Donald Trump ein Sicherheitsrisiko?: "Amerikaner sollten sich Sorgen machen" – Ex-CIA-Offizier schlägt Alarm

Werden die USA unter Donald Trump aktuell wieder zu einem unsicheren Ort? Das wirft nun ein ehemaliger CIA-Offizier dem Präsidenten vor. Scharfe Kritik an der Antiterror-Strategie der amerikanischen Regierung wird laut.

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Ist US-Präsident Donald Trump beim Kampf gegen den Terror zu nachlässig? (Foto) Suche
Ist US-Präsident Donald Trump beim Kampf gegen den Terror zu nachlässig? Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Ex-CIA-Offizier macht sich Sorgen um die Sicherheit der USA
  • Marc Polymeropoulos übt Kritik an der Antiterror-Strategie unter Präsident Donald Trump
  • US-Regierung würde mit ihrer Jagd auf Migranten aktuell die falschen Prioritäten setzen

In knapp einem Monat stehen die Zwischenwahlen in den USA an und den Republikanern droht dabei ein Debakel. Die "Grand Old Party" könnte ihre Mehrheiten in Senat und Repräsentantenhaus verlieren. Als Hauptschuldiger für die aktuelle Misere wurde von einigen Mitgliedern und Unterstützern der Partei bereits US-Präsident Donald Trump ausgemacht. Viele Amerikaner sind gegen seinen Iran-Krieg und kämpfen zudem mit hohen Lebenshaltungskosten. Weniger ins Blickfeld geriet bislang das Thema Innere Sicherheit. Dabei könnte dies für Trump zu einem weiteren großen Problem werden, das er mit seinen Entscheidungen selbst verursacht hat.

Ex-CIA-Offizier warnt vor Antiterror-Strategie von Donald Trump

Wie aktuell "Raw Story" berichtet, schlägt ein ehemaliger CIA-Offizier nun Alarm: Die Trump-Regierung habe die Antiterror-Strukturen der USA in einer Zeit ausgehöhlt, in der im Ausland neue Bedrohungen sichtbar werden. Marc Polymeropoulos, der 26 Jahre lang für den US-Geheimdienst tätig war, äußerte seine Bedenken in einem Gespräch mit dem Sicherheitsexperten Michael Weiss bei "Bulwark Takes".

Anlass der Diskussion waren die versuchte Entführung eines Fluges nach Tel Aviv sowie ein mutmaßlicher Anschlagsplan gegen einen britischen Luftwaffenstützpunkt, den die USA für Militäroperationen nutzen. "Ich frage mich schon: Sind wir sicher?", so Polymeropoulos. "Und ich denke, die Amerikaner sollten sich Sorgen machen."

Lob für FBI-Agenten, Kritik an der US-Regierung

Zwar leisteten die Anti-Terror-Agenten des FBI "sehr gute" Arbeit. Dem Experten zufolge setzt die US-Regierung momentan aber auf die falschen Prioritäten: Die Führungsebene sei mehr damit beschäftigt, FBI-Agenten loszuschicken, um Migranten in Baumärkten zu jagen und Einwanderungsrazzien durchzuführen, kritisierte er.

Die Konsequenzen seien unmittelbar spürbar: Die Ressourcen der US-Regierung seien begrenzt. Wenn Überwachung und Aufklärung aus afrikanischen Regionen ohne staatliche Kontrolle abgezogen und stattdessen Richtung Mexiko und Zentralamerika umdirigiert würden, mache das die USA unsicherer. Auch die Antiterror-Strategie der Regierung bezeichnete der Ex-Geheimdienstler als "großen Reinfall".

Sind die USA unter Präsident Trump wieder unsicherer geworden?

Terrorismus sei "kein Problem, bis es eines wird", so Polymeropoulos weiter. Genau diese Haltung habe auch die Bush-Regierung vor den Anschlägen vom 11. September an den Tag gelegt. Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem verheerendsten Terrorangriff auf amerikanischem Boden sieht der Veteran eine gefährliche Selbstzufriedenheit zurückkehren."Geld und Personal sind wichtig", betonte der Ex-Offizier. Viele seiner früheren Kollegen, die einst die Terrorismusbekämpfung leiteten und noch im Geheimdienstapparat tätig seien, würden mittlerweile jedoch in völlig anderen Bereichen eingesetzt. "Das bereitet mir große Sorgen", so Polymeropoulos.

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