Donald Trump: Iran-Angriff vor den Wahlen – US-Präsident will seinen Wählern Stärke demonstrieren

Donald Trump soll vor den US-Zwischenwahlen neue Angriffe auf Iran erwägen. Das Pentagon prüft offenbar mögliche Militärschläge. Für Trump könnte der Schritt auch politisch wichtig sein, doch eine Entscheidung steht noch aus.

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Trump erwägt offenbar neuen Iran Angriff: Präsident will Stärke demonstrieren Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Clodagh Kilcoyne
  • Das Pentagon soll verschiedene Angriffsszenarien prüfen
  • Hohe Energiepreise setzen Trump und die Republikaner unter Druck
  • Ob es tatsächlich zu neuen Angriffen kommt, ist bislang offen

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Donald Trump soll im Vorfeld der US Zwischenwahlen neue Militärschläge gegen Iran erwägen. Nach einem Bericht von "The Atlantic" lässt das Pentagon derzeit mögliche Einsatzszenarien ausarbeiten. Eine Entscheidung ist demnach noch nicht gefallen.

Pentagon soll Angriffspläne vorbereiten

Nach Angaben von Regierungsvertretern werden im US-Central-Command verschiedene Optionen geprüft. Dabei geht es um mögliche Angriffe noch vor den Kongresswahlen am 3. November. Wie umfangreich ein solcher Einsatz ausfallen könnte, ist demnach noch offen. Ein Vertreter des Weißen Hauses betonte gegenüber der "Daily Mail", Trump habe weiterhin sämtliche Möglichkeiten auf dem Tisch. "Präsident Trump hält alle Trümpfe in der Hand und wird das tun, was für die Vereinigten Staaten am besten ist."

Die Überlegungen kommen zu einem politisch schwierigen Zeitpunkt. Trump steht wegen der hohen Energiepreise und der Folgen des Irankrieges zunehmend unter Druck. In einer aktuellen "Reuters/Ipsos"-Umfrage erreicht seine Zustimmung nur noch 32 Prozent. Bei der Frage nach der bevorzugten Partei für die Kongresswahlen liegen die Demokraten mit 44 Prozent vor den Republikanern mit 37 Prozent.

Irankrieg wird für Republikaner zum Problem

Der Konflikt belastet offenbar auch die Wahlkämpfe republikanischer Kandidaten. Besonders die gestiegenen Preise für Benzin und Diesel sorgen für Unmut. Der Krieg hat die Energieversorgung und die internationalen Ölmärkte erheblich unter Druck gesetzt.
Mehrere Republikaner in umkämpften Wahlkreisen und Bundesstaaten gehen inzwischen auf Abstand zu Trumps Iran-Politik. Nach einer aktuellen Reuters Auswertung haben sich zahlreiche Kandidaten in engen Rennen bei einzelnen Themen bewusst vom Präsidenten distanziert. Besonders häufig betrifft das den Iran-Konflikt.

Angriff soll Stärke zeigen und Preise drücken

Hinter den Überlegungen steht laut dem Bericht offenbar auch die Hoffnung, vor den Wahlen ein Zeichen der Stärke zu setzen. Gleichzeitig soll Trump den Eindruck vermitteln können, der Konflikt nähere sich einem Ende und die Energiepreise könnten wieder sinken. Ob neue Militärschläge tatsächlich zu niedrigeren Preisen führen würden, ist allerdings fraglich. Experten warnen vielmehr davor, dass eine erneute Eskalation die Unsicherheit an den Energiemärkten verstärken könnte. Auch in der Regierung soll es unterschiedliche Einschätzungen über die möglichen Folgen geben.

Trump lässt weitere Angriffe offen

Trump selbst hat zuletzt angedeutet, dass eine Ausweitung der militärischen Operationen nach den Wahlen möglich sein könnte. Auf konkrete Fragen zu möglichen Angriffszielen reagierte der Präsident zurückhaltend. "Das kann ich Ihnen nicht sagen, denn Sie fragen ja: Wo wollen Sie bombardieren?", sagte Trump laut dem Bericht des "TIME"-Magazins.

Derzeit bleibt damit offen, ob es überhaupt zu einem neuen Angriff kommt. Die Planungen im Pentagon bedeuten noch keine endgültige Entscheidung. Gleichzeitig zeigt der Vorgang, dass eine militärische Eskalation mit dem Iran trotz der diplomatischen Bemühungen weiterhin auf der politischen Agenda Washingtons steht.

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