Donald Trump: "Einer der schlimmsten Posts" – Journalist rechnet mit Trump ab

Donald Trump fordert die Bevölkerung Minnesotas auf, sich gegen somalische Einwanderer zur Wehr zu setzen. Journalist Aaron Rupar wirft dem US-Präsidenten vor, einen "Rassenkrieg" anzuzetteln.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Donald Trump erzürnt mit einem rassistischen Truth-Social-Post. (Foto) Suche
Donald Trump erzürnt mit einem rassistischen Truth-Social-Post. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Trump ruft Minnesota zum "Zurückkämpfen" von Somaliern auf
  • Journalist wirft Trump Rassismus vor
  • US-Präsident stellt Bundeseingreifen in Aussicht

Erneut hat Donald Trump mit einem Truth-Social-Post heftige Kritik ausgelöst. Darin rief der US-Präsident am Donnerstag (08.10.2026) die Bevölkerung von Minnesota dazu auf, sich gegen somalische Einwanderer zur Wehr zu setzen. In seinem Beitrag behauptete er, der einst großartige Bundesstaat werde "von somalischen Einwanderern übernommen" und es herrsche "Gewalt, Mord und Chaos" überall im Staat.

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"Die Menschen in Minnesota müssen zurückkämpfen", schrieb Trump. Die Somalier dürften nicht "mit dem davonkommen, was sie tun", so der US-Präsident weiter. Sie betrachteten die Einwohner Minnesotas als "schwache und dumme Menschen". Trump bot zudem eine Intervention der Bundesregierung an: "Kämpft zurück, Minnesota, kämpft zurück! Falls nötig, wird die Bundesregierung euch zu Hilfe kommen." Das Weiße Haus reagierte laut "NBC News" zunächst nicht auf Nachfragen, was genau Trump mit seinem Aufruf zum "Zurückkämpfen" meinte.

Minnesota-Gouverneur als "inkompetenter Dieb" diffamiert

In seinem Beitrag griff Trump den demokratischen Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, scharf an. Er bezeichnete ihn als "inkompetenten Dieb, der sich nicht einmischen will". Walz wolle lediglich "die Stadt verlassen mit so viel, wie er stehlen kann, und dann ein ruhiges Leben führen", so Trump wörtlich. Neben Walz nahm der Präsident auch den Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, ins Visier. Beide Politiker müssten "sofort um Bundeshilfe bitten und den Rest uns überlassen", forderte Trump. Die Einwohner Minnesotas seien von ihrer Landesregierung "bestohlen und im Stich gelassen" worden. Mit dieser Forderung stellte Trump eine direkte Bundesintervention in dem Bundesstaat in Aussicht – ohne dabei zu konkretisieren, welche Maßnahmen er ergreifen würde.

"Trump versucht, einen Rassenkrieg zu starten"

Der Journalist Aaron Rupar reagierte auf der Plattform X mit scharfer Kritik auf Trumps Veröffentlichung. "Trump versucht, einen Rassenkrieg in Minnesota zu starten", schrieb Rupar und zitierte dabei den Truth-Social-Beitrag des US-Präsidenten. Rupar ordnete den Post als einen der schlimmsten ein, die Trump je verfasst habe. "Das ist ehrlich gesagt eines der schlimmsten und verantwortungslosesten Dinge, die er jemals gepostet hat, und das will wirklich etwas heißen", kommentierte der Journalist. Mit seiner Einschätzung verwies Rupar darauf, dass Trumps Rhetorik selbst gemessen an dessen bisherigen kontroversen Äußerungen eine neue Dimension erreicht habe. Der Vorwurf, gezielt rassistische Spannungen schüren zu wollen, wiegt dabei besonders schwer.

Vorgeschichte zu Trumps Feldzug

Minnesota beherbergt die größte somalische Gemeinschaft in den gesamten Vereinigten Staaten. Trumps Attacken gegen diese Bevölkerungsgruppe sind keineswegs neu – seit seinem Amtsantritt hat er wiederholt gegen Somalier gehetzt und dabei auch die aus Somalia stammende Kongressabgeordnete Ilhan Omar ins Visier genommen. Zusätzlich verschärft hat sich seine Rhetorik nach Berichten über Dutzende Betrugsverurteilungen von Personen somalischer Herkunft im vergangenen Jahr. Seitdem bezeichnete Trump Somalier als "Gauner" und nannte Somalia "schmutzig, dreckig, widerlich", wie "NBC News" berichtete.

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