Friedrich Merz Opfer von Cyber-Angriff: Hacker nehmen Bundeskanzler ins Visier - jetzt ermittelt die Polizei

Friedrich Merz ist offenbar Opfer einer Hacker-Attacke geworden: Cyberkriminelle kaperten das E-Mail-Konto der CDU Heilbronn und verschickten rund 6.500 Phishing-Mails an Ministerien und den Bundeskanzler persönlich. Jetzt ermittelt die Polizei.

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Hacker sind in das E-Mail-Konto der Heilbronner CDU eingebrochen und haben von dort Phishing-Nachrichten unter anderem an Bundeskanzler Friedrich Merz verschickt. (Foto) Suche
Hacker sind in das E-Mail-Konto der Heilbronner CDU eingebrochen und haben von dort Phishing-Nachrichten unter anderem an Bundeskanzler Friedrich Merz verschickt. Bild: picture alliance/dpa/dpa-Pool | Michael Kappeler
  • Hacker-Angriff auf CDU - Friedrich Merz wird Opfer von Phishing-Angriff
  • Cyberkriminelle nehmen Bundeskanzler mit E-Mail-Falle ins Visier
  • Polizei ermittelt – Kriminelle hatten es auf sensible Daten abgesehen

Cyberkriminelle haben sich Zugang zum E-Mail-Account der CDU Heilbronn verschafft und darüber massenhaft betrügerische Nachrichten versendet. Etwa 6.500 Empfänger, darunter auch Bundeskanzler Friedrich Merz persönlich, erhielten die gefälschten Mails – ein Großteil davon aus sicherheitssensiblen Bereichen.

Friedrich Merz von Hackern attackiert - Phishing-Mails erreichten Ministerien und den Kanzler

Unter den Adressaten befanden sich neben verschiedenen Ministerien auch zahlreiche weitere politische Kontakte. Selbst Bundeskanzler Friedrich Merz gehörte zu den Empfängern der betrügerischen Nachrichten. "Nach ersten Erkenntnissen ging die Mail an circa 6.500 Kontakte, von denen zahlreiche im sicherheitsrelevanten Bereich sind", erklärte ein Sprecher der Heilbronner Polizei gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. "Wir wissen zum Beispiel, dass auch Nachrichten an den Bundeskanzler gingen."

Bundeskanzler erhielt gefälschte Einladung mit Link zu angeblicher Veranstaltung

Die verschickten Nachrichten waren als Einladung zu einem Event mit hochrangigen Gästen getarnt. Darin war ein Link eingebettet, über den die Empfänger sich vermeintlich für die Veranstaltung anmelden sollten. Auch die Redaktion der Deutschen Presse-Agentur zählte zu den Adressaten und erhielt die manipulierte Nachricht. Der professionelle Aufbau der Mail sollte offenbar Vertrauen erwecken – schließlich stammte sie augenscheinlich von einem authentischen Parteikonto der CDU Heilbronn. Genau diese Tarnung machte den Angriff besonders gefährlich, da Empfänger die Absenderadresse als vertrauenswürdig einstufen konnten.

Polizei ermittelt nach Hacker-Angriff – Kriminelle hatten es auf sensible Daten abgesehen

Die Heilbronner Polizei hat Ermittlungen zu dem Cyberangriff aufgenommen. Die Behörden stufen den Vorfall als Phishing-Versuch ein. Bei dieser weit verbreiteten Betrugsmasche im Netz versuchen Täter, über manipulierte Nachrichten an vertrauliche Informationen zu gelangen.

Phishing ist eine der häufigsten Betrugsmaschen im Internet. Dabei versuchen Cyber-Kriminelle, durch Antworten auf gefälschte Nachrichten an sensible Daten wie Passwörter oder Bankinformationen zu gelangen. (Foto) Suche
Phishing ist eine der häufigsten Betrugsmaschen im Internet. Dabei versuchen Cyber-Kriminelle, durch Antworten auf gefälschte Nachrichten an sensible Daten wie Passwörter oder Bankinformationen zu gelangen. Bild: Philip Dulian/dpa/dpa

Ziel der Angreifer war es offenbar, die Empfänger zum Anklicken des Links zu bewegen und so an sensible Daten wie Zugangskennwörter oder Bankdaten zu kommen. Phishing zählt zu den am häufigsten genutzten Methoden von Internetkriminellen. Wer hinter dem Angriff auf das Konto der Heilbronner CDU steckt, ist bislang unklar.

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