Ukraine-Krieg aktuell: Ukrainische Drohnen erschüttern Russland – Explosionen und Verletzte gemeldet
Ukrainische Drohnen sollen ein wichtiges russisches Rüstungswerk in Serpuchow getroffen haben. Explosionen, Brände und Verletzte werden gemeldet. Gleichzeitig wächst der Druck auf Selenskyj, einem Friedensabkommen zuzustimmen.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- In Serpuchow wurden Explosionen und ein Brand gemeldet
- Auch aus Woronowskoje und Lipezk gibt es Berichte über Verletzte
- Trump erhöht den Druck auf Selenskyj, während neue Verhandlungen im Raum stehen
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Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine verschärft sich weiter. In der Nacht zum 22. Oktober soll eine ukrainische Drohnenoffensive eine wichtige russische Militäreinrichtung in Serpuchow getroffen haben. Während aus der Region Moskau Explosionen und Brände gemeldet wurden, laufen parallel diplomatische Bemühungen um eine Beendigung des Konflikts. Doch die politischen Spannungen nehmen weiter zu.
Drohnenangriff auf Waffenarsenal in Serpuchow
Nach Berichten des ukrainischen Nachrichtenportals "Kyiv Independent" richtete sich der Angriff gegen eine bedeutende russische Einrichtung für Waffen und Munition. Im Fokus stand demnach das 75. Arsenal in Serpuchow, wo militärisches Gerät gelagert und instand gesetzt wird. Dazu zählen laut den vorliegenden Angaben auch Artilleriesysteme und Luftverteidigungstechnik. Die Anlage steht im Zusammenhang mit dem russischen Militärapparat und ist von westlichen Sanktionen betroffen. Wie groß der tatsächlich entstandene Schaden ist, lässt sich bislang nicht unabhängig bestätigen.
Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin erklärte laut "Express" unterdessen, dass zahlreiche Drohnen auf dem Weg in die Region abgefangen worden seien. Er sprach von insgesamt 630 Drohnen, die in Richtung der Region geschickt worden seien. Nach seinen Angaben wurden auch 163 Fluggeräte im Anflug auf Moskau zerstört. Zwei Menschen sollen in der Siedlung Woronowskoje Verletzungen erlitten haben. Eine abschließende Bestätigung der Angaben durch unabhängige Stellen lag zunächst nicht vor.
Weitere Angriffe und zivile Opfer
Auch aus der russischen Stadt Lipezk wurden Explosionen und Schäden gemeldet. Berichten zufolge wurde dort ein Wohngebäude getroffen. Ein Mann soll durch herabfallende Trümmer verletzt worden sein. Das russische Verteidigungsministerium hatte die Zahl der abgewehrten Drohnen zunächst nicht bestätigt. Auch Kiew äußerte sich zu den konkret beschriebenen Vorfällen zunächst nicht offiziell.
Gleichzeitig setzt Russland seine Angriffe auf ukrainisches Gebiet fort. In Kiew kamen nach Angaben der Stadtverwaltung am frühen Mittwochmorgen drei Menschen ums Leben, zwölf weitere wurden verletzt. Zudem gerieten Energieanlagen in der Hauptstadt und drei weiteren Städten unter Beschuss. Die wechselseitigen Attacken zeigen, wie weit die militärische Eskalation trotz internationaler Vermittlungsversuche fortgeschritten ist.
Friedensgespräche bleiben ohne Durchbruch
Während die Angriffe weitergehen, gibt es aus Moskau Signale für eine mögliche Wiederaufnahme von Gesprächen mit den USA und der Ukraine. Der Kreml teilte mit, Präsident Wladimir Putin sei bereit, die trilateralen Verhandlungen noch in dieser Woche fortzusetzen. Im Mittelpunkt soll der "Aufbau eines Sicherheitssystems für Russland und die Ukraine nach dem Ende des Konflikts" stehen.
Trump erhöht den Druck auf Selenskyj
Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch die Haltung von US-Präsident Donald Trump. Er fordert den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu einer Einigung mit Moskau auf. Zugleich kritisierte er die amerikanische Unterstützung für Kiew und verwies auf die hohen menschlichen und finanziellen Kosten des Krieges.
Auch die Diskussion um Einschränkungen beim Satellitenkommunikationssystem Starlink sorgt für Unruhe. Die Ukraine nutzt den Dienst unter anderem für militärische Kommunikation und zur Unterstützung ihrer Verteidigung. Berichte über begrenzte Nutzungsmöglichkeiten haben deshalb Sorgen über mögliche Folgen für die ukrainischen Streitkräfte ausgelöst.
Ob die jüngsten Angriffe die Verhandlungspositionen verändern, bleibt offen. Bislang stehen den diplomatischen Bemühungen neue Meldungen über Schäden, Verletzte und Tote gegenüber.
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mlk/news.de
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