Donald Trump: Werbespot sorgt für Ärger - Musiker wehrt sich gegen den US-Präsidenten

Ein Werbespot mit Donald Trump sorgt für großen Wirbel in den USA. Die Regierung nutzte dafür ohne vorherige Nachfrage ein Lied des R&B-Sängers JMSN. Der Musiker setzt sich nun zur Wehr und kündigt auf Instagram rechtliche Schritte an.

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Donald Trump droht neuer Ärger durch den RB-Sänger JMSN. (Foto) Suche
Donald Trump droht neuer Ärger durch den R&B-Sänger JMSN. Bild: picture alliance/dpa/AP | Carolyn Kaster
  • Werbespot mit Donald Trump nutzt ohne Erlaubnis Musik von R&B-Sänger JMSN
  • Musiker droht der US-Regierung rechtliche Schritte an
  • Kritik gibt es auch an einer möglichen Zweckentfremdung von Steuergeldern

Erneut verärgert Donald Trump einen prominenten Musiker. Nachdem sich das Team des US-Präsidenten unter anderem bereits mit Superstar Taylor Swift anlegte, weil es ohne Erlaubnis Songs von ihr für eigene Zwecke in den sozialen Medien nutzte, folgt nun der nächste öffentliche Schlagabtausch.

R&B-Sänger JMSN wehrt sich gegen Donald Trump

Dieses Mal geht der R&B-Künstler JMSN auf Konfrontationskurs mit Trump.Der Grund: Sein Hit "Love Me" wurde ohne seine Zustimmung in einem 30-sekündigen Werbespot eingesetzt, der den Präsidenten in Szene setzt – und das auf Kosten der Steuerzahler. Der Clip, der diese Woche erstmals auf Fox News und Newsmax ausgestrahlt wurde, zeigt laut "The Daily Beast" eine Bildmontage des 80-jährigen Präsidenten, unterlegt mit dem Refrain "I'll make them love me". Es werden Trumps angebliche Errungenschaften aufgelistet, darunter Steuersenkungen und die Wiederbelebung der US-Industrie. Am Ende des Spots prangt der Hinweis: "Bezahlt von der US-Regierung."

US-Regierung soll "illegal" das Lied "Love Me" für einen umstrittenen Werbespot verwendet haben

Der Musiker, der bürgerlich Christian Berishaj heißt und als Sohn eines albanischen Vaters in Detroit aufwuchs, machte seinem Ärger auf Instagram Luft. Trump habe seinen Song "illegal" verwendet, schrieb er. Es hätte zwei Möglichkeiten gegeben: "Der Präsident oder sein Team fragen nach einer Lizenz, ich antworte 'Nein' und niemand erfährt davon." Stattdessen sei der zweite Weg gewählt worden – die unautorisierte Nutzung.

Wer seine Karriere verfolgt habe, wisse, dass er seine Musik "niemals für irgendeine politische Agenda oder Kampagne" freigeben würde, betonte der Indie-Künstler. Einen Pressesprecher habe er nicht, weshalb die erzwungene öffentliche Stellungnahme "lächerlich" sei. Sein nächster Schritt: "Ich schaue mir Anwälte an und kläre das intern."

Demokrat erzürnt wegen "schwerem kriminellen Diebstahl"

Der Spot sorgt auch in Washington für Zündstoff. Der demokratische Abgeordnete Jamie Raskin, ranghöchstes Oppositionsmitglied im Justizausschuss des Repräsentantenhauses, bezeichnete den Clip auf X (vormals Twitter) als möglichen "schweren kriminellen Diebstahl und Zweckentfremdung von Regierungseigentum für politische Kampagnenzwecke". Bundesgesetze untersagen ausdrücklich den Einsatz öffentlicher Mittel für politische Werbung.

Weißes Haus reagiert auf Vorwürfe

Das Weiße Haus wies die Vorwürfe laut "Washington Post" zurück und bezeichnete den Spot als rein informativen Beitrag, der Amerikaner daran erinnern solle, ihr Land zu lieben. Die Ausstrahlung erfolgt allerdings nur wenige Wochen vor den Zwischenwahlen – und nachdem Trump Republikaner aufgefordert hatte, so zu tun, als stünde er selbst auf dem Stimmzettel.

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