Donald Trump: US-Präsident entsetzt mit zweideutigem Spruch über blonden Basketball-Star

Donald Trump nutzte eine Wahlkampfveranstaltung in Ohio, um WNBA-Spielerin Sophie Cunningham öffentlich auf ihr Aussehen zu reduzieren - und schob eine vermeintliche Entschuldigung nach, die alles nur noch schlimmer machte.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump sorgt mit einer fragwürdigen Aussage wieder für Schlagzeilen. (Foto) Suche
Donald Trump sorgt mit einer fragwürdigen Aussage wieder für Schlagzeilen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump entsetzt mit Urteil über Basketball-Star
  • Sophie Cunningham ist voll auf Donald Trumps Linie
  • Donald Trump: Seine Entschuldigung ist purer Spott
  • Donald Trump entsetzt Beobachter im Netz

Wieder einmal hat Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung für Empörung gesorgt. Der US-Präsident beherrscht mit seinen irritierenden Auftritten, die oft in fragwürdigen verbalen Attacken münden, aktuell die Schlagzeilen. Trump sprach in Youngstown (US-Bundesstaat Ohio) über die WNBA-Spielerin Sophie Cunningham - und reduzierte die 30-Jährige dabei im Wesentlichen auf ihr Äußeres.

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Donald Trump entsetzt mit Urteil über Basketball-Star Sophie Cunningham

Statt ihre sportlichen Fähigkeiten zu würdigen, entsetzte Donald Trump vor seinen Anhängern mit der Aussage, viele Männer wollten Cunningham vor allem deshalb spielen sehen, weil sie "wunderschön" sei. Noch deutlicher wurde er, als er sich auf der Bühne an den ehemaligen NFL-Coach Jon Gruden wandte, der ihn zu der Veranstaltung begleitet hatte: Cunningham würde einem Team nicht bei den Punkten helfen, wohl aber bei den Zuschauerzahlen. Die Äußerungen, die in Videos beim Netzwerk X dokumentiert sind, lösten in den sozialen Medien umgehend heftige Kritik aus.

Sophie Cunningham ist voll auf Donald Trumps Linie

Cunningham spielte bisher als Guard bei den Indiana Fever und gehört zu den schillerndsten Persönlichkeiten der WNBA. Ihren Spitznamen "MAGA Barbie" erhielt sie bereits während ihrer College-Zeit in Missouri - laut "Complex" unter anderem deshalb, weil sie in sozialen Medien konservativen Stimmen wie Candace Owens folgte.

Zur polarisierenden Figur innerhalb der Liga wurde sie spätestens im Juli dieses Jahres, als sie sich in einem ESPN-Profil öffentlich gegen die Teilnahme von Transgender-Athletinnen im Frauensport aussprach. Sie wolle den "Frauensport schützen", erklärte Cunningham damals. Damit stellte sie sich klar hinter die Linie der Trump-Regierung, die Transgender aus dem Frauensport ausschließen will - und machte sich in MAGA-Kreisen zur Sympathieträgerin.

Donald Trump: Seine Entschuldigung ist purer Spott

Nach seinem pikanten Urteil spottete Donald Trump in einer halbherzigen Selbstkorrektur: "Als Politiker darf man das nicht mehr sagen. Bitte, bitte, lasst mich das zurücknehmen. Jedes Mal, wenn ein Politiker eine Frau als schön bezeichnet, ist das in der modernen politischen Welt normalerweise das Ende seiner Karriere." Doch statt tatsächlich zurückzurudern, legte Trump nach: "Aber Sophie ist eine wunderschöne junge Frau."

Donald Trump entsetzt Beobachter im Netz

Die Reaktionen im Netz ließen nicht lange auf sich warten.

  • Mehdi Hasan, Gründer von Zeteo News, nannte Trump auf X schlicht einen "alten Widerling".
  • Fantasy-Sport-Autor Michael Salfino von "The Athletic" fand ein noch kürzeres Urteil: "Schwein."
  • Ron Filipkowski, Chefredakteur des MeidasTouch Network, brachte Trumps Aussage auf den Punkt: Der Präsident sage im Grunde, dass Cunningham schlecht Basketball spiele, er sie aber möge, weil sie attraktiv sei.
  • "Jeopardy!"-Champion Hemant Mehta zeigte sich fassungslos: "Oh. Mein. Gott. Selbst er weiß, dass sie eigentlich keine gute Spielerin ist."
  • Der politische Kommentar-Account "PatriotTakes" ordnete Trumps Worte als "eine Art vergiftetes Kompliment" ein.

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