Papst Leo: Indirekte Kritik an Trumps Regierung? Botschaft gegen die Todesstrafe

Die USA verüben weiterhin Hinrichtungen. Nachdem US-Verteidigungsminister Pete Hegseth darüber sprach, die Tötung eines Attentäters live zu übertragen, meldete sich Papst Leo XIV. zu Wort. Er sendete eine klare Botschaft gegen die Todesstrafe.

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Papst Leo XIV. spricht sich gegen die Todesstrafe aus. (Foto) Suche
Papst Leo XIV. spricht sich gegen die Todesstrafe aus. Bild: picture alliance/dpa/AP | Gregorio Borgia
  • Papst Leo XIV. verurteilt die Todesstrafe
  • Pontifex spricht von verletzter Würde
  • Botschaft des katholischen Kirchenoberhaupts richtet sich gegen US-Regierung

Nach der fehlgeschlagenen Hinrichtung der verurteilten Mörderin Christa Pike ist das Thema Todesstrafe wieder präsenter denn je. Papst Leo XIV. hat sich am Samstag auf der Plattform X klar gegen die Todesstrafe positioniert. Seine Reaktion wird in den Medien auch als Kritik an der von Pete Hegseth befürworteten möglichen Hinrichtung desArmeepsychiaters Nidal Hassan gesehen.

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Papst LeoXIV. mit wichtiger Botschaft - Pontifex stellt sich gegen die Todesstrafe

 

Zum Welttag gegen die Todesstrafe erklärte das Oberhaupt der katholischen Kirche, dass diese Praxis gegen die Unantastbarkeit und Würde jedes Menschen verstoße. "Das Gemeinwohl kann geschützt und den Anforderungen der Gerechtigkeit kann Genüge getan werden, ohne auf die Todesstrafe zurückzugreifen", schrieb der Pontifex. Zugleich verwies Leo XIV. darauf, dass mittlerweile leistungsfähige Haftsysteme existierten. Diese könnten die Bevölkerung schützen und Verurteilten gleichzeitig eine Chance auf innere Umkehr lassen. Seinen Beitrag kennzeichnete er mit dem Hashtag #NoDeathPenalty. Der Papst stammt aus einem Land, in dem die Todesstrafe weiter praktiziert wird. 

Die Haltung der römisch-katholischen Kirche zur Todesstrafe ist bereits seit Längerem ablehnend. Unter anderem findet sich diese Position im Katechismus, der maßgeblich vom damaligen Wiener Erzbischof Christoph Schönborn erarbeitet wurde, berichtet der österreichische "Kurier".

Fehlgeschlagene Hinrichtung und Livestream-Kontroverse - Trump-Regierung am Pranger

In den USA sorgt die Todesstrafe derzeit gleich aus mehreren Gründen für heftige Diskussionen. Am vergangenen Mittwoch überlebte Christa Pike in Nashville, Tennessee, zwei Injektionen des üblicherweise tödlichen Wirkstoffs Pentobarbital. Die missglückte Hinrichtung rückte die Vollstreckungspraxis erneut ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit.

Zusätzlich sorgte Verteidigungsminister Pete Hegseth für Aufsehen, als er ankündigte, die für Dezember angesetzte Exekution des Attentäters von Fort Hood per Livestream übertragen zu wollen. Hassan war wegen eines Anschlags auf einem Militärstützpunkt zum Tode verurteilt worden. Vizepräsident Vance distanzierte sich öffentlich von dem Vorhaben. Auch Präsident Donald Trump ruderte zurück und erklärte, über eine Liveübertragung sei noch nicht endgültig entschieden worden.

Steigende Hinrichtungszahlen trotz schwindender Zustimmung in den USA

Allein in diesem Jahr wurden in den Vereinigten Staaten bereits 30 Todesurteile vollstreckt. Im Vorjahr lag die Zahl bei 47 Hinrichtungen – so viele wie seit 2009 nicht mehr. Obwohl die Unterstützung für die Todesstrafe in der US-Bevölkerung rückläufig ist, halten nach wie vor rund zwei Drittel der Befragten sie für eine angemessene Bestrafung bei Mord. Die USA stehen damit international zunehmend isoliert da: Etwa drei Viertel aller Staaten weltweit haben die Todesstrafe inzwischen entweder gesetzlich abgeschafft oder wenden sie in der Praxis nicht mehr an.

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/news.de/stg

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