Donald Trump: Zum Rückzug gezwungen – US-Präsident gerät im Iran-Krieg unter Druck

Immer wieder wurden zuletzt US-Militärstützpunkte in der Golfregion bei iranischen Drohnen- und Raketenangriffen schwer getroffen. Auch vom britischen Stützpunkt RAF Fairford zog das Pentagon nun überhastet seine Bomber ab. Laut einer aktuellen Analyse treten die Probleme für Donald Trump immer offener zutage.

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Für US-Präsident Donald Trump werden die Probleme im Iran-Krieg einer aktuellen Analyse zufolge immer größer. (Foto) Suche
Für US-Präsident Donald Trump werden die Probleme im Iran-Krieg einer aktuellen Analyse zufolge immer größer. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump muss Waffen und US-Streitkräfte aus dem Nahen Osten zurückziehen
  • Aktuelle Analyse zeigt, dass die USA durch iranische Angriffe unter Druck geraten
  • US-Stützpunkte wurden in der Golfregion getroffen, Pentagon hält Informationen zu Kosten für Reparaturen zurück

Sieben Monate nach seinem Angriff auf den Iran steht Donald Trump vor einer unbequemen Wahrheit: Der Krieg, der Amerikas militärische Überlegenheit demonstrieren sollte, entpuppt sich als deren Demontage. Am Wochenende mussten zwölf B-1-Bomber überstürzt vom britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford abgezogen werden – offiziell eine Vorsichtsmaßnahme, wie Trump und seine Berater betonten. Sein Außenminister Marco Rubio spielte den Vorgang herunter: Das Pentagon verteile "Ressourcen ständig dorthin, wo sie gebraucht werden". Doch die Realität sieht anders aus, wie eine aktuelle Analyse der "New York Times" zeigt.

Donald Trump zum Rückzug gezwungen: Iranische Angriffe beschädigen US-Stützpunkte

Iranische Drohnen- und Raketenangriffe haben US-Stützpunkte in Bahrain, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar massiv getroffen. Amerikanisches Personal musste evakuiert werden. Verteidigungsminister Pete Hegseth und Trump wurden wiederholt zum Rückzug gezwungen – nicht nach eigenem Zeitplan, sondern unter feindlichem Druck.

US-Soldaten in der Golfregion gestorben

Besonders hart traf es laut "New York Times" Kuwait: Beim Beschuss des Hafens Shuaiba kamen sechs US-Soldaten ums Leben, ein taktisches Operationszentrum der Armee wurde vollständig zerstört. Iranische Drohnen und Raketen trafen außerdem die Ali-Al-Salem-Air-Base, wo Flugzeuge beschädigt und Einsatzkräfte verletzt wurden, sowie Camp Buehring mit seinen Wartungs- und Treibstoffanlagen.

In Katar wurde ein Frühwarnradarsystem auf der Al-Udeid-Air-Base getroffen – dem regionalen Luftfahrt-Hauptquartier des US-Central-Command. Eine iranische Kamikazedrohne beschädigte Kommunikationsgeräte im Hauptquartier der 5. US-Flotte in Bahrain. Auf der Prince-Sultan-Air-Base in Saudi-Arabien erwischte es mehrere Tankflugzeuge.

Das Pentagon weigert sich bislang, dem Kongress Kostenschätzungen für Reparaturen vorzulegen. Abgeordnete rechnen mit Dutzenden Milliarden Dollar.

Hohe Kosten für die USA durch den Iran-Krieg

Die Folgen reichen der Analyse zufolge weit über zerstörte Infrastruktur hinaus. Flugzeugträgergruppen im Arabischen Meer müssen nun von Diego Garcia aus versorgt werden – einer Insel im Indischen Ozean, rund 3.500 Kilometer entfernt. Das kostet Wochen und verschlingt enorme Summen. Bomber erreichen ihre Ziele nur noch von US-Heimatbasen aus, mit entsprechend längeren Flugzeiten und zusätzlichen Tankstopps. Die Freiheit der Schifffahrt durch die Straße von Hormus und Teile des Roten Meeres können die USA nicht mehr gewährleisten.

Dana Stroul, unter Biden oberste Pentagon-Verantwortliche für den Nahen Osten, warnte vor der strategischen Dimension: "Die Iraner werden wahrscheinlich eine gefährliche Lektion verinnerlichen – indem man die Fähigkeit demonstriert, US-Militärstützpunkten weit über den Nahen Osten hinaus nahe zu kommen, kann man Trump herumschubsen."

Donald Trump plant offenbar den Aufbau neuer Militärstützpunkte im Nahen Osten

Während Trump auf Wahlkampftour den Iran als kurz vor dem Kollaps beschreibt, plant das Central Command laut "New York Times" bereits eine grundlegende Neuordnung seiner Stützpunktstruktur in der Region. Neue Standorte in Israel und Jordanien stehen zur Debatte – doch deren Aufbau würde Jahre dauern und die Zustimmung des Kongresses erfordern.

Senator Jack Reed, ranghöchster Demokrat im Streitkräfteausschuss, kritisierte die Informationspolitik der Regierung scharf: "Die finanziellen Kosten steigen Monat für Monat um weitere Milliarden, während die Regierung sich weiterhin weigert, die Munitionskrise anzuerkennen, mit der wir konfrontiert sind."

Unterdessen soll das Pentagon dem demokratischen Senator Chris Murphy bei seinem Besuch in der Golfregion den Zugang zur beschädigten Al-Udeid-Air-Base verweigert haben – mit Verweis auf Beschränkungen, die Hegseth zu Kriegsbeginn verhängt hatte.

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