Donald Trump: Leere Ränge bei Trump-Rede - und plötzlich schweigt der US-Präsident
Wo Donald Trump sonst mit überfüllten Arenen prahlt, herrschte in Youngstown sichtbare Leere - und ausgerechnet der US-Präsident, selbsternannter Meister der Massenmobilisierung, schwieg zum ersten Mal über seine Zuschauerzahlen.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump spricht wieder vor leeren Rängen
- Donald Trumps Abwärtstrend hält an
- Ohio wird für Donald Trump zum Problemstaat
- Donald Trump schweigt ausgerechnet bei seinem Lieblingsthema
Bei Donald Trumps Wahlkampfauftritt im Covelli Center in Youngstown, Ohio, bot sich ein ungewohntes Bild: Zahlreiche Sitze blieben leer. CNN-Moderatorin Kaitlan Collins präsentierte in ihrer Sendung "The Source" Videoaufnahmen aus dem Inneren der Arena, die ganze unbesetzte Sektionen zeigten. Auch sonst sorgte Donald Trump mit der Rede für Schlagzeilen - er irritierte mit einem zweideutigen Kommentar über einen Basketball-Star und ergötzte sich am Körper von Senator Jon Husted.
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Donald Trump spricht wieder vor leeren Rängen
"Es gab einige leere Sitze, wie man sehen kann, wenn man über die oberen Ränge schaut", kommentierte Collins die Bilder. Komplette Bereiche der Arena sowie die oberen Ebenen waren verwaist - und das, obwohl der US-Präsident seinen Anhängern erst kurz zuvor auf Truth Social versichert hatte, bei seinen Reden würde es "niemals" freie Plätze geben.
- "Meine Rallies haben einen enormen Unterschied bei der Begeisterung der Republikanischen Partei gemacht", donnerte Trump trotzig.
Donald Trumps Abwärtstrend hält an
Der Besucherschwund lässt sich konkret beziffern: Laut Schätzungen der "Tribune Chronicle" kamen zu Trumps jüngstem Auftritt nur noch rund 3.000 Menschen in die Arena. Zum Vergleich: Bei Trumps Rede am selben Ort im Jahr 2017 waren es etwa 7.000 Anhänger, 2022 immerhin noch rund 5.500.
Wie der Lokalsender WFMJ berichtete, war ein Viertel der Sitzplätze im Covelli Center mit Planen abgedeckt worden - von den verbleibenden Plätzen wurden lediglich zwei Drittel tatsächlich besetzt. Reporterin Emily Davies von der "Washington Post" veröffentlichte auf X Fotos, die "komplett leere Sektionen" zeigten - aufgenommen in dem Moment, als Trump die Bühne betrat.
Ohio wird für Donald Trump zum Problemstaat
Die schwindende Begeisterung vor Ort spiegelt sich auch in den Umfragedaten wider. Eine CNN-Erhebung vom 29. September bis 5. Oktober ergab, dass Trumps Zustimmungswerte bei den Wählern in Ohio auf magere 36 Prozent abgesackt sind. Noch bedrohlicher für die Republikaner: Der demokratische Senatskandidat Sherrod Brown liegt in derselben Umfrage sechs Prozentpunkte vor dem republikanischen Amtsinhaber Jon Husted. Der einstige Schlüsselstaat, den Trump bei seinen Präsidentschaftskandidaturen noch deutlich für sich entschied, droht den Republikanern vor den Zwischenwahlen zu entgleiten.
Donald Trump schweigt ausgerechnet bei seinem Lieblingsthema
Besonders auffällig: Donald Trump, der bei seinen Auftritten normalerweise keine Gelegenheit auslässt, mit der Zahl seiner Anhänger im Publikum zu protzen, verlor plötzlich kein einziges Wort über die Besucherzahlen. Das bemerkte auch die "Washington Post" in ihrer Berichterstattung. Collins wies zudem darauf hin, dass Trump in der Vergangenheit behauptet hatte, seine diesjährigen Reden seien so überlaufen gewesen, dass draußen Bildschirme für die wartenden Massen aufgestellt werden mussten. Dem war augenscheinlich nicht so.
Demokraten-Strategin: "Er mobilisiert unsere Basis"
Die demokratische Strategin Karen Finney sieht in Trumps Rally-Offensive sogar einen Vorteil für ihre Partei. Im Gespräch mit Collins bei CNN erklärte sie:
- "Behaltet ihn da draußen, denn er mobilisiert demokratische Wähler. Er tut mehr für unsere Basis, als wir es könnten - besonders angesichts der Tatsache, dass unsere Kandidaten finanziell so dramatisch unterlegen sind."
- Besonders Unabhängige im Kernland würden daran erinnert: "Dieser Typ ist der Grund, warum eure Preise so hoch sind. Dieser Typ ist der Grund, warum eure Farm kämpft."
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rut/news.de/stg
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