Kimberly Guilfoyle: Luxus-Affäre um Trump-Vertraute eskaliert – US-Präsident wendet sich ab

Luxusauto, hohe Kreditkartenrechnung und nun auch noch Ermittlungen: Kimberly Guilfoyle steht nach ihrem Rücktritt als US-Botschafterin weiter in der Kritik. Medienberichten zufolge soll sie versucht haben, andere für hohe Rechnungen aufkommen zu lassen.

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Donald Trump wendet sich von ehemaliger Botschafterin ab. (Foto) Suche
Donald Trump wendet sich von ehemaliger Botschafterin ab. Bild: picture alliance/dpa/AP | Lindsey Wasson
  • Guilfoyle soll Geld für ihren Mercedes und eine Kreditkartenrechnung verlangt haben
  • Trump forderte sie zum Rücktritt als US-Botschafterin auf
  • Das Außenministerium untersucht Vorwürfe gegen die Trump-Vertraute

Die Affäre um Kimberly Guilfoyle nimmt eine neue Wendung. Die US-Botschafterin in Griechenland ist am Dienstag zurückgetreten, nachdem Donald Trump öffentlich seine Unzufriedenheit mit ihr geäußert hatte. Doch mit dem Ende ihrer diplomatischen Amtszeit sind die Vorwürfe gegen die frühere Vertraute des Präsidenten längst nicht ausgeräumt.

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Luxusauto auf Kosten anderer? Trump-Botschafterin soll Tausende Dollar gefordert haben

Wie das Nachrichtenportal "The Daily Beast" berichtet, soll Guilfoyle griechische Geschäftsleute um 250.000 Dollar gebeten haben, um Kredite für ihren Mercedes G-Wagon zu tilgen. Zudem soll sie versucht haben, den Trump-Unterstützer Eric Deters zur Übernahme einer offenen American-Express-Rechnung über 100.000 Dollar zu bewegen. Wie die "Washington Post" unter Berufung auf Nachrichten und weitere Unterlagen berichtete, soll Guilfoyle Deters im Gegenzug Zugang zu einflussreichen Personen aus dem Umfeld der Trump-Regierung in Aussicht gestellt haben. Beide Versuche seien erfolglos geblieben. Guilfoyle bestreitet die Vorwürfe und stellt die Echtheit der veröffentlichten Nachrichten infrage. Das US-Außenministerium untersucht unterdessen weitere Vorwürfe gegen die ehemalige Botschafterin.

"Wir sind nicht zufrieden": Donald Trump distanziert sich von Guilfoyle

Am Montag (12.10.2026) ließ Donald Trump vor Reportern keinen Zweifel an seiner Verärgerung. Auf die Frage nach Guilfoyle und den Vorwürfen gegen sie antwortete der Präsident: "Wir sind nicht zufrieden". Er erklärte zudem, dass ihre mögliche Entlassung geprüft werde. Am Dienstag (13.10.2026) folgte die Entscheidung des Weißen Hauses. Die neue Pressesprecherin Katie Zacharia erklärte bei ihrer ersten Pressekonferenz, Guilfoyle sei zum Rücktritt aufgefordert worden. "Wir haben Botschafterin Guilfoyle gebeten, zurückzutreten. Sie war eine großartige Bereicherung für das Team, und wir wünschen ihr alles Gute", sagte Zacharia. Guilfoyle kam der Aufforderung nach und schied aus ihrem Amt als US-Botschafterin in Griechenland aus. Die frühere Verlobte von Donald Trump Jr. hatte sich über Jahre im politischen Umfeld des Präsidenten bewegt. Trump distanzierte sich zuletzt allerdings öffentlich von ihr.

Ex-US-Botschafterin Kimberly Guilfoyle gerät zunehmend unter Druck. (Foto) Suche
Ex-US-Botschafterin Kimberly Guilfoyle gerät zunehmend unter Druck. Bild: picture alliance/dpa/AP | Petros Giannakouris

US-Außenministerium untersucht weitere Vorwürfe

Die finanziellen Anschuldigungen sind nicht die einzigen Vorwürfe, mit denen sich Guilfoyle konfrontiert sieht. Nach Medienberichten befasst sich das Büro des Generalinspekteurs im US-Außenministerium mit ihrer Amtsführung. Dabei geht es unter anderem um mögliche unzulässige Geschenke, die Nutzung privater Transportmittel und den Umgang mit Mitarbeitern. Zudem stehen mögliche Interessenkonflikte im Raum. Berichten zufolge soll Guilfoyle während ihrer Amtszeit die Interessen eines griechischen Energie- und Bauunternehmens gefördert und dessen Lobbyisten Zugang zu diplomatischen Gesprächen ermöglicht haben.

Auch ihr Umgang mit Botschaftsmitarbeitern sorgte für Kritik. Laut "The Daily Beast" soll Guilfoyle sich ihnen gegenüber tyrannisch verhalten und kostenlose Mahlzeiten sowie erstklassigen Champagner eingefordert haben. Die einzelnen Anschuldigungen sind bislang nicht abschließend geklärt. Guilfoyle weist die Vorwürfe zurück; ihr Anwalt hat die Echtheit wesentlicher Teile der Berichterstattung infrage gestellt. Ob die Untersuchungen weitere Konsequenzen nach sich ziehen, bleibt abzuwarten. Mit ihrem Rücktritt ist Guilfoyles diplomatische Karriere vorerst beendet. Die offenen Fragen zu den Vorwürfen gegen sie dürften die US-Regierung jedoch weiter beschäftigen.

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