Donald Trump: US-Präsident ist stinksauer - Trump zieht angeblich Schlussstrich

Ihr Treiben könnte selbst Donald Trump zu bunt sein. Kimberly Guilfoyles Zeit als US-Botschafterin in Athen soll abrupt enden. Der US-Präsident hat offenbar genug. Pikant: Die ehemalige Fox-News-Moderatorin ist die Ex-Verlobte von Trump-Sohn Donald Jr.

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Donald Trump (Foto) könnte die Ex-Verlobte seines Sohnes Donald Jr. entlassen. (Foto) Suche
Donald Trump (Foto) könnte die Ex-Verlobte seines Sohnes Donald Jr. entlassen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump angeblich "extrem sauer" auf Kimberly Guilfoyle
  • Kimberly Guilfoyle: Drohungen, Luxusleben und die "Trump-Karte"
  • Wirbel um Kreditkartenschulden von Kimberly Guilfoyle
  • Trump-Vertraute wird plötzlich zum Problemfall

Die Tage von Kimberly Guilfoyle als US-Botschafterin in Griechenland sollen angeblich gezählt sein. Sowohl Donald Trump, der mit einer wütenden Attacke im Netz zuletzt für Schlagzeilen sorgte, als auch Außenminister Marco Rubio sind offenbar außer sich vor Wut über das Verhalten der 57-Jährigen in Athen - und erwägen nun, sie von ihrem Posten abzuberufen.

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Donald Trump angeblich "extrem sauer" auf Kimberly Guilfoyle

Ein hochrangiger US-Regierungsbeamter erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press, Donald Trump und Rubio seien "extrem sauer" auf die ehemalige Fox-News-Moderatorin. Eine Entscheidung über ihre Zukunft soll demnächst fallen - voraussichtlich nach dem Columbus-Day-Feiertag.

Seit Wochen prasseln Vorwürfe auf die einstige Verlobte von Donald Trump Jr. ein: Machtmissbrauch, zweifelhafte Finanztransaktionen und diplomatische Entgleisungen. Das "Wall Street Journal" hatte in einer ganzen Serie von Berichten seit Ende September fragwürdiges Verhalten der Trump-Vertrauten dokumentiert.

Kimberly Guilfoyle: Drohungen, Luxusleben und die "Trump-Karte"

Die Liste der Anschuldigungen gegen Guilfoyle ist beachtlich. Laut "Wall Street Journal" soll sie ihren diplomatischen Posten systematisch für einen extravaganten Lebensstil missbraucht haben - inklusive der Forderung nach kostenlosen Mahlzeiten. Mitarbeiter der US-Botschaft in Athen, die ihr Verhalten hinterfragten, habe sie mit ihrer Nähe zum US-Präsidenten eingeschüchtert.

Besonders brisant: Bei einem Abendessen im März soll Guilfoyle Gästen gedroht haben, die Vereinigten Staaten könnten die griechische Regierung destabilisieren, wenn sie es wollten. Darüber hinaus steht der Vorwurf im Raum, sie habe die Geschäftsinteressen eines griechischen Bau- und Energiekonzerns gezielt gefördert und dessen Lobbyisten Zugang zu vertraulichen diplomatischen Gesprächen ermöglicht. Die britische "Daily Mail" berichtete zudem, Guilfoyle habe das Botschaftspersonal derart vergrault, dass die Grenzen des für eine US-Botschafterin angemessenen Verhaltens längst überschritten seien.

Kimberley Guilfoyle ist die Ex-Verlobte von Donald Trump Jrr. (Foto) Suche
Kimberley Guilfoyle ist die Ex-Verlobte von Donald Trump Jrr. Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Mark Hertzberg

Wirbel um Kreditkartenschulden von Kimberly Guilfoyle

Noch brisanter als die diplomatischen Eskapaden ist ein mutmaßlicher Geschäftsdeal: Kurz vor ihrer Bestätigungsanhörung im Senat soll Guilfoyle den Trump-Unterstützer Eric Deters aufgefordert haben, ihre Kreditkartenschulden in Höhe von 100.000 Dollar zu begleichen. Im Gegenzug habe sie ihm Zugang zu Regierungsvertretern in Aussicht gestellt.

Vom "Wall Street Journal" veröffentlichte Audioaufnahmen zeichnen zudem das Bild einer Botschafterin mit ausgeprägtem Geltungsdrang. Guilfoyle war offenbar außer sich, weil sie nicht zu einer Veranstaltung mit Griechenland-Bezug beim Weltwirtschaftsforum in Davos eingeladen worden war. Über die Organisatorin sagte sie demnach: "Die US-Botschafterin in Griechenland nicht einzuladen, geht gar nicht. Sie sollte mir die Füße küssen." Bei derselben Gelegenheit soll sie mit Luxusreisen nach Frankreich in Begleitung von Energiemanagern geprahlt haben.

Trump-Vertraute wird plötzlich zum Problemfall

Rubios Haltung gegenüber Guilfoyle durchlief innerhalb weniger Tage eine bemerkenswerte Wandlung. Noch kürzlich bezeichnete er sie während seines Athen-Besuchs als "starke Botschafterin". Guilfoyle war bei nahezu sämtlichen Terminen des Außenministers zugegen und empfing ihn bei seiner Ankunft mit einer herzlichen Umarmung - obwohl die Vorwürfe gegen sie da längst die Runde machten. Als dann ein weiterer belastender Bericht erschien, war es mit der Geduld des US-Außenministers offenbar vorbei.

Das US-Außenministerium hat mittlerweile eine formelle Untersuchung gegen Guilfoyle eingeleitet. Guilfoyle selbst weist sämtliche Vorwürfe zurück und stellt die Glaubwürdigkeit der gegen sie vorgebrachten Belege infrage. Die Echtheit der von Deters veröffentlichten Textnachrichten hat sie ausdrücklich angezweifelt.

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