iCloud-Phishing: Betrüger nehmen iPhone-Nutzer mit dreister Masche ins Visier

iPhone-Nutzer erhalten derzeit täuschend echte Nachrichten von Apple, in denen gewarnt wird, dass der iCloud-Speicher voll sei. Dabei handelt es sich jedoch um eine neue Betrugsmasche - wer auf den Link klickt, riskiert Datendiebstahl.

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Immer wieder erhalten iPhone-Nutzer Phishing-Nachrichten von Betrügern. (Foto) Suche
Immer wieder erhalten iPhone-Nutzer Phishing-Nachrichten von Betrügern. Bild: picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand
  • Betrüger greifen iPhone-Nutzer mit täuschend echten Nachrichten an
  • In den Mails und SMS wird behauptet, dass der iCloud-Speicher voll sei
  • Mit Zeitdruck wollen die Betrüger ihre Opfer dazu drängen, Daten herauszugeben

Mehr Infos zu aktuellen Betrugsmaschen finden Sie am Ende dieses Beitrags.

iPhone-Besitzer erhalten derzeit häufiger Warnmeldungen per SMS und E-Mail, die angeblich von Apple stammen. Der Inhalt ist dabei immer ähnlich: Der iCloud-Speicher sei angeblich voll und müsse dringend erweitert werden. Obacht: Hinter den Nachrichten stehen Betrüger, die es auf Ihre Zugangsdaten abgesehen haben. Wie Sie sich vor der Masche schützen können.

iCloud-Speicher voll? Vorsicht bei SMS und E-Mails

Die Masche folgt einem klaren Muster: Mit erschreckend authentisch gestalteten Nachrichten, die unter anderem das offizielle Apple-Logo, das Design des Unternehmens sowie vertraute Formulierungen verwenden, versuchen die Betrüger ihre Opfer hinters Licht zu führen. Zudem wird in der Nachricht laut "Consumer Affairs" künstlich Druck durch bestimmte Fristen erzeugt.

Sobald Nutzer den Link in der Nachricht antippen, werden sie allerdings nicht auf die offizielle Seite von Apple weitergeleitet, sondern landen auf einer professionell gestalteten Fake-Seite. Diese imitiert das Erscheinungsbild der echten Apple-Website so überzeugend, dass selbst aufmerksame Nutzer getäuscht werden können.

Dort werden die Nutzer aufgefordert, ihre Apple-ID-Zugangsdaten einzugeben. Auch Passwörter und Kreditkarteninformationen werden abgefragt - oft unter dem Vorwand der "Verifizierung". Vorsicht: Wer diese Angaben macht, übergibt sie direkt an die Betrüger. In einigen Fällen wird beim Besuch der manipulierten Seiten im Hintergrund außerdem Schadsoftware auf das Smartphone geladen. Die Kombination aus Datenklau und möglicher Malware-Infektion macht diese Phishing-Welle besonders gefährlich.

So entlarven Nutzer die betrügerischen Nachrichten

Ein entscheidendes Merkmal hilft bei der Unterscheidung: Apple informiert über knappen Speicherplatz ausschließlich direkt auf dem Gerät. Entsprechende Hinweise erscheinen in den iPhone-Einstellungen oder als Systembenachrichtigung. Unaufgeforderte SMS oder E-Mails mit externen Links versendet der Konzern grundsätzlich nicht. Mehrere Warnzeichen deuten auf einen Betrugsversuch hin:

  • künstlicher Zeitdruck mit Formulierungen wie "48 Stunden" oder „sofort handeln"
  • unpersönliche Anreden
  • Rechtschreibfehler im Text
  • verdächtige Absenderadressen - nähere Informationen über den Absender können Sie laut Community Guide einsehen, wenn Sie auf den Namen und dann auf den Pfeil neben ihm klicken

Grundsätzlich gilt: Apple fordert Nutzer niemals per SMS oder E-Mail zur Eingabe von Passwörtern oder Zahlungsdaten auf externen Webseiten auf. Wer unsicher ist, sollte den Speicherstatus direkt unter "Einstellungen" prüfen.

Das sollten Betroffene jetzt unternehmen

Wer eine verdächtige Nachricht erhält, sollte den enthaltenen Link keinesfalls öffnen. Die Mitteilung gehört umgehend gelöscht. Optional können Nutzer den Betrugsversuch an Apple melden unter reportphishing@apple.com. Den tatsächlichen Speicherstatus können Sie direkt auf dem iPhone prüfen. Gehen Sie dafür auf "Einstellungen", tippen Sie dann auf den eigenen Namen und anschließend auf "iCloud".

Wer bereits Daten auf einer gefälschten Seite eingegeben hat, muss schnell reagieren. Das Passwort der Apple-ID sollte sofort geändert werden. Zusätzlich empfiehlt es sich, Bank- und Kreditkartenabrechnungen auf ungewöhnliche Abbuchungen zu kontrollieren. Rasches Handeln kann größere finanzielle Schäden verhindern.

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