Donald Trump: US-Präsident ruft zum Betrug auf - Treueschwur sorgt für Entsetzen

Beim Parteitag der Republikaner kam es zu einer Szene, die heftige Empörung im Netz auslöste: Donald Trump forderte seine Anhänger zu einem Treueschwur auf - und motivierte sie dabei dazu, bei den bevorstehenden Zwischenwahlen notfalls zu betrügen.

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Donald Trump ermutigte seine Anhänger in Dallas bei den US-Zwischenwahlen zu betrügen. (Foto) Suche
Donald Trump ermutigte seine Anhänger in Dallas bei den US-Zwischenwahlen zu betrügen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julio Cortez
  • Donald Trump fordert seine Anhänger beim Parteitag der Republikaner zu einem Treueschwur auf
  • US-Präsident spricht offen über möglichen Wahlbetrug bei den Midterms
  • Szene sorgt für Entsetzen im Netz

Wenige Wochen vor den US-Zwischenwahlen stehen die Republikaner enorm unter Druck. Die Zustimmungswerte für ihren Präsidenten Donald Trump erreichen immer neue Negativ-Rekorde. Auch der aktuelle Handelsstreit mit Kanada bringt dem 80-Jährigen keine Pluspunkte. Auf dem Parteitag der Republikaner in Dallas, Texas, versuchte Trump nun noch einmal alles, um seine Anhänger zu mobilisieren. Er versprach sogar jedem Wähler 5.000 Dollar zu geben, sollten die Demokraten bei den Midterms besiegt werden. Offenbar ist dem US-Präsidenten dafür jedes Mittel recht - auch Betrug.

Donald Trump ruft Republikaner zu Betrug bei US-Zwischenwahlen auf

Wie "Raw Story" berichtet, kam es am Donnerstag zu einer denkwürdigen Szene auf dem Republikaner-Parteitag: Trump forderte das Publikum auf, die rechte Hand zu heben und einen Treueschwur abzulegen. Darin sollten die Anwesenden ihn als "größten Präsidenten in der Geschichte der Vereinigten Staaten, der uns so sehr liebt, dass er kaum atmen kann" anerkennen und geloben, mit Familie und Freunden zu den Zwischenwahlen zu gehen. Danach folgte der brisante Teil des Schwurs. Trump sagte:

  • "Ich werde es auf jede erdenkliche Weise tun. Mir ist es egal, ob ich registriert bin oder nicht. Ich werde versuchen wie die Hölle zu betrügen, so wie sie es tun. Mir ist es egal! Wir werden am 3. November wählen gehen, oder wir werden vorher wählen gehen."

Die Passage über den Wahlbetrug quittierte das Publikum laut "Yahoo! News" zunächst mit Gelächter. Anschließend wiederholten die Anwesenden Trumps Worte und besiegelten den Schwur mit einem gemeinsamen "So wahr mir Gott helfe!" – gefolgt von "USA"-Sprechchören.

US-Präsident attackiert Demokraten auf Parteitag in Dallas, Texas

Vor dem Schwur hatte Trump die Demokraten als die "größten Betrüger aller Zeiten" attackiert – ohne dafür irgendwelche Nachweise zu liefern. Diese unbelegten Anschuldigungen dienten offensichtlich als Rechtfertigung für seine Aufforderung, es der Gegenseite gleichzutun.

Mit einem Augenzwinkern fügte der Präsident hinzu, die Anwesenden könnten natürlich auch "demokratisch wählen", wenn sie wollten. Er sei allerdings überzeugt, dass sich "keine einzige Person in diesem Raum" dafür entscheiden würde. Wer zur Wahl gehe, so Trump, der wähle republikanisch.

Schwur auf Donald Trump sorgt für Empörung im Netz

In den sozialen Medien sorgt die Szene auf dem Republikaner-Parteitag für Entsetzen. Auf X (vormals Twitter) heißt es dazu in den Kommentaren unter einem Post der Gruppe "Republicans against Trump":

  • "Das klingt wie eine Nazi-Kundgebung."
  • "Hätte Hillary 2016 so etwas getan, hätten die MAGA-Anhänger sie dafür kritisiert."
  • "Du schwörst einem Mann die Treue, nicht der Verfassung oder dem Land. Aber erzähl uns doch noch einmal, warum du nicht in einer Sekte bist."
  • "Man kann gar nicht genug betonen, wie erbärmlich das ist – sowohl für #Trump als auch für die Lemminge hinter ihm."
  • "Das ist mehr als peinlich. Wenn wir jetzt nichts dagegen unternehmen, ist dieses Land völlig verloren. Vielleicht ist es schon zu spät, aber das ist der eindeutige Beweis dafür, dass wir die Lage in den Griff bekommen müssen."

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