Donald Trump: "Er wird noch verrücktere Dinge tun" – Ex-Sprecherin warnt vor US-Präsidenten
Donald Trump könnte noch unberechenbarer werden, warnt seine frühere Sprecherin Stephanie Grisham. Sie erhebt schwere Vorwürfe gegen den US-Präsidenten und stellt infrage, wer künftig für ihn arbeiten will.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Grisham erwartet, dass Trump künftig noch unberechenbarer handeln könnte
- Laut der Ex-Sprecherin habe Trump sie zum Lügen ermutigt
- Die chaotischen Zustände könnten es erschweren, einen neuen Sprecher zu finden
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In der CNN-Sendung "News Central" sprach Stephanie Grisham mit Moderatorin Brianna Keilar über die jüngsten Veränderungen im Kommunikationsteam von Donald Trump. Anlass war der abrupte Abgang von Katie Zacharia, die nach einem missglückten Start und mehreren problematischen Fernsehauftritten ihren Posten als Sprecherin des Weißen Hauses wieder verlor.
Für Grisham kam diese Entwicklung offenbar nicht überraschend. Ihrer Einschätzung nach sei Zacharia vor allem aufgrund einzelner Fernsehauftritte eingestellt worden, ohne dass ihre Eignung zuvor ausreichend geprüft worden sei. Das Beispiel zeige, wie chaotisch Personalentscheidungen im Umfeld des US-Präsidenten ablaufen könnten.
Die frühere Mitarbeiterin kennt die Abläufe im Weißen Haus aus eigener Erfahrung. Sie war während Trumps erster Amtszeit als Pressesprecherin tätig, trat jedoch am 6. Januar 2021 zurück. Seitdem gehört sie zu den deutlichen Kritikern des Präsidenten.
Grisham erwartet eine weitere Zuspitzung
Besonders deutlich wurde Grisham laut "Raw Story" bei ihrer Einschätzung der kommenden Monate. Sie geht davon aus, dass Trump künftig noch weniger Zurückhaltung zeigen könnte. Dabei verwies sie auf seine begrenzte verbleibende Amtszeit und die möglichen Folgen für sein Verhalten. "Er wird bald nur noch ein Präsident mit begrenzter Amtszeit sein", erklärte Grisham. Anschließend formulierte sie eine düstere Prognose: Trump werde vermutlich "noch verrücktere Dinge tun", als er es bisher getan habe. Auch das unmittelbare Umfeld des Präsidenten müsse sich nach ihrer Darstellung auf weitere Turbulenzen einstellen. Was Außenstehende als außergewöhnlich oder verstörend wahrnähmen, werde innerhalb des Teams offenbar längst als gewöhnlicher Bestandteil des Arbeitsalltags betrachtet.
Grisham beschrieb die Situation mit drastischen Worten: "Die Leute in Trumps Umfeld sind absolutes Chaos gewohnt." Für sie sei das ein Hinweis darauf, wie sehr sich die Beteiligten an die ständigen Unruhen angepasst hätten. Die eigentliche Gefahr bestehe darin, dass sich diese Dynamik weiter verschärfen könnte.
Grisham: "Im schlimmsten Fall erzählt man einfach eine Lüge"
Neben den Personalproblemen kritisierte Grisham auch die Erwartungen, die Trump ihrer Darstellung zufolge an seine Sprecherinnen und Sprecher stellte. Sie schilderte eine Arbeitskultur, in der sorgfältige Vorbereitung und überprüfbare Fakten offenbar nicht immer im Mittelpunkt gestanden hätten. Nach ihren Angaben habe Trump sie wiederholt dazu ermutigt, Aussagen zu machen, ohne sich vorher umfassend vorzubereiten. Entscheidend sei demnach weniger gewesen, ob eine Behauptung der Wahrheit entsprach, sondern vielmehr, ob sie überzeugend vorgetragen wurde.
Die Vorwürfe werfen ein kritisches Licht auf die Rolle der politischen Kommunikation im Weißen Haus. Grisham zufolge müssten Sprecherinnen und Sprecher ihre Aussagen in erster Linie an den Erwartungen des Präsidenten ausrichten.
Warum will sich jemand diesen Job antun?
Grisham selbst hielt während ihrer Zeit als Sprecherin keine offizielle Pressekonferenz ab. Rückblickend sieht sie darin keinen Makel, sondern vielmehr einen Grund zur Genugtuung. "Ich weiß, dass ich nie hinter diesem Rednerpult stand, aber darauf bin ich heute sehr stolz", sagte sie. Zugleich räumte sie ein, dass Trump durchaus als besonders zugänglicher Präsident gelten könne. Das bedeute allerdings keineswegs, dass er auch besonders ehrlich sei. Damit unterschied sie ausdrücklich zwischen seiner Erreichbarkeit und seiner Glaubwürdigkeit.
Mit Blick auf die anstehenden Zwischenwahlen stellt sich für Grisham deshalb eine grundsätzliche Frage: Wer ist überhaupt noch bereit, die Kommunikationsarbeit für Trump zu übernehmen? Die jüngsten Personalquerelen könnten die Suche nach einer Nachfolge zusätzlich erschweren.
Ihre Warnung ist deutlich: Wenn der Präsident tatsächlich noch unberechenbarer wird und von seinen Mitarbeitern weiterhin bedingungslose Loyalität erwartet, dürfte der Sprecherposten zu einer immer größeren Herausforderung werden. Ob sich geeignete Kandidaten finden, bleibt offen.
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mlk/news.de
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