US-Politik aktuell: Geheime Pläne enthüllt – diese Drohung könnte Trump nach den Zwischenwahlen umsetzen

Donald Trump erwägt offenbar neue Angriffe auf den Iran nach den US-Zwischenwahlen. Militärplaner bereiten Szenarien vor, doch Experten zweifeln am Erfolg einer erneuten US-Offensive.

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Trump plant offenbar neue Iran-Offensive nach den Zwischenwahlen: Droht eine Eskalation? (Foto) Suche
Trump plant offenbar neue Iran-Offensive nach den Zwischenwahlen: Droht eine Eskalation? Bild: picture alliance/dpa/AP | Mike Stewart
  • USA und Israel prüfen Angriffe auf Irans Energieanlagen und Atomanlagen
  • Experten warnen, dass weitere Bombardierungen keinen Durchbruch garantieren
  • Steigende Energiepreise und Kriegskosten könnten Trumps Republikaner Stimmen kosten

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Donald Trump könnte nach den US-Zwischenwahlen einen neuen militärischen Angriff auf den Iran erwägen. Der "New York Times" zufolge beschäftigen sich amerikanische und israelische Militärplaner mit einer möglichen Ausweitung des Krieges im Nahen Osten. Im Visier stehen demnach strategisch wichtige Einrichtungen. Doch ob der US-Präsident tatsächlich grünes Licht gibt, ist offen.

USA und Israel bereiten offenbar neue Angriffe vor

Wie die "New York Times" unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, könnten die USA und Israel ihre militärischen Operationen gegen den Iran im November intensivieren. Demnach werden Szenarien geprüft, bei denen Energieanlagen, Atomanlagen und Waffenbestände angegriffen würden. Auch Verteidigungsminister Pete Hegseth soll sich mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu über mögliche weitere Schritte ausgetauscht haben. Die Streitkräfte beider Länder sollen sich zudem auf eine mögliche Fortsetzung der Luftangriffe vorbereiten. Dazu gehörten Berichten zufolge auch militärische Übungen mit Flugzeugen über dem Irak. Innerhalb der US-Regierung gibt es offenbar die Hoffnung, dass eine neue Angriffswelle die iranische Wirtschaft schwer treffen und die Führung in Teheran zu Zugeständnissen bewegen könnte.

Einige Planer sollen davon ausgehen, dass bereits eine intensive, dreitägige Luftoffensive den Widerstand des Iran entscheidend schwächen könnte. Ob diese Einschätzung realistisch ist, bleibt allerdings umstritten.

Experten zweifeln an Erfolg einer neuen Offensive

Die bisherige Kriegsführung hat nach Einschätzung von Fachleuten nicht den gewünschten politischen Durchbruch gebracht. Dana Stroul, die unter Präsident Joe Biden eine führende Funktion in der Nahostpolitik des US-Verteidigungsministeriums innehatte, kritisierte die bisherige Strategie gegenüber der "New York Times".

"Zum jetzigen Zeitpunkt des Krieges ist klar, dass die bisher geführten konventionellen Militäroperationen sowie die derzeitigen harten Wirtschaftssanktionen und die amerikanische Seeblockade das Regime nicht in sinnvoller Weise an den Verhandlungstisch zurückgebracht haben", sagte Stroul.

Sie stellte zudem infrage, welchen strategischen Nutzen weitere Angriffe bringen könnten. Weder Trump noch Netanjahu hätten bislang überzeugend erklärt, wie eine erneute Eskalation die schwierige Lage in der ohnehin instabilen Region grundlegend verändern solle.

Trumps Kurs sorgt im Pentagon für Unsicherheit

Ob es tatsächlich zu neuen Angriffen kommt, ist keineswegs entschieden. Anfang Oktober soll eine militärische Operation laut "Daily Beast" bereits kurz vor dem Beginn gestanden haben, bevor Trump sie in letzter Minute verschob. Am 8. Oktober erklärte er auf seiner Plattform Truth Social: "Wir werden Iran zu keinem Zeitpunkt vor den Zwischenwahlen angreifen." Die widersprüchlichen Signale des Präsidenten sollen die militärische Planung erschweren. Ein US-Kommandeur sprach laut dem Bericht von "tägliche Verwirrung", die durch Trumps wechselnde Entscheidungen entstehe.

Der Konflikt hat auch erhebliche wirtschaftliche und politische Folgen. Die Schließung der Straße von Hormus ließ die Öl- und Gaspreise steigen. Zudem wurden nach den vorliegenden Angaben 19 amerikanische Soldaten getötet. Die steigenden Kosten und die Kritik am Krieg könnten für die Republikaner bei den Zwischenwahlen am 3. November zum Problem werden.

Netanjahus Wahl könnte entscheidend sein

Auch die politische Lage in Israel könnte beeinflussen, wie es weitergeht. Sollte Netanjahu die dortige Wahl am 27. Oktober verlieren, könnte sein Handlungsspielraum bei einer weiteren Offensive schrumpfen. Der israelische Kommentator Mazal Mualem hält einen von Israel begonnenen Angriff in diesem Fall für besonders schwierig.

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