Wladimir Putin unter Druck?: Atom-Alarm im Baltikum – Putin droht neue Eskalation mit der Nato

Atom-Alarm an Russlands Grenze! Litauen will sein Verbot für Atomwaffen kippen – der Kreml reagiert mit einer scharfen Warnung. Droht nun die nächste Eskalationsstufe?

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Wladimir Putin dürften die jüngsten militärischen Entwicklungen an Russlands Grenze ganz und gar nicht gefallen. (Foto) Suche
Wladimir Putin dürften die jüngsten militärischen Entwicklungen an Russlands Grenze ganz und gar nicht gefallen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Alexander Kazakov
  • Litauen will Atomwaffen-Verbot kippen - und provoziert damit Russland
  • Putin droht neue Eskalation mit der Nato
  • Kreml-Sprecher Dmitri Peskowdroht mit Konsequenzen

Die Spannungen zwischen Russland und der Nato verschärfen sich weiter. Litauen hat im Parlament den ersten Schritt gemacht, um das bislang geltende Verbot für die Stationierung von Atomwaffen auf seinem Staatsgebiet aufzuheben. Der Kreml reagiert alarmiert. Sprecher Dmitri Peskow wertet die Entwicklung als weitere Eskalation.

Putin unter Druck? Litauen will Atomwaffen-Verbot kippen

Das litauische Parlament stimmte am 6. Oktober zunächst dafür, die Verfassungsregelung zu streichen, die Atomwaffen und ausländische Militärbasen im Land bislang untersagt. Für die Änderung ist noch eine weitere Abstimmung erforderlich.

Kreml-SprecherPeskowwarnt vor "erheblicher Eskalation"

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow reagierte scharf, wie "Newsweek" berichtet. Die Annäherung von US- und Nato-Militärinfrastruktur an die russische Grenze könne "nicht anders wahrgenommen werden als ein Schritt zur Verschärfung der Spannungen". Für Moskau gelte das ebenso für die Stationierung von Atomwaffen in einem Nachbarstaat. Dies werde "noch eine erhebliche Eskalation der Spannungen" darstellen. Zuvor hatte bereits der dänische Geheimdienst vor möglichen Angriffen Putins auf Nato-Staaten gewarnt.

Litauen investiert massiv in die Verteidigung

Parallel rüstet Litauen seine Streitkräfte massiv auf. Für 2026 sind 5,38 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung vorgesehen. Damit gehört das Land zu den Nato-Staaten mit den höchsten Verteidigungsausgaben.

Zudem sind rund 1.000 US-Soldaten auf Rotationsbasis in Litauen stationiert. Präsident Donald Trump erklärte zuletzt, er wolle einen möglichen permanenten US-Stützpunkt prüfen. Vilnius signalisierte seinerseits, die Kosten dafür übernehmen zu wollen.

Drohnen-Zwischenfälle verschärfen die Lage zwischen Russland und der Nato

Die Nervosität im Baltikum wächst zusätzlich. Im September drang eine Drohne aus Richtung Belarus in den litauischen Luftraum ein und wurde von italienischen Nato-Eurofightern abgeschossen.

Moskaus düstere Warnung an alle, die Kaliningrad ins Visier nehmen

Auch Kaliningrad bleibt ein zentraler Streitpunkt. Die russische Botschaft in London warnte zuletzt: Wer eine Blockade oder einen Angriff auf die Exklave plane, "sollte sich keine Illusionen über die Konsequenzen machen". Russland drohte für einen Nato-Angriff auf sein Territorium ausdrücklich mit einer Reaktion unter Einsatz aller verfügbaren Mittel, einschließlich Atomwaffen.

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/gom/news.de/stg

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