US-Politik aktuell: Donald Trump und sein Frauenproblem – immer mehr Spitzenkräfte müssen gehen
Donald Trumps Regierung erlebt eine Welle prominenter Abgänge. Immer mehr Frauen verlieren ihre Spitzenpositionen. Insider berichten von wachsendem Druck und einer Kultur, in der Loyalität allein nicht genügt.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Katie Zacharia verliert ihren Posten nach wenigen Tagen
- Guilfoyle, Noem und Bondi scheiden ebenfalls aus
- Selbst Stabschefin Susie Wiles steht offenbar unter Druck
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Donald Trumps Personalpolitik sorgt erneut für Schlagzeilen. In seiner zweiten Amtszeit haben bereits mehrere prominente Frauen ihre Regierungsämter verloren oder aufgegeben. Der jüngste Fall ist Katie Zacharia, deren Tätigkeit als Pressesprecherin des Weißen Hauses nach nur wenigen Tagen endete.
Katie Zacharia muss nach wenigen Tagen gehen
Zacharias kurzes Gastspiel verdeutlicht, wie schnell sich die berufliche Situation im Machtzentrum der US-Regierung verändern kann. Laut Insidern reicht politische Loyalität offenbar nicht aus, um sich dauerhaft eine Position zu sichern. Eine ehemalige Mitarbeiterin aus Trumps erster Amtszeit sieht Frauen dabei besonders kritisch beobachtet. "Es ist objektiv schwieriger, in diesem Universum eine Frau zu sein. Die Kontrolle ist mikroskopisch", erklärte sie "Daily Mail" zufolge.
Das Weiße Haus weist den Vorwurf einer geschlechtsspezifischen Benachteiligung zurück. Sprecherin Taylor Rogers betonte, Trump beurteile seine Mitarbeiter nach deren Qualifikation und Leistung.
Kimberly Guilfoyle und Kristi Noem im Fokus
Zu den bekanntesten Fällen gehört auch Kimberly Guilfoyle, die ihren Posten als US-Botschafterin in Griechenland aufgeben musste. Zuvor hatten Medien über mögliche ethische Verstöße, mutmaßliche Bestechung und Untersuchungen im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit berichtet. Guilfoyle bestreitet die Vorwürfe und kündigte an, ihren Ruf zu verteidigen. Ihr Ausscheiden fällt in eine Phase, in der die Personalentscheidungen des Präsidenten zunehmend Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Auch Kristi Noem gehört zu den prominenten Frauen, die ihre bisherige Position verloren haben. Die frühere Heimatschutzministerin wurde im März entlassen. Kritik gab es unter anderem an einer öffentlich finanzierten Werbekampagne, an ihrem Führungsstil und an ihrer Aufsicht über die Einwanderungsbehörde ICE.
Pam Bondi und Lori Chavez-DeRemer ebenfalls ausgeschieden
Die Liste der Abgänge reicht über das Heimatschutzministerium hinaus. Generalstaatsanwältin Pam Bondi verlor ihren Posten, nachdem Trump mit ihrem Umgang mit den Akten im Fall Jeffrey Epstein unzufrieden gewesen sein soll. Nach ihrem Ausscheiden gab Bondi bekannt, dass sie wegen Schilddrüsenkrebs behandelt werde.
Auch Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer verließ Ende April ihr Amt. Zuvor waren Vorwürfe über Missstände in ihrem Umfeld bekannt geworden. Dazu gehörten Anschuldigungen gegen ihren Ehemann, Berichte über unangemessenes Verhalten gegenüber Beschäftigten und Behauptungen über eine Beziehung zu ihrem Sicherheitsmitarbeiter. Chavez-DeRemer wies die Vorwürfe gegen sich zurück.
Tulsi Gabbard soll mit Trump aneinandergeraten sein
Auch Tulsi Gabbard, die frühere Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, gehört zu den prominenten Abgängen. Öffentlich wurde ihr Rückzug mit der Krebserkrankung ihres Ehemannes in Verbindung gebracht. Hinter den Kulissen sollen jedoch auch politische Differenzen eine Rolle gespielt haben.
Ein Insider beschrieb die Erwartungen des Präsidenten knapp: "Trump wollte jemanden, der seine Anweisungen befolgte."
Selbst Susie Wiles steht offenbar unter Druck
Die Personalprobleme könnten weitere Kreise ziehen. Berichten zufolge lässt Trump in seinem Umfeld prüfen, ob Stabschefin Susie Wiles weiterhin die richtige Besetzung für ihren Posten ist. Sie galt lange als eine seiner wichtigsten und verlässlichsten Vertrauten.
Auch im Kommunikationsteam des Weißen Hauses herrscht Unruhe. Zacharia hatte ihre Stelle erst angetreten, nachdem ihre Vorgängerin Karoline Leavitt im August freiwillig ausgeschieden war. Leavitt begründete ihre Entscheidung mit dem Wunsch, mehr Zeit mit ihren kleinen Kindern zu verbringen.
Hoher Druck und bedingungslose Loyalität
Die wiederholten Abgänge werfen die Frage auf, ob Frauen in Trumps Regierung besonders stark unter Beobachtung stehen oder ob sie vor allem die Folgen eines kompromisslosen Führungsstils zu spüren bekommen. Eine Regierungsmitarbeiterin schilderte die Arbeitsbedingungen als äußerst fordernd. Trump erwarte schnelle Ergebnisse und uneingeschränkte Loyalität. Gleichzeitig müssten Mitarbeiter versuchen, den politischen Erwartungen gerecht zu werden, ohne ethische Grenzen zu überschreiten. Das Weiße Haus betont weiterhin, dass Leistung und Qualifikation bei Personalentscheidungen ausschlaggebend seien. Dennoch wächst angesichts der zahlreichen Wechsel der Eindruck einer Regierung, in der selbst erfahrene Führungskräfte jederzeit ihren Posten verlieren können.
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mlk/news.de
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