Donald Trump: Erschöpfung des US-Präsidenten bereitet MAGA-Verbündeten Sorgen
Selbst treue MAGA-Verbündete nehmen Trumps Erschöpfung wahr: Mike Lindell sagt, der Präsident wirke müde. Während die Zwischenwahlen näher rücken, setzt Trump seinen Wahlkampf-Marathon pausenlos fort.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Trump-Vertrauter Mike Lindell räumt ein, dass der Präsident erschöpft wirkt
- Sinkende Zustimmungswerte und wirtschaftliche Probleme belasten die Republikaner
- Trump plant weitere Auftritte in mehreren US-Bundesstaaten
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Donald Trump steht vor wichtigen Zwischenwahlen und versucht, die Republikaner mit zahlreichen Auftritten im ganzen Land zu unterstützen. Doch selbst aus dem engsten Kreis seiner Anhänger kommen inzwischen kritische Töne. Mike Lindell, einer der bekanntesten Unterstützer des US-Präsidenten, räumte ein, dass Trump erschöpft wirke. Die Einschätzung ist politisch brisant, denn für den Präsidenten steht bei den anstehenden Wahlen viel auf dem Spiel.
Mike Lindell erkennt Trumps Erschöpfung
Mike Lindell, Gründer des Kissenherstellers MyPillow und langjähriger Anhänger der MAGA-Bewegung, äußerte sich "The Daily Beast" zufolge in einem Zoom-Gespräch mit Trump-Unterstützern zum Zustand des Präsidenten. Anlass war die Frage, ob der 80-Jährige angesichts seiner zahlreichen öffentlichen Termine müde wirke. Lindell versuchte zunächst, seine Antwort vorsichtig zu formulieren, konnte den Eindruck jedoch nicht vollständig zurückweisen.
"Ich will das Wort 'niedergeschlagen' nicht sagen", erklärte er. Zugleich verwies er auf das enorme Pensum, das Trump derzeit absolviert. Der Präsident ziehe eine Wahlkampfveranstaltung nach der anderen durch, gab Lindell zu bedenken.
Seine Worte fallen besonders auf, weil Lindell als treuer Verbündeter Trumps gilt. Wenn selbst ein prominenter Unterstützer öffentlich über die Belastung des Präsidenten spricht, dürfte das die Debatte über dessen körperliche Verfassung und politische Leistungsfähigkeit weiter anheizen. Eine medizinische Einschätzung lieferte Lindell allerdings nicht. Seine Aussagen beziehen sich auf den Eindruck, den Trump bei seinen Auftritten hinterlasse.
Wahlkampf im Dauertakt: Trump reist durch die USA
Der Terminkalender des Präsidenten ist eng gefüllt. Mit Blick auf die Zwischenwahlen am 3. November versucht Trump, republikanischen Kandidaten Rückendeckung zu geben und die eigene Anhängerschaft zu mobilisieren. Dafür nimmt er zahlreiche Reisen quer durch die Vereinigten Staaten auf sich.
Am Freitag trat Trump zunächst in Dalton im Bundesstaat Georgia auf. Anschließend reiste er nach Florida, wo eine Veranstaltung des Republikanischen Nationalkomitees in seinem Anwesen Mar-a-Lago auf dem Programm stand. Bereits am folgenden Tag ging es für den Präsidenten nach Highland Heights in Kentucky zu einer weiteren Kundgebung. Danach kehrte er nach Florida zurück, um Vertreter der Trump-nahen Organisation MAGA Inc. zu treffen und an einem Spendenessen teilzunehmen.
Auch der Sonntag brachte kaum Entlastung. Trump verbrachte einen Teil des Tages in seinem Golfclub in West Palm Beach, ehe er nach Washington zurückflog. Am Montag setzte er seine politische Tour in Park City im Bundesstaat Kansas fort. Dort warb er für den republikanischen Senator Roger Marshall, dessen Wiederwahl inzwischen weniger sicher erscheint als ursprünglich angenommen.
Unzufriedenheit wächst, die politische Lage wird schwieriger
Hinter Trumps dichtem Reiseplan steht eine angespannte politische Situation. Seine Zustimmungswerte sind laut dem vorgelegten Bericht deutlich gesunken. Zu den Belastungen zählen der umstrittene Krieg gegen den Iran und wirtschaftliche Probleme, die viele Amerikaner beschäftigen. Die Zwischenwahlen werden damit zu einem wichtigen Stimmungstest für den Präsidenten und seine Partei.
Trump setzt dennoch darauf, selbst möglichst präsent zu sein. Seine Auftritte sollen republikanischen Bewerbern helfen und die Wähler mobilisieren. Gleichzeitig birgt diese Strategie ein Risiko: Wenn die Wahl zum Urteil über seine eigene Amtsführung wird, könnte Unzufriedenheit mit dem Präsidenten auch Kandidaten seiner Partei treffen.
Weitere Auftritte trotz wachsender Belastung
Eine Pause ist vorerst nicht vorgesehen. Für Dienstag ist eine Kundgebung in Greenville in North Carolina geplant. Zuvor stehen Termine im Weißen Haus sowie eine gemeinsame Ankündigung mit Vizepräsident J.D. Vance an. Am Mittwoch soll Trump in Pendleton in South Carolina auftreten, am Donnerstag in Sioux City in Iowa und am Freitag in Fort Myers in Florida. Auch das Wochenende ist bereits verplant.
Ob das hohe Pensum tatsächlich Auswirkungen auf seine Leistungsfähigkeit hat, lässt sich aus Lindells Äußerungen nicht ableiten. Dass ein prominenter MAGA-Unterstützer überhaupt öffentlich von einem müde wirkenden Präsidenten spricht, ist jedoch bemerkenswert. Gerade in einer Phase, in der Trump seiner Partei zum Erfolg verhelfen will, könnte der Eindruck von Erschöpfung zum zusätzlichen politischen Problem werden.
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mlk/news.de
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