Ricarda Lang: Kritik nach Regierungserklärung - Grünen-Politikerin macht Merz eine Ansage

Friedrich Merz hat in seiner Regierungserklärung von Gerechtigkeit und Leistung gesprochen. Ricarda Lang äußerte sich auf Instagram kritisch über die Rede und machte deutlich, was sie sich von dem Bundeskanzler gewünscht hätte.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Ricarda Lang bemängelt Friedrich Merz' Gerechtigkeitsaussage. (Foto) Suche
Ricarda Lang bemängelt Friedrich Merz' Gerechtigkeitsaussage. Bild: picture alliance/dpa | Britta Pedersen
  • Ricarda Lang kritisiert die Gerechtigkeitsaussage von Friedrich Merz
  • Die Rede von Merz lässt etwas vermissen
  • Grünen-Politikerin bemängelt die Ungerechtigkeit in der Leistungsdebatte und nennt konkrete Vorschläge für wirkliche Gerechtigkeit

Friedrich Merz hat am Mittwoch (14. Oktober) in seiner Regierungserklärung Gerechtigkeit zum übergreifenden Thema in seiner Rede gemacht. "Gerechtigkeit ist bei uns keine Umverteilung zu Lasten der Leistungsträgerinnen und Leistungsträger in unserem Land", so der Kanzler. Gerechtigkeit setzte er dabei mit Leistung und Chancen gleich. Das greift nach Einschätzung von Ricarda Lang zu kurz. Sie macht in einem neuen Instagram-Video deutlich, worüber der CDU-Chef wirklich hätte reden sollen.

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Nach Merz' Regierungserklärung - Ricarda Lang kritisiert Ungerechtigkeit

Die Grünen-Politikerin offenbart einen Gegensatz, den Merz nicht thematisierte. "Wenn wir darüber reden, dass Leistung sich wieder lohnen muss, dann sollten wir auch darüber reden, dass eine Pflegekraft 17 Millionen Jahre arbeiten müsste, um so viel Geld zu haben wie Elon Musk – und nichts zum Beispiel für Wohnen ausgeben müsste", sagte sie. Die frühere Grünen-Chefin thematisiert hier die Ungerechtigkeit, wenn der Leistungsbegriff von Seiten der Union benutzt wird. Sie mahnt: "In Deutschland werde Arbeit höher besteuert als Erbschaften oder Vermögen."

Gerechte Erbschaftssteuer für Leistungsgerechtigkeit - Grünen-Politikerin macht Knazler eine Ansage

Das führe dazu, "dass Menschen, die jeden Tag arbeiten gehen, sich kaum noch etwas aufbauen können", sagte Lang. Ein Aufstieg sei für sie nicht mehr möglich, beklagt sie. Nur Erben gelingt das.Das sei das Gegenteil von: "Leistung muss sich lohnen". Während viele Menschen täglich Leistung erbringen, bekommen sie nicht genug dafür. "Wie wär's Friedrich Merz für eine gerechte Erbschaftssteuer für mehr Leistungsgerechtigkeit?", fragt sie den Kanzler. "Das wäre der richtige Beitrag gewesen", ergänzt sie in der Bildunterschrift.

Ricarda Lang fordert konkrete Maßnahmen

Dass er über Gerechtigkeit sprach, fand sie auch gut, aber es brauche konkrete Maßnahmen. Sie bietet dem Kanzler gleich ein paar Vorschläge, die sie für wichtig erachtet:

  • "Erstens: Lasst uns mehr Geld in Kitas und Grundschulen investieren. Denn dort wird die Grundlage für das weitere Leben und vor allem auch für Chancengerechtigkeit gelegt."
  • "Zweitens: Das Leben muss bezahlbarer werden. Dafür braucht es zum Beispiel eine Reform der Mietpreisbremse. Der Preis für das Deutschlandticket sollte wieder gesenkt werden."
  • "Drittens: Wir brauchen endlich ein Steuersystem, bei dem Familien mit normalem Einkommen entlastet und diejenigen mit riesigen Erbschaften, Vermögen und vor allem auch die Tech-Oligarchen endlich in die Verantwortung genommen werden."

Langs Follower lachen über die Gerechtigkeitsaussage des Kanzlers

Für ihre Reaktion erhält Lang viel Zustimmung und Lob. Gleichzeitig nutzen ihre Follower ihren Beitrag, um Kritik an Merz und der Union zu üben:

  • "Der CDU ging es noch nie um Gerechtigkeit!"
  • "Merz macht sich nicht mal mehr die Mühe, zu verbergen, wie sehr er normale, nicht-reiche Menschen verachtet."
  • Der Übergang, ich brülle. Chancengleichheit, in Deutschland, ein ferner Traum. Unter CDUCSU unerreichbar!"
  • "Weshalb definiert Merz für Menschen, was Gerechtigkeit ist bzw. sein soll?"
  • "Wer sind denn die Leistungsträger seiner Meinung nach? Wahrscheinlich die, die auf ihrem Geld sitzen und immer mehr davon wollen."

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