Sparkassen-Betrug aktuell: Warnung vor Phishing-Welle - so dreist stehlen Kriminelle Ihr Geld

Mit gefälschten Phishing-Mails locken Betrüger Sparkassen-Kunden auf nachgebaute Webseiten. Der eigentliche Angriff folgt erst danach. So schützen sich Betroffene vor der Betrugsmasche im Postfach.

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Die Sparkasse warnt ihre Kunden aktuell vor Phishing. (Foto) Suche
Die Sparkasse warnt ihre Kunden aktuell vor Phishing. Bild: picture alliance/dpa | Oliver Berg
  • Betrügerische Phishing-Mails landen bei Sparkassen-Kunden im Postfach
  • S-pushTAN-Aktualisierung als Vorwand für Phishing-Masche
  • BSI warnt - so erkennen Verbraucher Datendiebstahl im Netz

Sparkassen-Kunden stehen derzeit im Visier von Cyberkriminellen. Erneut versuchen Betrüger mittels Phishing an sensible Daten zu gelangen. Davor warnt aktuell das Sicherheitsteam der Bank.

Weitere Betrugswarnungen finden Sie am Ende des Artikels.

Sparkassen-Betrug aktuell - Phishing-Mails im Umlauf

Betrüger verschicken derzeit massenhaft gefälschte E-Mails, die den Anschein erwecken, von der Sparkasse zu stammen. Die Nachrichten tragen Betreffzeilen wie "Ihr S-pushTAN: Aktualisierung", "Letzte Erinnerung: Aktualisierung ausstehend" oder "Zeit lauft ab: Ihr Token wird deaktiviert. Sofort machen.".

So dreist gehen Cyberkriminelle vor

Ziel der Masche ist es, Empfänger auf nachgebaute Webseiten zu lotsen. Nach Angaben der Verbraucherzentrale sollen sie dafür auf einen Button mit "Update jetzt durchführen" klicken. Dort sollen sie unter einem Vorwand – etwa einer angeblich nötigen Bestätigung ihrer Kundendaten oder einer Authentifizierung des Online-Banking-Zugangs – sensible Bankdaten preisgeben. Die Sparkasse hatte bereits Mitte Juli 2026 in zwei Sicherheitswarnungen auf entsprechende Phishing-Kampagnen hingewiesen, die mit vorgetäuschten Verifizierungsaufforderungen und ablaufenden TAN-Methoden arbeiten.

Gestohlene Daten als Einfallstor für betrügerische Anrufe im Namen der Sparkasse

Wer seine Informationen auf einer solchen Phishing-Seite eingibt, riskiert weit mehr als den bloßen Datendiebstahl. Die erbeuteten Zugangsdaten dienen Kriminellen als Grundlage für einen zweiten Angriffsschritt: Sie rufen ihre Opfer telefonisch an und geben sich dabei als Sparkassen-Mitarbeiter aus. Besonders perfide: Die angezeigte Rufnummer kann so manipuliert werden, dass sie der tatsächlichen Telefonnummer der jeweiligen Sparkasse entspricht.

Im Gespräch versuchen die Täter dann, ihre Opfer zur Freigabe eines fremden Geräts als vertrauenswürdig zu bewegen. Zusätzlich sollen die Betroffenen per TAN-Eingabe eine Überweisung autorisieren, die in Wahrheit von den Betrügern selbst ausgelöst wurde. Somit verschaffen sich Betrüger Zugang zum Geld der Betroffenen. Die Sparkasse betont ausdrücklich: Aufträge sollten ausschließlich dann bestätigt werden, wenn man sie selbst in Auftrag gegeben hat.

So erkennen Sparkassen-Kunden Betrug

Mehrere Merkmale können Sparkassen-Kunden dabei helfen, die gefälschten E-Mails zu entlarven. Typische Warnsignale sind eine allgemein gehaltene Anrede ohne persönlichen Namen sowie eine Absenderadresse, die nicht zur offiziellen Sparkassen-Domain passt. Auch künstlich erzeugter Handlungsdruck – etwa durch Formulierungen wie "Sofort machen" oder "Zeit läuft ab" – deutet auf einen Betrugsversuch hin.

Wer eine solche Nachricht erhält, sollte keinesfalls darauf antworten oder enthaltene Links anklicken. Stattdessen empfiehlt es sich, die E-Mail umgehend in den Spam-Ordner zu verschieben beziehungsweise zu löschen. Wer unsicher ist, ob tatsächlich Handlungsbedarf beim eigenen Konto besteht, sollte dies ausschließlich über die offizielle Sparkassen-App oder die bekannte Webseite der Bank prüfen. Im Zweifel bei der Sparkasse nachfragen. Wichtig: Die Sparkasse verschickt derartige Mails niemals.

BSI warnt - Betrüger setzen auf immer mehr Maschen

Die aktuelle Sparkassen-Masche mit gefälschten pushTAN-Nachrichten ist nur eine Variante unter vielen. Wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt, geben sich Kriminelle regelmäßig als vertrauenswürdige Unternehmen oder Dienstleister aus. Neben klassischen Phishing-Mails kommen dabei auch SMS (sogenanntes Smishing), manipulierte QR-Codes (Quishing) sowie betrügerische Telefonanrufe (Vishing) zum Einsatz.

Die Erkennung wird zunehmend schwieriger, da gefälschte Nachrichten und Webseiten inzwischen täuschend echt wirken. Kriminelle imitieren dabei gezielt Logos, Farbgebung und Schriftarten bekannter Marken. Das BSI empfiehlt, sich weder von vermeintlichem Zeitdruck noch von Drohungen zu vorschnellem Handeln verleiten zu lassen. Links in verdächtigen Nachrichten sollten grundsätzlich nicht angeklickt werden.

Vor diesen Betrugsmaschen sollten Sie sich aktuell ebenfalls in Acht nehmen:

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