Donald Trump: Er kann nicht an sich halten - Trump schürt Wut mit falscher Behauptung

Während Donald Trumps Zustimmungswerte in den Keller rutschen, greift der US-Präsident den demokratischen Senatskandidaten Roy Cooper mit nachweislich falschen Behauptungen an. Diese wütende Attacke musste er offenbar loswerden.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump nutzte den US-amerikanischen Columbus Day für eine bissige Attacke. (Foto) Suche
Donald Trump nutzte den US-amerikanischen Columbus Day für eine bissige Attacke. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump attackiert Roy Cooper
  • Donald Trump tobt wegen Kriminalitätsbilanz
  • Donald Trump brüskiert von Demokraten-Kandidat

Während die meisten Amerikaner den Columbus Day eher entspannt angingen, nutzte Donald Trump den Feiertag für eine wütende Attacke auf seinen politischen Gegner in North Carolina. Auch mit einem Wahlkampfauftritt in Ohio sorgte der US-Präsident für Schlagzeilen - erst scheiterte er mit einem zweideutigen Spruch in Richtung von Basketball-Star Sophie Cunningham, später konnte er beim Anblick von Senator Jon Husted kaum wegsehen.

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Donald Trump attackiert Roy Cooper wegen angeblicher Entlassung von Mördern

In einem ausführlichen Beitrag auf Truth Social griff Donald Trump den demokratischen Senatskandidaten und früheren Gouverneur Roy Cooper mit scharfen Vorwürfen an. In seinem Posting behauptete Trump, Cooper habe während der Corona-Pandemie 83 Mörder freigelassen - darunter 51, die lebenslange Haftstrafen verbüßten. 25 von ihnen hätten anschließend erneut getötet.

Der Hintergrund: Cooper bewirbt sich um den Senatssitz, den der scheidende republikanische Senator Thom Tillis - selbst ein offener Trump-Kritiker - räumt. Sein Gegner ist der Republikaner Michael Whatley. Doch für die Republikaner sieht es düster aus: Im Durchschnitt der Umfragen von RealClearPolitics, erhoben zwischen dem 6. September und dem 10. Oktober, liegt Cooper mit 49,9 zu 40,9 Prozent vorn - ein Vorsprung von neun Punkten in einem Staat, den Trump 2024 noch gewonnen hatte.

Donald Trump tobt wegen Kriminalitätsbilanz

"Es hat nie einen Gouverneur mit einer so schlechten Kriminalitätsbilanz gegeben, und es wird nie einen geben!", tobte der US-Präsident gegen Cooper.

Doch die Fakten erzählen eine andere Geschichte: Laut FactCheck.org waren die 51 Häftlinge mit lebenslangen Strafen zwar Teil einer Gruppe, die im Rahmen eines Gefängnisvergleichs für eine Bewährung infrage kam - allerdings hatten sie diesen Anspruch bereits zuvor, unabhängig von der Vereinbarung. Coopers Wahlkampfteam betont zudem, dass Strafverfolgungsbehörden und Bewährungsbeamte die Entscheidungen trafen, nicht der Gouverneur persönlich.

Besonders bemerkenswert: Trump zog einen Vergleich zum berüchtigten Willie-Horton-Fall von 1988 und behauptete, Horton habe "drei Frauen vergewaltigt und getötet". Auch das ist nachweislich falsch - Horton beging während seines Freigangs einen Überfall und eine Vergewaltigung, tötete aber niemanden.

Donald Trump brüskiert von Demokraten-Kandidat

Der Demokrat lässt die Trump-Angriffe nicht unbeantwortet und setzt auf seine Vergangenheit als oberster Staatsanwalt von North Carolina. Sein Wahlkampfteam verweist auf die Jahre, in denen Cooper selbst Strafverfahren führte - ein Profil, das die republikanische Darstellung eines nachsichtigen Politikers konterkarieren soll. Gezielt grenzt sich Cooper dabei von linken Positionen ab: Er habe sich gegen eine Kürzung von Polizeibudgets gestellt, gemeinsam mit Republikanern strengere Kautionsregelungen durchgesetzt und sogar mit der Trump-Regierung bei der Bekämpfung von Fentanyl kooperiert. Die Botschaft ist klar - hier kandidiert kein Parteisoldat, sondern ein Pragmatiker.

  • "Die Menschen haben genug von diesem extremen Parteidenken, das wir überall im Land erleben", sagte Cooper laut "The Daily Beast" Anfang Oktober gegenüber Reportern.
  • "Wenn wir mehr Leute wählen, die verstehen, dass Konsens etwas Gutes sein kann, ist das positiv", fuhr er fort.

Donald Trumps Zustimmungswerte sind keine Hilfe

Während Cooper auf Distanz zum eigenen Parteiestablishment geht, wählt sein republikanischer Kontrahent den entgegengesetzten Weg. Bei einer Trump-Kundgebung im September in Gastonia stellte sich Whatley demonstrativ neben den US-Präsidenten und verkündete: "Ich stehe immer noch zu diesem Mann." Das Problem für Whatley: Trumps Zustimmungswerte "dümpeln" bei knapp über 30 Prozent. Die enge Anbindung an einen derart unbeliebten Präsidenten könnte sich für den republikanischen Kandidaten als strategischer Fehler erweisen.

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