", erklärte er mit Blick auf Warnungen von Bill Gates.
Eine Grenze sieht Schmidt dann erreicht, wenn KI-Systeme selbstständig lernen und "ihre eigene Evolution planen". Dann könnten Menschen möglicherweise nicht mehr vollständig nachvollziehen, was die Systeme tun. Eine Verlangsamung der KI-Entwicklung hält er allerdings für schwer kontrollierbar.
Schmidt: Deutschland hat ein Software-Problem
Für Deutschland sieht der ehemalige Google-Chef trotz aller Warnungen große Chancen. Seine Diagnose fällt allerdings deutlich aus: "Wenn ich das Klischee über Deutschland bemühen darf: Ihr produziert Unglaubliches, aber eure Software hinkt hinterher. Das ist das Klischee. KI kann eure Softwareprobleme lösen. Sie schreibt die Software für euch."
Europa braucht eigene KI-Technologie
Gleichzeitig fordert der Ex-Google-Chef mehr technologische Eigenständigkeit. Europa brauche eigene KI-Modelle und dürfe sich bei sensiblen staatlichen Systemen nicht vollständig von US-Technologie abhängig machen.
Deutschland verfüge zwar über hervorragende Wissenschaftler und Entwickler. Doch ein zersplitterter europäischer Markt, vergleichsweise schwach ausgestattete Universitäten und hohe Energiekosten erschwerten den technologischen Aufstieg. Für Schmidt ist damit klar: Europas Zukunft entscheidet sich nicht nur auf dem Schlachtfeld, sondern auch im Kampf um KI und technologische Souveränität.
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sba/ife/news.de/stg
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