Donald Trump: "Wäre eine große Schande" - US-Präsident schimpft vor Nobelpreis-Vergabe

Am Freitag wird in Oslo der diesjährige Friedensnobelpreisträger bekannt gegeben. Donald Trump ist der Meinung, dass ihm die Auszeichnung zusteht. Das machte er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus deutlich. Dabei griff er auch seinen Amtsvorgänger Barack Obama, der den Preis 2009 erhielt, verbal scharf an. 

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump forderte erneut den Friedensnobelpreis für sich ein. (Foto) Suche
Donald Trump forderte erneut den Friedensnobelpreis für sich ein. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Vor der Bekanntgabe des diesjährigen Friedensnobelpreisträgers behauptet Donald Trump erneut, bereits acht Kriege beendet zu haben
  • Laut dem US-Präsidenten wäre es "eine große Schande" für das Nobelpreiskomitee, wenn es ihn erneut übergehen würde
  • Trump schimpft über die Vergabe des Friedensnobelpreises an Barack Obama im Jahr 2009

Donald Trump hat mit seinen militärischen Interventionen in Venezuela und im Iran selbst eingefleischte Anhänger verschreckt. Bei den Zwischenwahlen Anfang November könnten die Republikaner nun die Quittung für die Politik ihres umstrittenen US-Präsidenten bekommen. Der 80-Jährige ist sich jedoch offenbar weiterhin keinerlei Schuld bewusst und zeigt sich nach wie vor überzeugt, dass ihm eigentlich der Friedensnobelpreis zustehe.

Donald Trump spricht über Erhalt von Friedensnobelpreis

Vor der Bekanntgabe des diesjährigen Preisträgers am Freitag fragte eine Reporterin Trump bei einer Pressekonferenz im Oval Office, ob er es in irgendeiner Form bereuen würde, wie er seine "Zeit hinter diesem Schreibtisch" verbracht habe. Das zeigen Interview-Ausschnitte, die auf X (vormals Twitter) verbreitet wurden. Daraufhin verwies der US-Präsident zunächst auf die Venezolanerin María Corina Machado, der das Komitee im vergangenen Jahr den Nobelpreis zugesprochen hatte. Anschließend hatte die Oppositionsführerin Trump ihren Preis inoffiziell geschenkt. Machado habe ihm gesagt, dass in der Geschichte niemand den Friedensnobelpreis so sehr verdient habe wie er.

US-Präsident will bereits acht Kriege beendet haben

Bei der Pressekonferenz prahlte der 80-Jährige zum wiederholten Male damit, dass er angeblich bereits acht Kriege beendet habe. "Der nächste steht bevor. Ich habe alle Geiseln befreit, ich habe Dinge getan, die noch nie jemand zuvor getan hat – ich prahle nicht, ich nenne nur die Fakten. Wahrscheinlich hat kein Präsident je einen Krieg beendet – ich habe acht Kriege beendet! Und zwar gewaltige! Wirklich gewaltige. Ich habe Millionen und Abermillionen von Menschenleben gerettet", so Trump weiter. Außerdem habe er eventuell die Welt vor der "totalen Vernichtung" bewahrt. "Weil der Iran niemals eine Atomwaffe haben wird." Andere Präsidenten hätten dies bereits vor ihm tun sollen.

Trump attackiert Barack Obama und das Nobelpreis-Komitee

Die Entscheidungsträger in Oslo hätten nicht den Ruf, Leuten wie ihm den Nobelpreis zu verleihen. Es wäre jedoch "eine große Schande für sie", wenn sie ihn erneut übergehen würden, beschwerte sich Trump. Besonders scharf ging Trump in diesem Zusammenhang mit Barack Obama ins Gericht. Der demokratische Präsident hatte den Friedensnobelpreis 2009 kurz nach seinem Amtsantritt erhalten. "Wenn man sich den Nobelpreis anschaut – Obama hat ihn bekommen, und er hat nichts getan! Er weiß bis heute nicht, wofür er ihn bekommen hat! Er hat ihn bekommen, als er gleich am Anfang gewählt wurde", ätzte Trump.

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