J.D. Vance: Niemand hört ihm zu - Experte sieht Vance-Aus schon kommen

Donald Trump und J.D. Vance sollen den US-Wahlkampf gemeinsam bestreiten - doch während der US-Präsident alles überstrahlt, droht seinem Vize bei einer möglichen Wahlschlappe ein folgenreiches Ende.

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Muss J.D. Vance bald für Donald Trump den Kopf hinhalten? (Foto) Suche
Muss J.D. Vance bald für Donald Trump den Kopf hinhalten? Bild: picture alliance/dpa/Pool Getty Images North America/AP | Samuel Corum
  • J.D. Vance müsste für Niederlage bei Zwischenwahlen geradestehen
  • Donald Trump übertönt J.D. Vance im Wahlkampf
  • J.D. Vance praktisch chancenlos bei dieser Wählergruppe
  • J.D. Vance weniger beliebt als Marco Rubio

Innerhalb der Republikanischen Partei wächst angeblich die Nervosität: Sollte sie bei den US-Zwischenwahlen im November schwere Verluste erleiden, könnte US-Vizepräsident J.D. Vance, der sich zuletzt bei einer simplen Frage selbst bloßstellte, als derjenige dastehen, der den Kopf hinhalten muss - mit potenziell verheerenden Konsequenzen für seine Ambitionen auf das Weiße Haus 2028.

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J.D. Vance müsste für Niederlage bei Zwischenwahlen geradestehen

Ein republikanischer Wahlkampfstratege, der an Senatskampagnen arbeitet, formulierte es gegenüber "MS NOW" unmissverständlich: Sollte die Partei im November baden gehen und Trump-Vize Vance anschließend eine Präsidentschaftskandidatur für 2028 anstreben, dann habe man "einen künftigen Präsidentschaftskandidaten, der für einen großen Teil dieser Niederlage geradestehen muss."

Dabei ist Vance keineswegs untätig. Ein Parteioffizieller bestätigte, dass der Trump-Vize in diesem Herbst "genauso viel auf Wahlkampftour sein wird wie der Präsident". Beide seien "gleichermaßen involviert", um die eigene Basis zu mobilisieren. Doch genau diese geteilte Verantwortung birgt erhebliche Risiken.

Donald Trump übertönt J.D. Vance im Wahlkampf

Das grundlegende Problem von J.D. Vance lässt sich dem Bericht nach in einem Bild zusammenfassen: Vance spricht, aber niemand hört zu. Ein republikanischer Wahlkampfstratege brachte es bei MS NOW auf den Punkt: Trumps "Reichweite ist einfach zehnmal größer als das, was Vance sagt oder tut."

Dabei attestierte derselbe Stratege dem Vizepräsidenten durchaus Geschick bei einer der heikelsten Aufgaben der amerikanischen Politik - nämlich die Äußerungen und Aktionen des US-Präsidenten für ein breiteres Publikum einzuordnen. Die entscheidende Frage bleibe jedoch, ob diese Vermittlerrolle bei den Wählern tatsächlich verfange. Laut dem Parteioffiziellen werden Trump und Vance zudem strategisch eingesetzt - und bewusst von Orten ferngehalten, an denen ihre Anwesenheit lokalen Kandidaten schaden könnte.

J.D. Vance praktisch chancenlos bei dieser Wählergruppe

Die Zahlen untermauern die Sorgen der Parteiinsider. Eine landesweite Erhebung der Bowling Green State University in Zusammenarbeit mit YouGov, durchgeführt zwischen Ende August und Anfang September, zeichnet ein düsteres Bild: 53 Prozent der unabhängigen Wähler bewerten Vance negativ, lediglich 29 Prozent haben eine positive Meinung von ihm. Selbst in Ohio, wo Vance einst als Senator antrat, liegt seine Zustimmung im negativen Bereich.

Robert Alexander, der als Politikwissenschaftler die Umfrage leitete, fand gegenüber MS NOW deutliche Worte zur Frage, ob Vance republikanischen Kandidaten in Ohio Rückenwind verleihen könne:

  • "Ich glaube nicht, dass die Leute überhaupt über JD Vance reden. Ich denke einfach nicht, dass er besonders viel Zugkraft hat."

J.D. Vance weniger beliebt als Marco Rubio

In Umfragen zur republikanischen Präsidentschaftskandidatur 2028 gilt Vance zwar als früher Favorit - doch die Begeisterung an der Basis erzählt eine andere Geschichte. Trump-Anhänger, die von MS NOW befragt wurden, zeigten sich deutlich angetan von Außenminister Marco Rubio. Dieser sei "dynamisch", "charismatisch" und habe schlicht "mehr Ausstrahlung" als der Vizepräsident.

Für Vance ist das der Analyse nach ein alarmierendes Signal: Wer schon vor einer möglichen Schlappe bei der eigenen Kernwählerschaft nicht die erste Wahl ist, dürfte es nach einem desaströsen Wahlergebnis erst recht schwer haben. Die parteiinterne Konkurrenz schläft nicht - und Rubio scheint sich bereits als Alternative in Stellung zu bringen, ohne dafür aktiv Wahlkampf führen zu müssen.

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