Katie Zacharia: TV-Sender schaltet vorzeitig ab - Trumps neue Sprecherin vergeigt ihre Premiere
Sie nannte ihren Ehemann "Präsident" und floh nach 14 Minuten: Das Debüt der neuen Presseprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacheria, missglückte. Zuschauer und Medienhäuser fällten ein vernichtendes Urteil.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Die neue Pressesprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacharia, beendete ihre erste Pressekonferenz nach 14 Minuten
- Zacharia stolpert über Statements und leistet sich einen denkwürdigen Versprecher
- TV-Sender schaltet ab - Presse und Zuschauer urteilen über ihr Debakel
Erst 14 Minuten am Rednerpult, dann fluchtartig verschwunden: Die neue Pressesprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacharia, hat bei ihrem Auftakt am Dienstag (13. Oktober) vor der versammelten Hauptstadtpresse einen als von Medien und Zuschauern als schlecht verurteilten Auftritt hingelegt.
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Katie Zacharia verliert sich in erster Presskonferenz in Lob für Trump
Zacharia, die Donald Trump am vergangenen Freitag (9. Oktober) als Nachfolgerin von Karoline Leavitt benannt hatte, trat an ihrem zweiten Arbeitstag vor die Kameras im James Brady Briefing Room. Sie betonte, wie geehrt sie sei, für Trump arbeiten zu dürfen – ein Wunsch, den sie nach eigenen Worten schon lange gehegt habe. Anschließend verlas sie sechs Minuten lang holprig vorformulierte Statements, in denen sie die Politik des Präsidenten pries und auf angebliche Erfolge der vergangenen Monate verwies, darunter einen von ihr so bezeichneten "historischen Ein-Tages-Krieg" gegen Venezuela.
Als sie schließlich Fragen zuließ, rief sie zunächst einen Reporter des rechtskonservativen Portals Breitbart News auf, der auf einem Platz saß, den Zacharias Vorgängerin für regierungsfreundliche Medien umgewidmet hatte. Fox-News-Korrespondent Peter Doocy wollte daraufhin wissen, ob die USA ihren Geheimdienstaustausch mit der Ukraine eingestellt hätten. Zacharias Antwort fiel denkbar knapp aus: Sie müsse sich dazu erst noch informieren und werde auf ihn zurückkommen.
Plötzlich nennt Trumps Sprecherin ihren Mann "Präsident"
Der wohl denkwürdigste Moment der kurzen Pressekonferenz kam durch eine vergleichsweise harmlose Frage zustande. Eine Reporterin der "Daily Mail" erkundigte sich, wie Zacharia die anspruchsvolle Position mit vier Kindern zu Hause bewältigen wolle – zumal ihre Vorgängerin Leavitt den Posten unter anderem wegen der Belastung durch die Doppelrolle als Mutter von zwei Kindern aufgegeben hatte. Zacharia geriet ins Straucheln. "Die Vorstellung, die Abende nicht mit meinen Kindern zu verbringen, ist völlig inakzeptabel", begann sie, ehe ihr der folgenschwere Versprecher unterlief: "Mein Präsident – Entschuldigung, mein Ehemann – ist hier draußen." Im Saal brach Gelächter aus.
Zacharia: My president—excuse me, my husband. https://t.co/e1Z2JKxWsy
— Acyn (@Acyn) October 13, 2026
Ihren Erholungsversuch startete sie mit weiterem Lob für Trump, den sie als "den familienfreundlichsten Präsidenten aller Zeiten" bezeichnete. Dann erklärte sie die Veranstaltung für beendet, mit dem Hinweis, Trump breche zu einer "historischen Reise nach Alaska" auf. Laut Zeitplan stand seine Abreise allerdings erst Stunden später an.
"Bin froh, dass wir abgebrochen haben"- TV-Sender schaltet ab
Die Reaktionen der US-Medien fielen vernichtend aus. Der Nachrichtensender MSNBC beendete seine Live-Übertragung vorzeitig. Moderatorin Stephanie Ruhle kommentierte den Auftritt anschließend mit einem Schmunzeln, was im Studio für Gelächter sorgte.
Der ehemalige demokratische Abgeordnete Sean Patrick Maloney zeigte sich fassungslos: "Der Anstand gebietet eigentlich, ihr mehr Zeit zu geben, aber mein Gott." Zacharia habe gleich zu Beginn gegen den Hatch Act verstoßen und alles nur auf Trump und sich selbst ausgerichtet. Sein Fazit: "Ich bin irgendwie froh, dass wir abgeschaltet haben."
Zacharia für kurzen Auftritt zerrissen
Analyst John Avlon bezweifelte grundsätzlich, dass Zacharia jemals in der Lage sein werde, spontan auf Fragen zu reagieren. Man könne sich nicht hinter der Flagge verstecken, so Avlon. Auch "The Independent" urteilte vernichtend über das Debüt. Auch Zuschauer stellen Zacharias bereits nach ihrer ersten Pressekonferenz kein gutes Zeugnis aus. Die Kritik geht so weit, dass einige glaubten, dass sie nicht lange ihren Job behalten wird. "Das ist mehr als peinlich, auf keinen Fall hält sie bis zu den Zwischenprüfungen durch", mutmaßte ein Nutzer auf der Plattform X. "Die neue Pressesekretärin des Weißen Hauses, Katie Zacharia, ist eine wandelnde, sprechende Katastrophe", beschrieb eine Userin ihren Eindruck.
Trump lobt Zacharias' holpriges Debüt als Glanzleistung
Der Präsident selbst sah die Sache erwartungsgemäß anders: Trump soll Zacharias Auftritt als ausgezeichnet bezeichnet haben, berichtet das Nachrichtenportal "Nexta" auf der Plattform X. Eine Einschätzung, die in den US-Medien auf wenig Gegenliebe stieß.
Zacharia selbst machte in ihren vorbereiteten Bemerkungen deutlich, wie sie ihre neue Rolle versteht. Ihre Aufgabe bestehe darin, die Botschaften des Präsidenten zu "verstärken" – etwas, das sie nach eigener Aussage bereits als konservative Kommentatorin getan habe und nun in offizieller Funktion fortsetzen wolle.
Sie strebe danach, "alle Erfolge, die der Präsident für die Amerikaner erzielt, nur weiter auszubauen, zu verstärken und zu vervielfachen", erklärte sie den Reportern. Ihr Ziel sei es, "in völligem Gleichklang mit dem Präsidenten zu kommunizieren, da er sein eigener bester Sprecher ist und dabei absolut die Führung übernehmen wird."
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bos/news.de/stg
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