Donald Trump: USA erwägen Diesel-Exportstopp – Deutschland droht noch teurerer Sprit
Donald Trump erhöht den Druck auf Europa: Die USA verlangen zusätzliche Diesel-Lieferungen, um die Preise im eigenen Land zu senken. Gleichzeitig droht ein Exportstopp, der Europa hart treffen könnte.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- US-Finanzminister Scott Bessent fordert schnell verfügbare Diesel Lieferungen aus Europa
- Trump verweist auf die europäischen Dieselreserven
- Ein US-Exportstopp könnte Europas Dieselversorgung und Preise zusätzlich belasten
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Die USA erhöhen im Dieselstreit den Druck auf Europa. Wegen stark gestiegener Kraftstoffpreise will die Regierung von US-Präsident Donald Trump, dass europäische Staaten zusätzliche Dieselvorräte auf den Markt bringen. Gleichzeitig steht ein möglicher Exportstopp der USA im Raum.
Washington verlangt schnelle Lieferungen
US-Finanzminister Scott Bessent forderte die europäischen Partner auf, bereits zugesagte Maßnahmen schneller umzusetzen und weitere Mengen verfügbar zu machen. Ziel sei es, die angespannte Versorgungslage zu entschärfen. "Amerikanische Landwirte, Lkw-Fahrer und Unternehmen dürfen nicht mit der Last einer weltweiten Diesel-Knappheit alleine gelassen werden", schrieb Bessent.
Auch Trump selbst unterstützt die Forderung. Bei einem Auftritt erklärte der US-Präsident "Bild" zufolge mit Blick auf die europäischen Bestände: "Das könnten wir machen. Die haben einigen Diesel."
USA denken über Exportstopp nach
Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der Diesel auch in den Vereinigten Staaten deutlich teurer geworden ist. Die angespannte Lage auf den internationalen Energiemärkten wird unter anderem mit den Konflikten im Nahen Osten und den Problemen rund um die Straße von Hormus in Verbindung gebracht.
Für Trump ist die Entwicklung politisch besonders heikel. In den USA stehen die Kongresswahlen bevor. Die Regierung versucht deshalb, den Preisdruck auf Verbraucher und Unternehmen zu begrenzen. Ein möglicher Weg wäre, weniger Diesel aus den USA ins Ausland zu liefern.
Eine solche Maßnahme könnte allerdings Europa empfindlich treffen. Die Vereinigten Staaten stellten im August rund die Hälfte der europäischen Dieselimporte.
Europa gerät zwischen die Fronten
Die Europäische Union beobachtet die Situation mit Sorge. Ein möglicher Exportstopp aus den USA könnte die ohnehin angespannte Versorgung weiter verschärfen und zusätzlichen Druck auf die Preise ausüben. Die EU hat deshalb Gespräche mit ihren Mitgliedstaaten und internationalen Partnern aufgenommen. Gleichzeitig stellt sich für Europa die Frage, wie weit die eigenen Notreserven angegriffen werden können. Frankreich hat bereits vorgeschlagen, zusätzliche Dieselreserven freizugeben. Im Raum steht dabei eine gemeinsame europäische Lösung.
Droht Autofahrern noch teurerer Diesel?
Sollten die USA ihre Diesel-Ausfuhren tatsächlich deutlich begrenzen, müsste Europa andere Lieferquellen erschließen. Das ist angesichts der angespannten Lage auf den internationalen Märkten nicht kurzfristig möglich. Experten warnen deshalb vor weiterem Preisdruck, auch wenn vorhandene Vorräte einen unmittelbaren Versorgungsengpass abfedern könnten.
Damit steht Europa vor einem schwierigen Balanceakt: Eigene Reserven könnten kurzfristig für Entlastung sorgen, gleichzeitig würden dadurch wichtige Sicherheitsbestände schrumpfen. Eine endgültige Entscheidung über einen koordinierten Abbau der europäischen Dieselvorräte ist bislang nicht gefallen.
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mlk/news.de
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