Jared Kushner: Medienangriff gipfelt in Blamage – Trump-Schwiegersohn stellt sich selbst bloß

Jared Kushner versucht mit aller Macht, die Berichterstattung über ihn zu kontrollieren. Aktuell nimmt er "The New Yorker" ins Visier und rechnet mit einer Story über seine schulische Ausbildung ab. Doch dabei stellte sich der Trump-Schwiegersohn mit nur einem Satz selbst bloß.

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Jared Kushner und Ehefrau Ivanka Trump. (Foto) Suche
Jared Kushner und Ehefrau Ivanka Trump. Bild: picture alliance/dpa/YNA | -
  • Jared Kushner rechnet mit "The New Yorker" ab
  • Trump-Schwiegersohn verteidigt seine schulische Ausbildung und seine Leistungen
  • Jared Kushner stellt sich mit einem Satz selbst bloß

Jared Kushner wollte mit einem Medienbericht über ihn aufräumen und hat sich dabei selbst bloßgestellt. Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, der erst kürzlich gegen CNN vom Leder gezogen hatte, veröffentlichte am Donnerstag (8. Oktober) einen ausführlichen Beitrag, in dem er vierzehn Behauptungen aus einem im vergangenen Monat erschienenen Bericht im "The New Yorker" mit dem Titel "Jared Kushner's Dollar Diplomacy" zu widerlegen versuchte.

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Jared Kushner wehrt sich – Trump-Schwiegersohn rechnet mit "The New Yorker" ab

Dabei ging der Ehemann von Präsidententochter Ivanka Trump unter anderem auf die seit langem kursierende Darstellung ein, wonach eine 2,5-Millionen-Dollar-Spende seines Vaters Charles Kushner an Harvard den Weg für seine Zulassung an der Elite-Universität geebnet habe. "Diese Behauptung wird seit fast zwei Jahrzehnten wiederholt, aber das macht sie nicht wahr", schrieb Jared Kushner.

Jared Kushner stellt sich mit einem Satz selbst bloß

Doch nur wenige Zeilen später folgte allerdings ein bemerkenswerter Satz, mit dem sich der Trump-Schwiegersohn selbst bloßstellte: "Seine Philanthropie hat möglicherweise eine Rolle bei meiner Aufnahme gespielt." Damit bestätigte er im Grunde exakt das, was er eigentlich widerlegen oder zumindest entkräften wollte.

Jared Kushner als "Parodie eines Menschen, dem alles geschenkt wurde"

Im Kern bestritt Kushner also gar nicht die zentrale These des Artikels, sondern störte sich offenbar vor allem daran, dass jemand daraus schlussfolgern könnte, er habe den Studienplatz nicht aus eigener Leistung verdient. Denn besonders empfindlich reagierte der Trump-Schwiegersohn auf die Behauptung des "New Yorker", er sei ein "mittelmäßiger Schüler" während seiner Zeit an der Frisch School gewesen. Denn ein Bekannter der Familie hatte gegenüber dem "New Yorker" erklärt, Kushner sei die "Parodie eines Menschen, dem alles geschenkt wurde".

Trump-Schwiegersohn prahlt mit schulischen Leistungen, nennt aber keine Noten

Dagegen setzte sich Jared Kushner mit einer Aufzählung zur Wehr: Er sei ein Spitzenschüler gewesen, Kapitän der Basketballmannschaft, stellvertretender Kapitän des Hockeyteams, preisgekrönter Debattierer und habe noch als Highschool-Schüler den New-York-City-Marathon absolviert. Als Beleg für die angebliche Verzerrung seines Leistungsprofils legte er zwei Briefe aus dem Jahr 2006 vor. Beide stammten von Verantwortlichen seiner ehemaligen Schule.

Jared Kushner blamiert sich mit Richtigstellung

Allerdings liefern die beiden Schreiben kaum das, was Kushner beweisen wollte. Seine ehemalige Schulverwalterin Margot Krebs bestätigte in ihrem Brief nicht etwa herausragende akademische Leistungen, sondern hob stattdessen "Individualität, Unternehmergeist und großes Charisma" hervor – Eigenschaften, die ihn zu einem "wünschenswerten Kandidaten für Harvard" gemacht hätten. Noch aufschlussreicher fällt das Schreiben von Schulleiter Kalman Stein aus. Er versicherte Kushner zwar, die Schule sei über die "ungenaue und irreführende" Berichterstattung verärgert. Gleichzeitig gab er jedoch zu, Kushner nie persönlich begegnet zu sein und keinerlei Kenntnis über dessen Weg an die Universität zu haben.

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