Donald Trump: Weißes Haus verspottet Menschen mit Down Syndrom – Beleidigung sorgt für Kritik

Nach einem Wortgefecht zwischen Donald Trump und einem Journalisten legt das Weiße Haus mit einer diskriminierenden Beleidigung nach. Auch Vizepräsident J.D. Vance mischt sich in den Streit ein.

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Weißes Haus attackiert Reporter mit geschmackloser Beleidigung nach Wortgefecht mit Trump (Foto) Suche
Weißes Haus attackiert Reporter mit geschmackloser Beleidigung nach Wortgefecht mit Trump Bild: picture alliance/dpa/AP | Lindsey Wasson
  • Trump attackiert Reporter Andrew Feinberg im Oval Office
  • Ein offizieller X-Account des Weißen Hauses verbreitet eine abwertende Beleidigung
  • Der Vorfall sorgt wegen früherer Bekenntnisse Trumps für Menschen mit Down Syndrom für Kritik

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Ein heftiger Streit im Oval Office zieht weitere Kreise. Nachdem Donald Trump den Journalisten Andrew Feinberg bei einem Pressetermin scharf angegangen war, legte ein offizieller Kommunikationskanal des Weißen Hauses mit einer diskriminierenden Beschimpfung nach. Auch Vizepräsident J.D. Vance schaltete sich in die Auseinandersetzung ein. Der Vorfall sorgt für Kritik, zumal die verwendete Bezeichnung Menschen mit Down Syndrom herabwürdigt.

Trump gerät mit Reporter aneinander

Auslöser war laut "Daily Beast" ein Termin am Dienstag im Oval Office. Der Journalist Andrew Feinberg, der für die britische Zeitung "The Independent" berichtet, wollte offenbar Fragen zu den Plänen für einen Golfplatz im East Potomac Park in Washington stellen. Trump reagierte gereizt und forderte den Reporter zunächst auf, still zu sein.

"Was stimmt nicht mit Ihnen? Sind Sie krank?", fragte der US-Präsident. Feinberg antwortete knapp, dass ihm keine gesundheitlichen Probleme bekannt seien. Trump legte nach und erklärte, seiner Ansicht nach stimme mit dem Journalisten etwas nicht.

Bereits wenige Minuten zuvor hatte es eine weitere angespannte Begegnung gegeben. Trump hatte Feinberg aufgefordert, vorsichtig zu sein, obwohl dieser nach eigenen Angaben kurz zuvor seinen Namen genannt hatte. Der Reporter kritisierte anschließend auf X, dass der Präsident ihn offenbar nicht wiedererkannt habe.

Offizieller Account verbreitet diskriminierende Äußerung

Besonders brisant wurde der Fall durch eine Reaktion des sogenannten "Rapid Response"-Accounts. Über diesen Kanal verbreiten Mitarbeiter des Weißen Hauses politische Botschaften und reagieren auf Kritik an der Regierung. Der Account griff Feinberg mit einer abwertenden Bezeichnung an, die Menschen mit Down Syndrom beleidigt und schrieb: "grillt den mongoloiden Idioten @AndrewFeinberg"

In dem Beitrag wurde Trumps Wortwechsel mit dem Reporter aufgegriffen und dessen Verhalten zusätzlich herabgesetzt. Die Verwendung des Begriffs ist besonders problematisch, weil er auf überholten und diskriminierenden Vorstellungen aus dem 19. Jahrhundert beruht. Er gilt seit Jahrzehnten als verletzend und ist in der heutigen Sprache nicht akzeptabel.

Der Zeitpunkt verschärft die Kritik zusätzlich. Der Oktober wird in den USA als Monat des Bewusstseins für das Down Syndrom begangen. Trump hatte diesen Anlass zuvor selbst mit einer offiziellen Proklamation gewürdigt. Damit steht die Wortwahl des Regierungsteams in deutlichem Widerspruch zu diesem öffentlichen Bekenntnis.

Kritik an Trumps Team wegen wiederholter Beleidigungen

Der Vorfall steht offenbar nicht für sich allein. Laut dem Bericht von "The Daily Beast" haben Mitarbeiter der Trump-Regierung Journalisten bereits mehrfach mit persönlichen Angriffen und abwertenden Ausdrücken bedacht. Betroffen waren unter anderem Medienvertreter, die Fragen zum Gesundheitszustand des Präsidenten gestellt hatten.

Auch Kommunikationsdirektor Steven Cheung soll die gleiche diskriminierende Formulierung in der Vergangenheit gegen Feinberg verwendet haben. Weitere Angriffe aus dem Umfeld des Weißen Hauses richteten sich gegen Reporter und Medienorganisationen, die kritisch über die Regierung berichteten.

Wer die konkrete Veröffentlichung auf dem "Rapid Response"-Account veranlasste, blieb zunächst unklar. Eine eindeutige Verantwortungsübernahme aus dem Weißen Haus gab es dem Bericht zufolge nicht. Stattdessen verwies das Umfeld des Präsidenten auf dessen Äußerungen während des Termins.

Widerspruch zu früheren Gesten des Präsidenten

Zusätzliche Brisanz erhält die Angelegenheit durch frühere öffentliche Auftritte Trumps mit Menschen mit Down Syndrom. Im Jahr 2025 ließ er sich im Oval Office mit Valentina Duffy fotografieren, deren Vater Sean Duffy als Verkehrsminister tätig ist. Solche Bilder stehen nun im Kontrast zu der beleidigenden Wortwahl, die über einen offiziellen Regierungskanal verbreitet wurde.

Feinberg verteidigt seine journalistische Arbeit

Nach dem Vorfall schilderte Feinberg die Begegnung mit Trump und Vance in einem eigenen Artikel. Er machte deutlich, dass er wegen seiner Arbeit zum Ziel der Angriffe geworden sei.
"Weil ich meiner Arbeit nachging, geriet ich ins Visier von Trump und seinem Team", schrieb der Journalist.

Zugleich reagierte Feinberg mit einer persönlichen Klarstellung auf die Bemerkungen des Präsidenten zu seiner Gesundheit. Er verwies darauf, dass er erst Anfang des Monats seine jährliche Vorsorgeuntersuchung absolviert habe und sich guter Gesundheit erfreue.

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